Arena Wien

Arena - Die Wiege der Wiener Subkultur

Fotos: Arena, Niko Ostermann

400 Konzerte und 200.000 ­Besucher pro Jahr: Die Arena ist das dienstälteste und größte ­Kulturzentrum des Landes.

Die Arena ist die Wiege der Wiener ­Sub­kultur: 1976 wurde der ehemalige Schlachthof im Stadtteil Erdberg (1030 Wien) von Hippies und Aktivisten besetzt. Aus Protest, weil es damals keine Kultur­räume für Jugendliche gab. Mehr als 200.000 Menschen besuchten das Gelände während der dreimonatigen Besetzung. ­

Darunter auch Stars wie Leonard Cohen, der die Arena damals als besten Ort der Welt bezeichnet haben soll. Der Aufstand fruchtete: Seit fast 38 Jahren ist die Arena nun das größte Kulturzentrum des Landes. Mit drei Konzerthallen und einem Open-Air-Gelände, das im Sommer für Klein­festivals und Kinonächte genutzt wird. Mit 400 Konzerten und Partys zwischen Punk und Elektronik – und 200.000 Besuchern pro Jahr.

Arena
Baumgasse 80
1030 Wien

Insider-Info

Wolfram Eckert, 32, ist Elektronikmusiker, DJ und Partyveranstalter und lebt in Wien.

Wolfram Eckert

Wiens besten Nachtsnack gibt’s …

… beim Bitzinger, dem Würstelstand bei der Albertina: schöne Edelstahl­fassade, ­super Käsekrainer. 

Der beste Ort fürs erste Date ist …

… der Friedhof der Namenlosen. Dort flirteten schon Ethan Hawke und Julie Delpy im Film „Before Sunrise“.

Die besten Cocktails der Stadt gibt’s …

… in Roberto Pavlovics ­American Bar am Bauernmarkt. Ich mag ihren Publikumsmix: Künstler-Lumpen­proletariat trifft Schickeria.

www.wolfram.fm

Global Dance

Underground-Sound: 3 heiße Clubmusik-Richtungen

GQOM

Der House-Stil aus den Townships von Durban: düster-hypnotische Ritualmusik mit reduzierten Elektronik-Beats. Anspieltipp: die DJ-Mixes von Jumping Back Slash.

Batida

In Lissabon mixen DJs wie Marfox Musikstile aus Portugals eins­tigen Kolonien mit harten Beats. Das Resultat: rasante House-Musik, die einen sogar im ­Sitzen zum Schwitzen bringt.

Jersey Club

DJ Sliink und seine Crew in New Jersey produzieren hyperaktive Tanzmusik aus Klingeltönen, zerhackten R & B-Gesangs­fetzen und dickem Bass. Hoher Nerv-Faktor, aber ab­solut ansteckend.

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12 2014 THE RED BULLETIN

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