Ta'u, die Solarstrom-Insel

Ta’u - Eine ganze Insel steht unter Solarstrom

Foto: Youtube/SolarCity

SolarCity und Elon Musks Tesla realisierten gemeinsam ein Prestige-Projekt und versorgen die Insel Ta’u nun komplett mit Solarenergie.

Die Insel Taʻū, Teil Amerikanisch-Samoas, rund 46 Quadratkilometer groß, etwa 600 Einwohner und völlig abhängig von Erdöl. Bislang zumindest. 

Denn SolarCity und Tesla haben die Insel im Südpazifik innerhalb eines Jahres auf Sonnenenergie umgestellt.

Die Hardfacts der Solaranlage:

  • 5328 Solarpanels
  • 1,4 Megawatt Leistung
  • 600 Powerpack-Akkus
  • Speicherkapazität bis zu 6 MWh
  • Akkus voll geladen in 7 Sonnenstunden
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„Das hier ist Geschichte. Dieses Projekt wird mithelfen, den CO2-Fußabdruck der Menschheit zu verringern“ sagt Keith Ahsoon, Einwohner und Betreiber eines Lebensmittelladens auf der Insel. „Wenn du auf einer Insel lebst, erfährst du die globale Erwärmung aus erster Hand. Das ist ein ernstes Problem und dieses Projekt wird hoffentlich als gutes Beispiel dienen, dem alle anderen folgen werden.“

Ein Umdenken war für Taʻū dringend notwendig, denn wie viele andere Inseln war auch hier bislang Diesel die Hauptenergiequelle. Über 400.000 Liter davon verbrauchten Taʻūs Generatoren jährlich. Das war nicht nur umweltschädlich, sondern auch ziemlich teuer, weil der Diesel erst einmal auf die Insel geschafft werden musste. Stromausfälle gehörten zum Alltag.

© Youtube // SolarCity

„Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen wir zwei Monate lang nicht mit dem Boot hinausfahren konnten. Aber wir waren darauf angewiesen, um unsere gesamte Elektrizität zu gewährleisten. Auch das Wassersystem funktioniert mit Pumpen, jeder hier braucht Strom“, verdeutlicht Ahsoon.

Jetzt liefert die Sonne den Einwohnern genügend Energie, um - laut dem SolarCityBlog - beinahe 100 Prozent ihres gesamten Bedarfs zu bedienen. Selbst drei Tage ohne Sonnenschein wären dank der Speicher kein Problem.

Finanziert wurde das Projekt von der Umweltschutzbehörde sowie dem Innenministerium Amerikanisch-Samoas, die sich davon nicht nur positive Effekte auf die Natur, sondern vor allem auch eine Reduktion der hohen Energiekosten erwarten.

„Taʻū ist keine Postkarte aus der Zukunft, es ist eine Momentaufnahme dessen, was jetzt möglich ist.“
Peter Rive, SolarCityBlog
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11 2016 THE RED BULLETIN INNOVATOR

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