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So wirst du zum Instagram-Profi: Die Top-10-Orte für das perfekte Foto

Bilder: Chris Burkard

Mit den Tipps von Abenteuerfotograf Chris Burkard wirst du zum Instagram-Helden - anhand seiner absoluten Lieblingsdestinationen, erklärt er, wie du das perfekte Insta-Bild machst.

Als Fotograf für das international renommierte Surfer Magazine hatte Chris Burkard bereits früh die Möglichkeit zu all den Orten zu reisen, die er schon immer sehen und erleben wollte. Der 29-Jährige, der sich das Fotografieren auf eigene Faust beibrachte, entwickelte ein Auge für das Entdecken und Ablichten der abgeschiedensten und außergewöhnlichsten Plätze dieser Welt. Schlussendlich begann Burkard seine atemberaubenden Bilder über Social Media zu teilen und mithilfe von Instagram als nützliches Marketing-Tool, landete er einige seiner größten Erfolge.

Was ihn jedoch von seinen Konkurrenten, die ebenfalls die Plattform zu ihrem Vorteil nutzen, unterscheidet, ist sein Anspruch über Likes und Kommentare hinweg. Er will mit seinen Fans in persönlichen Kontakt treten, sie zu Workshops, Treffen, Live-Screenings und Slideshows seiner Arbeit einladen. 

Wie die meisten professionellen Fotografen ist Burkards Instagram-Profil eine Sammlung seiner Auftragsarbeiten, aufgenommen mit einer Spiegelreflexkamera, die er anschließend hochgeladen hat.

Bei uns enthüllt Burkard anhand von zehn atemberaubenden Aufnahmen, die er rund um die Welt aufgenommen hat, wie du das perfekte Instagram-Bild kreierst.

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„Als ich dieses Foto geschossen habe, waren die Lichtverhältnisse für den Sonnenuntergang einfach perfekt: Der Morro Rock war in ein sattes, warmes Orange getaucht. Bezüglich der Bildeinstellung habe ich versucht dem Foto Tiefe zu geben, indem ich das Korallenriff in den Vordergrund rückte, die perfekte A-förmige Einstellung in den Mittelgrund und den Morro Rock als Hintergrundlandschaft, umrahmt von dem, in ein perfektes Sonnenuntergangslicht getauchten Himmel.“

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„Viele Leute wären verwirrt, wenn ich ihnen erzählen würde, dass ich nach Russland in die Kamtschatka Region gefahren bin, um Wellen zu finden. Und die schönsten Sonnenuntergänge und Wolken gefunden habe, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Bei so einem Schuss dreht sich wirklich alles um die richtige Belichtung. Meiner Meinung nach ist der beste Weg, um ein Foto lebendig erscheinen zu lassen, die Wolken mit menschlichen Elementen, abzubilden. So kannst du den Wolken im Hintergrund eine bessere Ausrichtung geben und dem Betrachter das richtige Gespür für die Größe vermitteln.“

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„Dieses Bild ist wahrscheinlich das beste Surf-Foto, das ich in meiner Karriere als Fotograf geschossen habe … Alles ist perfekt ausgerichtet in diesem einen Moment, als Alex Grey mit dem aleutischen Vulkan im Hintergrund diese wunderschöne Welle attackiert. Der Trick ist, eine ruhige Hand zu haben, wenn du die Bewegung einfängst und der beste Weg, Unschärfe zu vermeiden, ist es mit einer extrem kurzen Verschlusszeit zu fotografieren.“ 

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„Die Färöer Inseln liegen genau zwischen Norwegen und Island. Ihre Schönheit ist wirklich einzigartig. Dieser atemberaubende Wasserfall, der im Meer versinkt … Es gibt einen perfekten Felsvorsprung, eine kleine Wanderung von den Wasserfällen entfernt, von dem aus man den besten Winkel hat.“ 

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„Ich habe vor kurzem begonnen, mehr aus der Luft heraus zu fotografieren und dieser Ausblick bei den Grand Prismatic Spring in Wyoming, raubt mir jedes Mal den Atem, wenn ich diese Luftaufnahme betrachte. Als ich dieses Foto aus einem Heli heraus geschossen habe, habe ich meine Kamera umklammert, als ginge es um Leben und Tod. Mit so viel Bewegung und Wackeln musst du ziemlich schnell abdrücken, mindestes 1/1000stel einer Sekunde Verschlusszeit, um keine verwackelten und verschwommenen Bilder zu bekommen.“

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„Als ich in einem Helikopter bei einem Windchill von -50 Celsius saß, habe ich meine Kamera rausgestreckt und begonnen, Fotos vom Mount Assiniboine während des Sonnenuntergangs zu schießen. Um bei so eiskalten Wetterbedingungen fotografieren zu können, haben mir (und meinen Fotos) beheizte Handschuhe zig Mal das Leben gerettet. Ich heize meine Hände für das gesamte Shooting  sozusagen vor und wenn es heißt ‚Showtime‘, ziehe ich meine Hände aus meinen Topfhandschuhen und beginne sofort zu fotografieren. Um keine Schwierigkeiten mit Frost, einer beschlagenen Linse und ähnlichen wetterbedingten Problemen zu haben, musst du deine Ausrüstung an das Wetter anpassen lassen. Heiß oder kalt, wenn die Kameratemperatur zu schnell wechselt, werden Probleme auftauchen. Vor einem Shooting, lasse ich meistens über Nacht meine Ausrüstung in einer Kühlbox, um sie an die Wetterbedingungen anpassen zu lassen.“

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„Dieser Navajo sitzt auf dem Rücken seines Pferdes und wartet bis die Sonne über den Felsformationen des Momument Valleys in Utah aufgeht. Den perfekten Sonnenaufgang einzufangen, ist wirklich kein Leichtes und du musst es einfach ausprobieren. Du darfst keine Angst davor haben, direkt ins Sonnenlicht zu fotografieren - nur so bekommst du unterschiedliche Belichtungen, die dir wiederum unterschiedliche Optiken und Lichtverhältnisse liefern. Das Streulicht der Sonne kann auch eine interessante Komposition ergeben.“

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„Trotz der brausenden Wellen und einer tosenden Strömung in Chile hat es dieser Surfer geschafft, die Welle ohne einen Crash zu reiten und mir ermöglicht, diesen Moment für die Ewigkeit festzuhalten. Kurze Verschlusszeiten, eine ruhige Hand und ein Stativ sind der Schlüssel, um so ein Foto entstehen zu lassen.“

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„Die schneebedeckten Berge des Big Sur sind ein seltener Anblick, speziell wenn man in Kalifornien lebt und weißen Powder niemals so nahe von zu Hause sieht. Diese Aufnahme habe ich kurz vor Sonnenuntergang gemacht, wodurch das Licht direkt auf den Berg gefallen ist und einen einzigartigen Kontrast ermöglicht hat.“

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„Ich habe die Nordlichter schon einige Male gesehen, aber sie erstaunen mich immer wieder aufs Neue - speziell wenn die majestätisch anmutenden, schneebedeckten Berge Norwegens als ehrfurchtgebietender Hintergrund dienen. Ein Stativ ist ein Muss, um bei Nacht zu fotografieren, speziell wenn du versuchst die Sterne einzufangen. Die Belichtung muss abhängig von deiner Position verändert werden, um zu verhindern, dass Lichtverschmutzung oder sogar der Mond deine Bilder auswaschen. Als Daumenregel gilt, mit einer weit geöffneten Blende zu fotografieren, um so viel Licht, wie möglich hineinzulassen. Achte darauf, dass dein ISO-Wert nicht höher als 3200 oder 6400 ist, um Bildstörungen im Endprodukt zu verhindern. Dann kannst du entscheiden, ob du eher mit einer kurzen oder längeren Verschlusszeit fotografieren willst. Wenn du mehr Lichtspuren auf deinen Bildern haben willst, dann nimm eine höhere Verschlusszeit, aber denke an die Belichtung, um nicht überzubelichten und umgekehrt.“

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04 2015 RedBulletin.com

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