Offroad-Abenteuer

Hier geht’s zum dreckigsten Offroad-Abenteuer Asiens

Foto: Neil petersen

Wer auf zwei Rädern wirklich Nichtalltägliches erleben will, muss runter von der Straße und rein in den Dschungel, zu einem abenteuerlichen Ritt durch das Herz der kambodschanischen Wildnis.

„Die Leute sagen, bei Road-Trips mit dem Auto oder Motorrad siehst du viel vom Land. Ich sage: Auf ­einem Dirt-Bike riechst du es auch, fühlst es, spürst den Wind in deinem Gesicht.  Offroad-Trips sind perfekte Entdeckungsreisen“, sagt Nick Capsey, Gründer von Offroad-Spezialist The Big Adventure Company. „Du stehst auf den Fußrasten, über den Lenker gebeugt, frisst den Staub. Herrlich!“

Eine Dirt-Bike-Abenteuerreise ist die Steigerung zum herkömmlichen Motorradurlaub. Sie vereint das Kultur-Erlebnis einer Tour mit dem High-Speed-Spaß matschtriefenden Offroad-Bikens. Das heißt nicht, dass permanent Vollgas angesagt ist. Sich abseits ausgetretener Touristenpfade zu bewegen bringt einiges an natürlichen Hindernissen mit sich. Und die lassen sich nicht immer nur mit einem Dreh am Gasgriff überwinden.

„Wir können rund 1250 Kilometer bei einem Trip schaffen, aber wenn tiefer Schlamm, Sand und Flüsse überwunden werden müssen, kann es auch mal zäher vorangehen“, sagt Capsey.

Travel

Sightseeing im Biker-Style.

© Neil petersen

„Kürzlich standen wir bei einem Trip vor einem Fluss – der Monsun hatte mehrere Brücken weggeschwemmt.

Wir waren auf die Hilfe von fünf einheimischen Kindern angewiesen, die ein gesunkenes Kanu aus dem Wasser fischten, die Löcher wieder dicht machten und uns selbst sowie unsere acht Bikes über den Fluss transportierten.“

Und auch wenn auf Motor- statt Pedalkraft gesetzt wird: Wir reden hier von Ausdauersport. „Wie gefährlich es ist, hängt dabei auch davon ab, wie sehr man die Leute bei den extremen Wetterbedingungen pusht“, sagt Capsey.

„Im Dschungel unterwegs zu sein klingt erst mal romantisch. Aber wer bei extremer tropischer Hitze ein paar Extrakilos mit sich rumschleppt, hat ordentlich zu tun. Und Biken in diesen Bedingungen verlangt vollste Konzentration. Es fühlt sich an wie in extremen Höhen.“

Travel

„We cross the bridge when we get there.“ Sagt man ja so.

© Iain crockart

Insider-Tipp

„Vor dem Trip so viel Zeit wie möglich am Bike verbringen“, rät Nick Capsey. „Erfahrung sammeln, wie es sich auf unbefestigtem Untergrund verhält. Dann kommt man unter extremen Bedingungen ­damit klar.“

Kam­bodscha: Mehr entdecken

Klicken zum Weiterlesen
03 2016 The Red Bulletin

Nächste Story