Handiii

Die Welt von morgen #2

Start-ups und Innovationen: 
Ein Blick auf die spannendsten neuen Technologien und wie sie unser Leben verändern.

OMNI PRESENT

Omni Present


Was? 
Ein Geschenk an Schenker. 

Warum? 
Nun ja, äh … 

Wann erhältlich? 
Noch offen.

Wenn der Beschenkte das Geschenk öffnet, wird via lichtempfindlichem Sender dem Schenkenden die Reaktion übermittelt.

 

TRAGO

Trago


Was?
Eine clevere ­Wasserflasche. 

Warum? 
Weil wir mehr trinken sollen. 

Wann erhältlich?
Vorbestellung möglich.

Zwei Brüdern aus Texas verdanken wir diese Wasserflasche, die weiß, wie viel wir trinken sollen. Trago verbindet sich via Bluetooth mit dem Smartphone, misst und speichert die Menge des getrunkenen Wassers und vergleicht sie mit dem berechneten Tagesbedarf unter ­Berücksichtigung von Faktoren wie Schlaf, Wetter und körperlicher Aktivität (mit Fitnesstrackern kommuniziert sie auch). Trago weiß außerdem, wie viel du vor einem Fußballmatch oder einem Marathon trinken musst. 

ORBITAL INSIGHT

Orbital Insight

Mariba-Wald, Uganda : 27. November 2001 (links), 25 Jänner 2006 (rechts).


Was? 
Eine Innovation, die die Abholzung von Wäldern dokumentiert. 

Warum? 
Weil man nur etwas stoppen kann, wovon man weiß. 

Wann erhältlich? 
Jetzt.

Das kalifornische Start-up Orbital Insight hat gemeinsam mit Global Forest Watch ein System entworfen, das verdächtige Veränderungen in Wald­gebieten bemerkt und markiert, etwa neue Straßen. Detailliertere Satellitenbilder und größere Datenmengen helfen dem intelligenten System, verdäch­tige Muster besser zu erkennen und somit illegales Abholzen zu verhindern.

HANDIII 

Handiii


Was? 
Ein bionischer Arm, gesteuert per Muskelsignale und Smart­phone.

Warum? 
Weil jeder eine Armprothese bekommen soll, der eine nötig hat. Unabhängig davon, wie viel Kohle er hat. 

Wann erhältlich? 
Steht noch nicht fest.

Das hier ist kein Requisit aus einem Sci-Fi-Film – 3D-Druck lässt bionische Gliedmaßen real werden. Die japanische Firma Exiii hat den smarten Arm entwickelt, der mittels Sensoren elektrische Signale der Muskelbewegung des Nutzers erfasst und sie via Smartphone-App übersetzt. Außerdem soll der Handiii wesentlich weniger kosten als eine konventionelle Armprothese.

WAKÉ

Waké


Was?
Ein schlauer ­Wecker. 

Warum? 
Weil wir nur geweckt werden wollen, wenn’s nötig ist. 

Wann erhältlich? 
Jetzt vorbestellen.

Dieser Wecker holt dich behutsam in den Tag – mit Lichtstrahlen und sanften Geräuschen, die heller und lauter werden. Die Bedienung erfolgt via Smartphone-App, Wakés Wärmesensor stellt die exakte Schlafposition fest, die parametrischen Lautsprecher richten das Weckgeräusch auf ­einen engen Bereich – und lassen die bessere Hälfte in Ruhe ruhen. 

 

Ein intelligenter Wecker, der nur dich und nicht deinen Partner aufweckt

IKAWA HOME ROASTER

Ikawa


Was? 
Ein digitaler Mini-Röster. 

­Warum? 
Weil auch daheim jede Tasse Kaffee erstklassig sein sollte. 

Wann erhältlich? 
Februar 2016.

Baristas träumen von diesem digitalen Mini-Röster: App downloaden, Rezept ans Gerät senden und einen Schwung ­„grüner“ IKAWA-Bohnen frisch rösten. Gut: Zehn Prozent der Verkaufserlöse der Bohnen gehen direkt an die Bauern. 

HEXO+

Hexo+


Was? 
Eine autonome Kameradrohne. 

Warum? 
Weil ein schlauer Kameramann an Bord jede Drohne besser macht. 

Wann erhältlich? 
Noch dieses Jahr.

Hexo+ ist der geniale Einfall des französischen Pro-Boarders und Filmemachers Xavier de Le Rue und seines Tech-Teams Squadrone System: Es macht den Menschen bei der Kontrolle von Drohnen-Aufnahmen überflüssig. Einfach eine der Voreinstellungen (Nahaufnahme, Panorama oder Kreisflug) der Hexo+-App wählen, und die Drohne orientiert sich am GPS-Signal des Smartphones und sorgt dafür, dass der Träger im Bild bleibt.

LIFE PAINT

Life Paint


Was? 
Reflektierende Farbe, die Radfahrer sichtbarer macht. 

Warum? 
Weil man sichtbar bessere Chancen hat, heil heimzukommen. 

Wann erhältlich? 
Jetzt.

„Die beste Art, einen Unfall zu überleben, ist, keinen Unfall zu bauen“, lautet der Werbeslogan für Volvos jüngste Innovation. Dagegen lässt sich schwer etwas sagen. Life Paint, ein Spray, der Radler für Autofahrer besser sichtbar macht. Die Farbe enthält reflektierende Partikel, die tagsüber unsichtbar bleiben, bei Scheinwerferlicht aber zum Vorschein kommen. Sie hält eine gute Woche, kann auf Räder, Kleidung, Helme oder Taschen gesprayt und jederzeit wieder abgewaschen werden.

Er macht Zukunft: Vishal Sharma  

Der ehemalige Google-Vize schuf mit Google Now einen der komplexesten virtuellen Assistenten der Welt. Derzeit arbeitet ­Sharma an einem geheimen Start-up.

Vishal Sharma

Vishal Sharma, Erfinder von Google Now

© Weinberg-Clark Photography


THE RED BULLETIN: ­Sogar der fortschrittlichste virtuelle Assistent kann nicht annähernd wie ein Mensch kommunizieren. Warum?
VISHAL SHARMA: Ein virtueller Assistent hat nur zwei Möglichkeiten, wenn er etwas nicht versteht: Entweder macht er einen Witz daraus und lenkt ab, oder er sagt: „Ich verstehe nicht, was du gerade gesagt hast.“

Das Kern des Problems ist wohl die Sprach­erkennung? 
Die menschliche Sprache kennt Millionen von Ausdrücken und Emo­tionen. Virtuelle Assistenten versuchen die Eingabe herunterzu­brechen und eine Übereinstimmung zu finden. Manche sagen, Spracherkennung ist eine Technologie, die immer fünf Jahre entfernt sein wird. Aber so pessimistisch bin ich nicht. 

Wie lernen Maschinen?
Es gibt zwei Modelle. Nehmen wir an, man möchte einem Roboter beibringen, sich zu bewegen: Man könnte einen Bewegungsapparat im Roboter einbauen und Algorithmen schreiben, die eine Nutzung vorgeben. Es gibt aber auch selbstlernende Roboter: Der Roboter erhält Fähigkeiten, aber er weiß nicht, welche es sind. Er bekommt ein Körperglied mit drei Achsen und die Auf­gabe, einen Ball näher ans Tor zu bringen. Der Roboter muss selbst draufkommen, wie er die Aufgabe löst.

Welche Technologie hat Sie zuletzt begeistert?
Das passiert ständig. Wenn ich mich verspäte und mein Smartphone mich vor einem Stau warnt, bestimmt es ­gewissermaßen meine Zukunft. Das ist doch verblüffend. 

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09 2015 The Red Bulletin

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