Johammer J1

Die Welt von morgen #1

Start-ups und Innovationen: 
Ein Blick auf die spannendsten neuen Technologien und wie sie unser Leben verändern.

MICRO DRONE 3.0

Micro Drone 3.0


Was ?
Eine handflächenkleine Kameradrohne.

Warum ?
Weil wir uns ein Leben ohne Gruppen-Selfie im Pub nicht mehr vorstellen wollen.

Wann erhältlich ? 
November.

Robust, wendig und mit anpass­barem Design (z. B. „grimmiger Drache“ oder „Terror-Wespe“) streamt die Micro Drone 3.0 HD-Bilder und Videos auf das Smartphone oder VR-Headset. Könnte in nächster Zeit für Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgen.

MOTI

Moti


Was ?
Ein freundlicher und überzeugender Motivator. 

Warum ? 
Weil du damit deine Ziele besser erreichst.

Wann erhältlich ? ­
Angeblich schon recht bald.

Moti ist ein elektronischer Begleiter im Alltag, der fröhlich vibriert und leuchtet, wenn du eine Aufgabe erledigt oder etwas sinnvolles Neues gelernt hast. Aber Moti kann auch anders: zum Beispiel betrübt schauen und surren, wenn du vom rechten Pfad abkommst.

LUUV

Luuv


Was ?
Ein auffallend hübsches Schwebestativ.

Warum ? 
Weil endlich Schluss sein soll mit verwackelten Bildern. 

Wann erhältlich ? 
Jetzt.

Wenn deine YouTube-Videos ver­wackelter aussehen als die „Jason Bourne“-Actionszenen, ist diese ­innovative Stedicam etwas für dich. LUUV ist ein smartes Kamerastativ, schnell montiert, mit 3-Achs-Stabilisierung und Gegengewichten. Dank Up & Down-Modus machst du sogar nur wenige Zentimeter über dem ­Boden wackelfreie Aufnahmen. 

FEETZ

Feetz


Was ?
Maßgeschneiderte Schuhe aus der App.

Warum ? 
Schuhe einlaufen ist so 2015.

Wann erhältlich ? 
Steht noch in den Sternen. Aber Beta-Tester können sich bewerben.

Das US-Start-up weiß, wo uns der Schuh drückt: Drei Fotos jedes ­Fußes an Feetz senden, anschließend via App Design und Anpassungen durch­geben. Der digitale Schuster macht daraus einzigartige Schuhe aus dem 3D-­Drucker und bringt sie bis vor die Tür.

DUFL

Dufl


Was ?
Eine Art externer Kleiderschrank. 

Warum ?
Weil Reisen ohne Gepäckschlepperei eindeutig mehr Spaß macht als mit. 

Wann erhältlich ?
Jetzt schon in den USA, bald international.

Du stellt deine Garderobe für unterwegs zusammen, steckst sie in den Koffer und schickst sie an DUFL. Vor einem Trip suchst du via App aus, was du davon wann wo benötigst. DUFL übernimmt den Transport zum Zielort und holt die Klamotten bei deiner Abreise wieder ab, wäscht und bügelt sie und wartet auf den nächsten Termin. 

Eine „virtuelle“ Gardarobe die dir erlaubt, nur mit leichten Gepäck zu reisen

JOHAMMER J1

Johammer J1

Was ? 
Ein elektrisches Motorrad, das das Leben schöner macht. 

Warum ? 
Weil es höchste Zeit war, dass E-Bikes Style kriegen. 

Wann erhältlich ? 
Jetzt.

Der Saft für dieses in Österreich entwickelte und produzierte Bike kommt aus einem leichten Lithium-Ionen-Akku, zwei Modelle stehen zur Auswahl: das J1.150 und das J1.200. Zweiteres ist das Spitzenmodell, wiegt gerade mal 178 Kilo und schafft 200 Kilometer, bis es wieder an die Steckdose muss. 22 PS und 120 km/h Top-Speed ­flüstern: Elektrisch kann auch sexy. 

RELATIVITY

Relativity


Was ?
Eine Art Teebeutel für Craft-Bier. 

Warum ?
Weil man nie genug Kreati­vität in den Geschmack unseres Biers investieren kann. 

Wann erhältlich ? 
Jetzt.

Die Alternative zum teuren Craft-Bier: Hop Theory, ein Start-up aus Baltimore, hat mit Relativity ein Säckchen erfunden, das jedes mittelprächtige Gesöff binnen angeblich nur vier Minuten in ein qualitativ hoch­wertiges Braukunstwerk verwandelt. 

SEALEAF

Sealeaf


Was ?
Ein schwimmendes Gehäuse, in dem Pflanzen im Wasser statt in der Erde wachsen. 

Warum ?
Um Nahrungsimporte zu reduzieren.

Wann erhältlich ? 
2016.

Viele küstennahe Megastädte – etwa Singapur – müssen bis zu 90 Prozent der benötigten Nahrung importieren. Weil einfach nicht genug Land vor­handen ist, um selbst was anzubauen. Das britische Wissenschaftsteam SEALEAF hat nun eine Lösung für dieses Problem: hydroponische Gehäuse, die auf dem Meer schwimmen und Sonne und Regen ihren Job machen lassen. So eröffnet sich bisher ungenutzter Raum – zu günstigen Preisen –, auf dem regionale Farmer leistbare, frische Nahrungsmittel anbauen können.

Kurz-Interview mit Innovator Jürgen Furian

Der Österreicher ist Mitgründer des Pioneers Festival, einer jährlichen Konferenz in Wien, auf der die Ideen von morgen gefeiert werden, oder anders gesagt: eines Start-ups für Start-ups.

 

Juergen Furian

Jürgen Furian, Mitbegründer des Pioneers Festival

© Kurt Prinz


THE RED BULLETIN: 
Unglaubliche 1600 Start-ups aus 96 Ländern ­haben sich 2015 für das Pioneers Festival beworben. Wie wählt ihr aus, wer sich präsen­tieren darf?
Jürgen Furian: 
Es müssen Ideen behandelt werden, die ­innerhalb der nächsten fünf Jahre einflussreich sein werden. Beim Pioneers Festival geht es einzig und allein um die Zukunft. Wir haben eine breite Palette an Themen: Luft- und Raumfahrt, Biotechnologie, Energie, Roboter. Das schätzt die Industrie an uns. 

Welche Branche hat gerade die aufregendsten Start-ups? 
Biotechnologie. In dieser Branche gibt es kleine Start-ups, die unglaub­liche Dinge mit wenig Geld leisten. Riesen-Pharmaunternehmen haben Milliarden in die Forschung investiert, um in zehn Jahren ein Medikament zu produzieren. Jetzt sind es kleine Start-ups, die gute Ideen zur Reife bringen.

Ein Beispiel?
Hampton Creek aus San Francisco. Sie stellen Eier aus den Proteinen von Bohnen her. Keine Hühner, keine Lege­batterien. Kürzlich traf ich sie zum Frühstück, ihre Spiegeleier sind großartig. 
Start-up-Gründer sind professionelle Ideen­verkäufer, und du kennst viele von ihnen.

Kannst du uns einen Tipp geben, wie man mehr Geld von seinem Boss bekommt?
Wenn du eine Minute Zeit bekommst, bereite dich für diese Minute vor. Argumentiere aus der Sicht deines Chefs. Und am wichtigsten: Vergiss nicht, Leidenschaft zu zeigen!

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09 2015 The Red Bulletin

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