Pioneers

Gadgets aus der Zukunft

Bild: Rimac

Sei der Erste in der Zukunft: 13 Ideen, die vielleicht die Welt verändern werden, aber ganz sicher dein Denken. Hier unser Teil 3: Gadgets aus der Zukunft

Zweite Haut

Was Batman drunter trägt. Dhananja Jayalath und Christopher Wiebe konnten sich keinen Personal Trainer leisten. Die beiden waren 2010 ja noch Studenten an der Uni Waterloo in Kanada. Also bauten sie sich ihren eigenen. Sie packten ein Shirt und ein Paar Shorts mit insgesamt 30 (!) Sensoren voll. Fünf Jahre später ist ihr Baby namens Athos dabei, unser aller Workout zu revolutionieren. Eigens entwickelte ultraempfindliche Sensoren registrieren jede Muskelaktivität unter der Haut, dazu Atmungs- und Herzfrequenz. Und schicken ihre Analyse an die Smartphone-App. Die stellt das individuelle Trainingsprogramm zusammen und trackt den Fortschritt. Hopp, hopp, noch zwei Push-ups!

Was das Super-Shirt kann:

Elektromyographie (EMG) misst die Muskelaktivität.
Sechs Sensoren überwachen allein die Herzfrequenz.
Eigene Detektoren zeichnen Atmungsmuster auf.
Das Material leitet Schweiß und Wärme nach außen. 
Der eingebaute UV-Schutzfaktor 50 schirmt die Haut ab.

Pioneers

Athos

Pionier: Dhananja Jayalath und Christopher Wiebe
Ihre Erfindung: drahtlose und ins Material eingewobene Sensoren
Auf dem Markt: seit 2014
Kosten: 397 US-Dollar

© Moticon

Die E-schleunigung

SUPERCAR. „Ich will mit Elektro-Antrieb den stärksten Supersportwagen bauen. Nicht den stärksten Sportwagen mit Elektro-Antrieb“, sagt Mate Rimac, Erfinder und Speed-Freak aus Kroatien. Rimac geizt nicht mit seinem Know-How. Der Akku seines Concept One steckt seit kurzem auch im schwedischen Koenigsegg Regera, dem leistungsstärksten Serienauto der Welt.

Pioneers

Rimac Concept One

Pioniere: Mate Rimac
Leistung: 1088 PS
Top Speed: über 300 km/h
Von 0 auf 100 km/h: 2,8 Sekunden 

Schneller als Teslas Model X.

© Rimac

MEINE ELTERN: HAL & K.I.T.T.

KEIN WECKER. Dieser weiße Gnom ist die Erfindung von Cynthia Breazeal. Und ein ziemlich scharfer Blick in die Zukunft der Heim-Robotik. Auf Indiegogo ging der sozial interagierende Roboter Jibo schon letzten Sommer durch die Decke. Unfassbare 2,3 Millionen US-Dollar hat das Projekt dort aufgestellt, so viel wie keine andere Technologie-Kampagne. Jibo kann nicht nur sprechen, hören, sehen, fühlen, leuchten und alles, was jeder Laptop jetzt schon kann, er kann auch lernen und sich an die Bedürfnisse seiner Besitzer (sorry, Freunde) anpassen. 

Pioneers

Jibo

Pionier: Cynthia Breazeal
In Entwicklung: seit 2012
Kommt: Frühling 2016
Kosten: ca. 500 US-Dollar 

Der Roboter, der lernt, was du willst

© Jibo

PSSSSSST!

GIB STROM! Bei den meisten Elektro-Motorrädern auf dem Markt beschleicht einen das Gefühl: Die trauen sich nicht so richtig. Wollen alle so aussehen, als wären sie konventionelle Benzin-Bikes. Ihre Herkunft verstecken. Nicht so der Johammer J1. Er ist nicht nur das kühnste und eigenwilligste E-Motorrad weit und breit, sondern wahrscheinlich auch das innovativste und leiseste. Auf die Welt gebracht hat das Lovechild von Batpod und Tante Ju der Österreicher Johann Hammerschmid.

Sein Geniestreich und das Herzstück der Maschine ist ein Lithium-Ionen-Akkupack, dessen 70 Kilogramm für ein gutes Drittel des Gesamtgewichts sorgen. Der Johammer J1 ist 178 Kilo leicht, 15 PS stark, 120 km/h schnell. Der Top-Speed wird aber nicht vom Antrieb, sondern künstlich von der Bordelektronik begrenzt, um die Reichweite auf über 200 Kilometer pro voller Akkuladung zu halten.

Pioneers

Johammer JI

Pionier: Johann Hammerschmid
Top Speed: 120 km/h
Akkuladezeit: 2 bis 3 ½ Stunden
Am Markt seit:
 2014
Kostet: ab 22.900 Euro

© Jo Hammer

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09 2015 The Red Bulletin

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