cliff of moher

8 Aussichten, die dir den Atem rauben werden 

Text: Steve Root
Bild (Oben): 
Laurie Noble

Von Berggipfeln über Vulkane bis hin zu Klippen und farbenfrohen Geysirlandschaften: Orte, die jeder erreichen kann, mit spektakulären Aussichten, die zu schön sind, um wahr zu sein. 

Es geht nichts über das Gänsehautgefühl eines Panoramaausblicks, der so schön ist, dass es dir die Sprache verschlägt. Wenn du denkst, dass die besten Aussichtswarten nur den talentiertesten Bergsteigern, wie Will Gadd oder Astronauten der Internationalen Raumstation vorbehalten sind, dann hast du dich getäuscht. Wir haben 8 Ausblicke für dich, die auch für uns „Normalsterbliche“ leicht zugänglich sind. Egal, ob dich eine Wanderung, eine Gondelfahrt oder ein Zug an die Spitze bringen wird, diese spektakulären Aussichten darfst du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Und wie Gadd selbst sagt: „Augenweiden gibt es genug auf dieser Welt.“ 

chamonix france view

© Clark Fyans

1 Aiguille du Midi, Chamonix, Frankreich

„Es gibt nur wenige Orte auf der Welt wie diesen,“ sagt Abenteurer Will Gadd, der unter anderem die gefrorenen Niagarafälle, den Gipfel des Kilimanjaros und die Felsnadeln in Neufundland erklommen hat. Wenn er das sagt, dann vertraue ihm und wage es! „Gewöhnlich dauert es ein bis zwei Tage, um in hochalpines Gelände aus Eis und Schnee einzutauchen, aber eine Seilbahn bringt dich da in ein paar Minuten rauf,“ erklärt er. „Es ist sehr selten, dass man ohne Anstrengung so weit rauf kommt und die Landschaft ist einfach unglaublich.“ Verpasse nicht die gläserne Aussichtsplattform, die mitten in der Luft hängt. So draufgängerisch es auch erscheinen mag, hineinzuklettern, fragen wir uns nur eines: wer ist der mutige Fensterputzer, der die Glasbox regelmäßig zum Glänzen bringt?

chamonix.com

angels landing

© Alex E. Proimos / Getty Images

2 Angel’s Landing, Zion-Nationalpark, Utah

Nur für Wanderfreunde: stell dein Auto ab und rein in die Wanderschuhe - 1765 Meter. Mach dich auf einen anstrengenden Aufstieg gefasst! Vor allem das letzte, etwa ein Kilometer lange Teilstück, das nur mit einem schmalen Kiesweg befestigt und nur teilweise mit einer Kette gesichert ist, hat es in sich und sollte nur von den etwas schwindelfreien Abenteurern begangen werden. Aber es lohnt sich: vom Gipfel aus, hat man einen einmaligen Blick auf einen der schönsten Nationalparks in den USA.

nps.gov/zion

cliffs of moher

© Gareth Mccormack / Getty Images

3 Cliffs of Moher, Irland

Achtung: Hier geht es weniger um das Erklimmen, sondern viel mehr um das Nicht-vom-Kurs-abkommen. Während dein Ziel immerhin beeindruckende 214 Meter über den schroffen Klippen des Atlantiks ragt, ist der Weg dorthin ein gemütlicher Spaziergang entlang der saftiggrünen Grasebenen, so idyllisch, dass es dir niemand verübeln könnte, wenn du in einen friedlichen Tagtaum verfällst und wie ein Lemming geradewegs die Klippen hinabmarschieren würdest. Das hätte allerdings fatale Folgen. Befolge daher unseren Ratschlag und nähere dich nur vorsichtig dem Abgrund! Der Ausblick wird dir aus Filmen, wie „Harry Potter und der Halbblutprinz“, „Die Braut des Prinzen“ oder „Die Kanonen von Navarone“ bekannt vorkommen, doch diesen Blick hautnah zu erleben, wird dir garantiert die Sprache verschlagen. 

cliffsofmoher.ie

Corcovado Mountain Brazil

© Mario Tama / Getty Images

4 Corcovado, Brasilien

Es ist touristisch und überfüllt, aber es lohnt sich: Der Corcovado (Portugiesisch: „der Bucklige“) ist Brasiliens höchster Berg (710 Meter), gekrönt vom Wahrzeichen Rio de Janeiros, der 38 Meter hohen Cristo Redentor-Statue (Deutsch: Christus, der Erlöser). Er kann bestiegen werden (es gibt unzählige Routen), aber die meisten entscheiden sich - trotz der ewig langen Schlange - für den elektrischen Zug. So oder so bietet der Gipfel einen überwältigenden Blick über die Stadt mit ihren Wolkenkratzern, Favelas und der Guanabara-Bucht - egal ob bei Tag oder Nacht. Und wenn der Nebel anrollt und die Inseln und Berge rundherum in einen mystischen Dunst taucht, könnte man meinen, man blickt auf das Nimmerland oder Avatar’s Pandora. 

brazil.org

mammoth mountain

© Peter Morning

5 Mammoth Mountain Ski Resort Summit, Kalifornien

Mit einer Höhe von knapp 4000 Metern bietet dieser Gipfel, dessen Erreichen keine Steigeisen, Kletterhaken oder eine ganztägige Wanderung erfordert, wahrscheinlich einen der atemberaubendsten Ausblicke in der gesamten USA. Mit der Gondel einmal oben angekommen, kannst du dich von einem 360-Grad-Ausblick über knapp 650 Meter Landschaft mit perfekten Verhältnissen überwältigen lassen. Das heißt, den Yosemite Nationalpark bestaunen, oder das großartige San Joaquin Valley, die zerklüfteten Berggipfel der Minarets, die fernen White Mountains und das Long Valley, die vor rund siebenhunderttausend Jahren entstanden sind, als ein riesiger Krater plötzlich Lava und Asche über 1500 Quadratkilometer spuckte. Es gibt ein Informationszentrum mit Guides, die all deine Fragen beantworten können - und für Skifahrer und Snowboarder winkt als Zusatzbonus eine unvergessliche Abfahrt. 

mammothmountain.com

Mauna Kea volcano Hawaii

© Rosenberg Philip / Getty Images

6 Mauna Kea Vulkan, Hawaii

Wer würde nicht gerne behaupten können, dass er schon einmal auf dem Gipfel eines massiven Vulkans gestanden ist? Und bei 4205 Höhenmetern über dem Meeresspiegel hat Hawaiis höchster Berg eine unschlagbare Aussicht über die Insel, den Pazifik, die spektakulärsten Sonnenuntergänge und, wenn du hinaufblickst, einen atemberaubenden Sternenhimmel zu bieten. Warum sonst wären am Gipfel des Mauna Kea zahlreiche internationale Sternwarten stationiert? Mit einem Allradfahrzeug zu erreichen, solltest du allerdings die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen, um einem Anflug von Höhenkrankheit zu entgehen, beherzigen.

ifa.hawaii.edu

pikes peak colorado

© Ronnie Wiggin / Getty Images

7 Pikes Peak, Colorado

Seine wahre Höhe wurde so oft hinterfragt, so lange ihn Menschen schon erklimmen. Der Entdecker Zebulon Montgomery Pike, dem der Berg seinen Namen zu verdanken hat, schätzte ihn auf großzügige 5,500 Meter und deklarierte ihn als unbezwingbar. Zahlreiche Messungen, Ergänzungen und Rückrechnungen später weiß man, dass er etwa zwischen 4300 und 4314 Meter hoch ist. Eines ist sicher: der unglaubliche Ausblick auf die bernsteinfarbenen Kornfelderwellen und die Majestät der purpurnen Berge über der fruchtbaren Ebene, haben schon Katherine Lee Bates zu „America the Beautiful“ inspiriert. Die Chancen stehen also ziemlich gut, dass es dich auch umwerfen wird. Pikes Peak kann entweder mit dem Auto oder einer Zahnradbahn, die von Zalman Simmons, Inhaber der Simmons Mattress Company (Deutsch: Simmons Matratzen Firma) gebaut wurde, bezwungen werden. Dementsprechend kann das nur ein entspannter Aufstieg werden, oder?

pikes-peak.com

grand prismatic springs

© Chris Burkard

Grand Prismatic Spring, Yellowstone Nationalpark, Wyoming

Überspringe das Touristengedränge am Fuße des Berges, fahre hinauf und wandere anschließend die knapp 5 Kilometer entlang der Fairy Falls für den besten Panoramaausblick! Die intensiven Farben sind das Resultat von Wasserbakterien, die sich je nach Jahreszeit verändern und im Sommer eher zu Orange- und Rottönen neigen, während sie das Wasser im Winter dunkelgrün färben. Egal welches Farbenspiel du zu Gesicht bekommen wirst, es ist eines dieser fast unglaubwürdigen Kunststücke der Natur inmitten einer atemberaubenden Aussicht. 

yellowstonepark.com

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08 2015 RedBulletin.com

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