Headspin

Wie du den perfekten Headspin machst

Illustration: Mark Thomas

B-Boy Benny Kimotos Markenzeichen ist der Headspin - in fünf simplen Schritten erklärt er, wie du den perfekten Headspin machst

Niemand beherrscht Headspins besser als Benny Kimoto, Mitglied der Berliner Breakdance-Superstars Flying Steps, man kann sich also kaum einen besseren Lehrmeister vorstellen. Wie er ihn selbst gelernt hat? „Mit vierzehn habe ich im Jugendhaus ein paar Breakdancer gesehen … die beeindruckten mich sehr. Vor allem der Headspin faszinierte mich. Ab dem nächsten Tag trainierte ich jede freie Minute, bis zu vier Stunden täglich“, sagt der heute 35-Jährige.

„Internet-Anleitungen oder Trainer gab’s noch nicht. Mein Trainingsvideo war der Film ‚Beat Street‘, zehn Jahre zuvor auf VHS-Kassette erschienen. Unzählige Male bin ich auf den Boden geknallt, aber nach zwei, drei Monaten gelangen mir die ersten sauberen Headspins.“

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1. Spannung

„Den ganzen Körper gut aufwärmen, ungefähr dreißig Minuten, du solltest schwitzen. Nacken, Schultern, Beine und Rücken gut dehnen. Ein paar Liegestütze und Sit-ups für die Körperspannung. Auf YouTube gibt es Anleitungen für gute Yoga- und Stretching-Übungen.“

2. Hals über Kopf

„Kopfstand lernen! Zur Erleichterung am Beginn mit dem Rücken an einer Wand. Wenn das Gefühl gut und die Belastung zentral auf den Körper verteilt ist, dann frei. Zunächst mit geschlossenen, später mit geöffneten Beinen, wie bei einem Spagat.“

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© Benny Kimoto // YouTube

3. Kampfgeist

„Viele Breakdancer haben wie ich Kampfsporterfahrung. Das ist kein Zufall. Ausgeprägte Muskulatur und instinktives Körpergefühl helfen. Aber auch ohne Kampfsport-Background sollte man nach rund drei Wochen erste Erfolge sehen, ein wenig Talent, Ehrgeiz und täglich eine knappe Stunde Training vorausgesetzt.“

4. Kleine Helfer

„Für die ersten Drehungen braucht man einen glatten Untergrund, Kopftuch, Haube oder Skater-Helm verringern den Drehwiderstand noch weiter. Es hilft, den Move Schritt für Schritt in Gedanken durchzugehen. So verinnerlicht das Gehirn, was der Körper machen soll.“

Headspin

Die Flying Steps in Aktion: B-Boy Kimoto ist übrigens, der der kopfüber abhängt.

© Dirk Mathesius/Red Bull Content Pool

„Der Headspin faszinierte mich immer schon. Ich trainierte ich jede freie Minute, bis zu vier Stunden täglich bis mir der erste saubere Headspin gelungen ist.“
Benny Kimoto

5. Rotationskörper

„Arme und Oberkörper lösen die Rotation aus, Hüfte und Beine folgen. Wichtig ist ein gleichmäßiger Rhythmus. Es bringt nichts, schnell Schwung zu holen und sich mit Gewalt zu drehen – das reicht nur für zwei, drei Umdrehungen. Also zunächst langsam drehen, dafür immer auf die Balance achten. Das Tempo steigt automatisch mit der Routine.“

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07 2015 The Red Bulletin 

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