Abtauchen: Unter der Halbinsel Yucatán versteckt sich eine faszinierende Welt.

Höhlentauchen

Bilder: Getty Images, Jeff Lindsay, Fotolia(2)

Garantiert tiefe Eindrücke hinterlässt der Ausflug in die Höhlensysteme der Riviera Maya auf Yucatán in Mexiko.

Kalt, dunkel, gefährlich: Wer unfreundlichere Plätze als Unterwasserhöhlen finden möchte, hat gut zu tun. Dennoch (oder deshalb) sind nur wenige Plätze faszinierender zu erforschen.

Professionelle Höhlentaucherin

„Höhlentauchen verbraucht enorm viel ­Energie, weil Körper und Geist gleicher­maßen gefordert sind“, sagt Natalie Gibb. 

© Dean Sanderson


Ein in seiner Unwirtlichkeit besonders großartiges Exemplar liegt in – oder besser: unter – dem küstennahen Dschungel von Mexikos Halbinsel Yucatán: die unterirdischen Wasserstraßen der Riviera Maya, mit dem 250 Kilometer umfassenden Sistema Ox Bel Ha, einem der längsten unter­irdischen Fluss-Systeme der Welt.

„Beim Höhlen­tauchen weißt du: Du bist an einem Ort, an dem kaum jemand vor dir gewesen ist“, sagt Natalie Gibb, Ausbildnerin bei Diablo Divers, einer Tauchschule an der Riviera Maya.  „Das ist die große Faszination, aber auch ein Teil der Gefahr.“

 

Höhlentauchen

Die Höhlen reichen bis zu 40 Meter tief unter die Erde.

Risiken bleiben selbst mit einem erfahrenen Begleiter: Hypothermie (Unterkühlung des Körpers), die Gefahr, seinen Tauchpartner zu verlieren, Ausfall des Tauchgeräts oder der Unterwasserlampe. „Es ist ein Extremsport mit entsprechenden Risiken“, sagt Gibb. „Aber wer gut trainiert ist und das Tauch-Protokoll einhält, sollte sie ganz gut im Griff haben.“ Für den Briten Jeremy Bruns, einen von Gibbs Tauchschülern, lässt sich Höhlentauchen „mit gewöhnlichem Tauchen überhaupt nicht vergleichen. Es ist neu, mitreißend, Glücksgefühl pur. Du erlebst dich in dieser seltsamen und unwirklichen Umgebung neu. Du hast das Gefühl, wirklich am Leben zu sein.“

­„Besonders wichtig: vor dem Tauchgang ordentlich frühstücken.“
Natalie Gibb

Insider-Tipp: Eine Frage des Willens

„Höhlentauchen ist zu 90 Prozent eine Sache des Kopfes“, sagt Instruktorin Natalie Gibb. „Gefährlich wird es nur dann, wenn man die Konzentration verliert. Am wich­tigsten ist ordentliche Vorbereitung, noch mal die Route im Kopf durchgehen, noch mal das Equipment checken. Wer sich nicht wohlfühlt, bricht den Tauchgang am ­besten ab – oder beginnt ihn erst gar nicht.“

                                                        ¡WE LOVE MAYA! 

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03 2015 The red bulletin

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