Die verrücktesten Kaffee-Rezepte

So verrückt hast du deinen Kaffee noch nie getrunken

Foto: Facebook/Espresso Martini Club

Cappuccino oder Latte Macchiato = Langweiliger Mainstream. Zum Glück gibt es exotische Alternativen, die deinem Verlangen nach Kaffee zum Revival verhelfen.

Um den Kaffeejunkie des 21. Jahrhunderts zu beeindrucken, braucht es schon mehr als etwas Espresso und aufgeschäumte Milch. Zum Glück kreieren Baristas aus aller Welt ständig neue Kompositionen, die du so wahrscheinlich noch nie gesehen hast.
 

Wir präsentieren dir sechs der ungewöhnlichsten Kaffeetrends:

  1. Pilzkaffee
  2. Blue Algae Latte
  3. Espresso Martini
  4. Cascara
  5. Dekonstruierter Kaffee
  6. Espresso Tonic
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Pilzkaffee

Besonderheit: Wer auf seine tägliche Dosis Kaffee nicht verzichten kann, hat manchmal auch mit unliebsamen Begleiterscheinungen wie Nervosität zu kämpfen. Grund genug für das US-Unternehmen „Four Sigmatic”, eine Alternative zu kreieren: Pilzkaffee. Der soll nicht nur frei von Nebenwirkungen sein, sondern auch Gehirnleistung und Produktivität steigern können. Zur Herstellung des „Superfoods“ werden verschiedene Pilzarten verflüssigt und getrocknet. Das aus dem Verfahren entstehende Extrakt wird anschließend mit regulärem Kaffee gemischt. Der milde Geschmack soll an einen Mix aus Kaffee und Tee erinnern. Kaufen kannst du das pilzhaltige Pulver von „Four Sigmatic“ unter anderem auf amazon.de.

Herkunft: Finnland (Hersteller: „Four Sigmatic“)

Blue Algae Latte

Besonderheit: Saure Milch mit herbem Nachgeschmack: So beschreibt das Personal der „Matcha Mylkbar“ in Melbourne den Blue Algae Latte. Klingt nicht gerade nach einer gelungenen Geschmacksexplosion. Nichtsdestotrotz spricht einiges für das Getränk, das aus Cyanobakterien (früher Blaualge genannt), Ingwer, Kokosmilch und Zitrone besteht. Den beigemischten Bakterien der Gattung Spirulina werden diverse gesundheitliche Vorteile nachgesagt: Sie sollen angeblich Haarausfall entgegenwirken können, die Gehirnleistung erhöhen und das Immunsystem stärken.

Herkunft: Melbourne, Australien (Café: „Matcha Mylkbar“)

Espresso Martini

Besonderheit: Hätte James Bond von dieser wohlschmeckenden Variante gewusst, hätte er seinen geschüttelten Martini vielleicht nie wieder angerührt. Einen Espresso Martini kannst du beispielsweise aus 50 Millilitern Wodka, 10 Millilitern Kaffeelikör, etwas Creme de Cacao und zwei Espressi zubereiten. Ein paar Kaffeebohnen runden das Gesamtbild ab. Der milde und cremige Geschmack gepaart mit einer Ladung Koffein bereitet dich optimal auf eine wilde Partynacht vor. 

Herkunft: Vermutlich London, Vereinigtes Königreich

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Cascara

Besonderheit: Bei der Zubereitung von Cascara werden die Schalen der Kaffeebohne samt Fruchtfleisch – ähnlich wie bei Tee – mit heißem Wasser aufgebrüht. Daher wird das Getränk auch als koffeinhaltiger Tee bezeichnet. Da die Schale einen deutlich höheren Koffeinanteil als die Kaffeebohne aufweist, eignet sich Cascara hervorragend als Wachmacher. Ein Glas kann sechs- bis achtmal so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee enthalten. Mit Soda, Zitrone oder Eiswürfeln kombiniert, ist Cascara auch ein erfrischender Genuss an heißen Sommertagen. Je nach Kaffeesorte geben die Schalen einen Geschmack ab, der an Orange oder Honig erinnert und umso intensiver wird, je länger das Getränk zieht. 

Herkunft: Jemen

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Dekonstruierter Kaffee

Besonderheit: Kaffee und Milch kannst du in nahezu allen Mischverhältnissen bestellen. Wie lassen sich Kaffeeliebhaber dieser Welt also noch überraschen? Beispielsweise, indem man die Verantwortung für die optimale Zusammensetzung an den Kunden abgibt! So funktioniert zumindest der sogenannte Dekonstruierte Kaffee: In „The Kitchen at Weylandts“ in Melbourne darfst du deinen in Espresso, heißes Wasser und Milch zerlegten Kaffee nach eigenem Belieben mischen. Chemieunterricht oder Hipsterstreich? Der genaue Grund ist nicht ersichtlich. In den sozialen Medien ist diese Art des Kaffeeservierens jedoch eine echte Sensation.

Herkunft: Melbourne, Australien (Restaurant/Café: „The Kitchen at Weylandts“)

Sorry Melbourne but no. No no no no no ...

Sorry Melbourne but no. No no no no no. Hipsterism has gone too far when your coffee comes deconstructed. I just waited almost 20 minutes for an actual cup before realising it would not be forthcoming. I wanted a coffee. Not a science experiment. I prefer to drink my beverages out of crockery and not beakers.

Espresso Tonic

Besonderheit: Noch eine Kaffeespezialität für heiße Tage: Statt mit Gin kannst du dein Tonicwater auch mit Espresso kombinieren. Der hieraus entstehende „Espresso Tonic“ vereint den herben Geschmack des Espressos mit der Bitterkeit des Tonicwaters zu einem zitrusartigen Erfrischungsgetränk. Das Rezept ist denkbar einfach: Fülle das Glas zu einem Drittel mit Espresso. Der restliche Platz ist Tonicwater und Eiswürfeln vergönnt.

Herkunft: vermutlich San Francisco, Vereinigte Staaten (Café: „Saint Frank Coffee“)

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02 2017 The Red Bulletin

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