Coboat

Schwimmender Arbeitsplatz

Bilder: Coboat/Pilar Schacher

Wo würden Sie gerne arbeiten? Wie wär’s mit einem umweltfreundlichen Coworking-Katamaran, erdacht von einer Crew von Segelfans und Business-Nomaden…?
Coboat
Karsten 
Knorr, 48 Jahre

Der Mann, der Arbeit und Leidenschaft kombiniert.

Der Erfinder Karsten Knorr wählte nach 12 Jahren in Sydney einen nomadischen Lebensstil und arbeitete fortan in Coworking-Spaces. Nur eine Frage der Zeit, bis er das mit seiner Leidenschaft für Wellen kombinierte.

THE RED BULLETIN: Im Prinzip ein Büro auf dem Wasser, oder?

KARSTEN KNORR: Nicht ganz. Coworking ist eine neue, innovative Kultur des Arbeitens: die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten in einer gemeinsamen Umgebung Ideen zu teilen und Dinge zu schaffen. In diesen kreativen Mix bringen wir unsere Leidenschaft: Segeln. Es ist also Coworking auf einem Boot. Im Grunde wollen wir einen Abenteuertrip durch die Ozeane. Aber mit superschnellem Satelliten-Internet.

Der Katamaran

– Platz für zwanzig in einer modernen Gemeinschaftsunterkunft.

– Satelliten-Technik an Bord sichert weltweit permanente Internetverbindung.

– Energiegewinnung mittels Solarpaneelen und Windkraft.

– Verbrennungsmotoren auf fossiler Basis raus, E‑Motoren rein.

Cowork barco flotante

 Was ist daran interessant?

Wie viele große Ideen wurde auch diese am Strand geboren. Ich nutzte damals einen Coworking-Space in Thailand. Als ich gemeinsam mit dem Besitzer bei einem Bier am Strand übers Segeln schwärmte, ließ uns die Idee, Angenehmes und Nützliches zu kombinieren, nicht mehr los. Wer träumt nicht davon, bei sanftem Wellengang zu arbeiten?

Ein Wunschtraum, stimmt’s?

Nein. Viel mehr als das. Das Schiff ist so gut wie fertig, und Coworking-Enthusiasten weltweit können es kaum erwarten, an Bord zu gehen. Natürlich gibt es noch einiges zu tun, aber wir halten den Zeitplan ein. 

Ging das alles wirklich so glatt?

Wie jede Jungfernfahrt eines Business-Start-ups war auch diese nicht immer ein Selbstläufer. Beteiligte Personen wollten schneller Resultate, als wir liefern konnten. Es ist schwierig, immer alle zu motivieren. Aber wir haben jeden noch so kleinen Erfolg gefeiert und dennoch nie unser Ziel aus den Augen verloren. Wir möchten diese Erfahrungen für zukünftige Projekte nutzen. Wir denken unkonventionell, um wegweisende Lösungen für die Probleme dieser Welt zu entwickeln.

Was wartet hinterm Horizont?

Das ist kein Start-up, das ebenso schnell wieder verschwindet, wie es aufgetaucht ist. Es geht uns nicht um Profit – was wir verdienen, wird wieder investiert. Das Schiff birgt so viel Potential für die Zukunft des umweltbewussten Transports. Das wird die größte Segeljacht der Welt mit elektrischen Motoren!

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03 2016 The Red Bulletin

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