Wüste Namibia

Sonne extrem: Die heißesten Orte der Welt

Bild: Pixabay

Die Sonne knallt endlos, Erfrischung nicht in Sicht – an diesen Spots ist es so heiß wie nirgends sonst auf der Welt. Wir wissen, warum ein Ausflug dorthin dennoch ein Muss ist.

Die heißesten Orte der Erde: Klingt spannend. Aber auch so, dass kaum jemand die Rekordwerte vor Ort tatsächlich erleben möchte. Wer will sich schon freiwillig grillen lassen? Eine vernünftige, wenn auch vorschnelle Überlegung. Einige der glühendsten Spots dieses Planeten bieten neben dem extremen Klima außergewöhnliche Highlights. Auch wenn in den meisten Fällen ein Kurzbesuch reichen dürfte.

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​Dallol, Äthiopien​

Das Städtchen gelegen in der Afar Senke Äthiopiens hält den Rekord der höchsten Durchschnittstemperatur, die jemals aufgezeichnet worden ist. Von 1960 bis 1966 herrschten in Dallol durchschnittlich 34,4 Grad Celsius. Regelmäßig stiegen die Temperaturen auf 37,7 Grad.

Auch wenn die einstige Minenstadt Dallol heute eine Geisterstadt ist, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Grund sind die faszinierenden, hydrothermalen Lagerstätten, die sich hier gebildet haben. Die Mineralablagerungen entstehen durch Abkühlung wässriger Lösungen auf ihrem Weg an die Erdoberfläche. Dort oben formen sich mineralische Gebilde, deren Look seinesgleichen sucht. Heißt: Endlich mal ein Selfie, das die Aufregung lohnt. 

Äthiopien

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Timbuktu, Mali​

Timbuktu war einst ein Knotenpunkt der großen Handelsrouten durch die Sahara. Zudem galt der Ort als eines der wichtigsten Zentren, von denen aus der Islam in Afrika verbreitet wurde. Noch heute bleiben die Bewohner trotz der Hitze: Über 54 Grad wurden hier bereits gemessen. 

Wer sich für alte Kultur interessiert, der sollte die Strapaze dennoch auf sich nehmen. In Timbuktu befindet sich eine der größten Sammlungen altertümlicher Schriften. Aber: Interessierte sollten sich mit einem Besuch nicht zu viel Zeit lassen. Timbuktu wird langsam aber sicher von der Wüste aufgefressen.

Upyernoz

© upyernoz/Flickr

Kebili, Tunesien​

Mitten in Tunesien findet sich diese Wüstenoase. Lustigerweise kommen die Menschen hierher, um der nordafrikanischen Hitze zu entfliehen. Tatsächlich gibt es ein paar Palmen, die Schatten spenden, und etwas Wasser. Aber: Die Temperaturen können brutal werden. Über 55 Grad wurden in Kebili bereits erreicht. 

Trotz allem: Das Örtchen bietet eine malerische Atmosphäre, die von der Geschichte der Menschheit erzählt. Hier haben Einwohner gelebt, seitdem der moderne Mensch über die Erde wandelt. Einiges deutet darauf hin, dass Kebili vor rund 200.000 Jahren gegründet wurde.

© Dennis Jarvis/Flickr 

Rub’ al Khali, Arabische Halbinsel​

Als größte durchgängige Wüste der Welt bedeckt  Rub‘ Al Khali etwa ein Drittel der Arabischen Halbinsel.  Natürlich wird es hier trocken – und heiß. Die Aufzeichnungen weisen Temperaturen von über 56 Grad nach. 

Dennoch bleibt ein Grund, hierher zu kommen. Zumindest für die, die als Rekordjäger unterwegs sind. Bis zum Februar 2013 hat kein Mensch der Welt ohne Unterstützung und zu Fuß diese Wüste durchquert. Dann war es ein südafrikanisches Team, dem dieses Kunststück gelang. Auf in die Hitzehölle – Zweiter sein ist in diesem Fall auch nicht schlecht.

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Death Valley, USA

In der Mojave-Wüste von Kalifornien findet sich das vielzitierte Death Valley, die tiefste, trockenste und heißeste Region Nordamerikas. Hier wurde ein Weltrekord erreicht: 56,6 Grad Celsius – nirgendwo auf der Welt wurde je direkt eine höhere Temperatur gemessen. 

Dennoch sollten insbesondere Tierliebhaber durchaus mal vorbeischauen. In der Nacht sind Luchse, Füchse und allerhand Nagetiere unterwegs, in den höheren Regionen finden sich Dickhornschafe. Auch die wilden Blumen sind nicht zu verachten, die nach Regenfällen sprießen. Hinzu kommen die beeindruckenden Felsformationen und überhaupt ein Ruf wie Donnerhall aus zig Western und Abenteuerfilmen.

Death Valley USA

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Flammende Berge, China

Die Flammenden Berge finden sich im Tian-Shan-Hochgebirge in Xinjiang im Nordwesten Chinas, die roten Sandsteinhügel liegen am nördlichen Rand der Taklaman-Wüste. Hier gibt es zwar keine Wetterstationen, dennoch gelang es, indirekt Rekordwerte einzufangen. Ein Satellit der NASA verzeichnete an der Oberfläche der Felsen eine Temperatur von irrwitzigen 66,6 Grad Celsius.     

Warum Sie dennoch in diesen Glutofen müssen? Die Flammenden Berge heißen so, weil im roten Sandstein Rinnen durch Erosion entstanden sind, die eine Flamme darstellen. Kein Fotomotiv für Anfänger, so viel ist sicher. Aber wer braucht es schon einfach?

© Allen Grey/Flickr

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07 2016 The Red Bulletin

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