Skatepark To Go

Skatepark To Go

Illustration: HERI IRAWAN

Keine Halfpipe in der Nähe? Kein Problem. ­Dieser Modulare Skatepark macht Rampen und Sprünge mobil.

1. Okay, was genau sehen wir hier?

Was als Design-Projekt für Dario Goldbach und Koproduzent Martijn Hartwig begann, wuchs und wuchs. „Nun haben wir einen mobilen modularen Skatepark, der in jedes Stadtbild passt“, sagt Goldbach. „Im Wesentlichen sind es neun Elemente, eigentlich eigenständige urbane Objekte.“

2. Cool. Nur wer braucht so was?

„Ich komme aus Rotterdam, und da gab es einen Skatepark. Nur hatte den eine Firma gebaut, die sonst Kinderspielplätze macht. Der Park bestand größtenteils aus Metall, der blanke Horror für Skater.

Und er war ständig ­wegen Reparaturen geschlossen. Wir gaben Skatern eine Alternative, die wir im Stadtzentrum aufstellten, ohne um Erlaubnis zu fragen – daraus wurde ein tolles Event. Wir hatten keine Ahnung, welche Reaktionen unser Guerilla-Projekt auslösen würde, aber sogar die Polizei fand die Aktion gut!“

Dario Goldbach

Der Mann hinter der Idee: Dario Goldbach, 23

Hier sehen wir ihn (mit Sonnenbrille) neben Co-Gründer Martijn Hartwig. Der Holländer liebt es, seine Leidenschaften Skating und Design zu vereinen. Er lebt, designt und skatet in Australien. jirajira.nl

3. Irgendwas beim bauen gelernt?

„Das war unser erster Park. Wir ­sprachen mit erfahrenen Leuten und lernten viel über Materialien und so weiter. Jeder wollte helfen, das war toll und brachte uns enorm viel. Ein paar der Elemente wurden von Leon Karssen und Vincent Blok bemalt, zwei Künstlern der Skateboarding-Szene. Leon hat 50.000 Follower auf Instagram, das hat sehr geholfen.“

Der Modulare Skatepark

Robust: Die ­Rampe besteht aus zwei drei Millimeter dicken, verleimten Sperrholzplatten.

Eine Gussform garantiert exakt gleich große Seitenwände – und damit Stabilität.

Künstler Leon Karssen hatte kein Briefing. „Wir sagten nur: Tob dich aus.“

4. Neue Projekte in der Pipeline? 

„Die ursprüngliche Idee war, weiter gemeinsam zu arbeiten und zu bauen. Allerdings wurde Martijn ein Traineeprogramm angeboten, ich hatte andere Projekte, also gaben wir die Elemente an Skate-Shops weiter. ­

Skater können sie jetzt einfach nehmen und überall hinstellen, wo sie wollen. Das Wichtigste ist ja die Grundidee, andere zu inspirieren und Skater mit gewöhnlichen Leuten zusammenzubringen. Am Ende sollen Leute die Stadt mit anderen Augen sehen.“

Klicken zum Weiterlesen
04 2016 The Red Bulletin

Nächste Story