Jaguar XKSS

Jaguar XKSS: Die Vollendung eines Unvollendeten

   

Neuigkeiten auf Rädern: Jaguar steht vor der Vollendung einer bereits bestehenden Symphonie, ein D-Type mit handgefertigtem Fahrgestell. Außerdem bringt FIAT den 124 Spider für alle Nicht-Rennfahrer auf die Straße.

Nachdem der D-Type die 24 Stunden von Le Mans 1955, 1956 und 1957 gewonnen hatte, zog sich Jaguar mit dem Werksteam zurück und überließ das Rennfahren ­Privatpersonen. Man hielt es für klüger, die unfertigen D-Type-Monocoques für die Straße umzubauen – Resultat war der ­legendäre Supersportler XKSS. Von den geplanten 25 Exemplaren waren aber erst 16 ausgeliefert, als ein Brand im Jaguar-Werk in Coventry die übrigen neun zerstörte. Nun eröffnete Jaguar, dass diese Serie, 59 Jahre später, komplettiert werden soll.

Der Markt für Um- und Nachbauten von Klassikern floriert, aber um so was geht es hier nicht. Zumindest nicht im herkömmlichen Sinn, denn Jaguar spricht nicht von einem Nachfolgemodell, sondern einem „continuation model“, Fortsetzungsmodell – tatsächlich werden ja die neun ­„neuen“ XKSS vom Team von Jaguar ­Classic nach Originalspezifikationen im Experimental Shop ­Jaguars in aufwendigster Handarbeit gebaut, wie schon der E-Type Lightweight im vergangenen Jahr.

Jaguar XKSS: 3,4-Liter-Sechszylindermotor im handgefertigten Chassis

© Jaguar // YouTube

Standesgemäß still steht freilich die Zeit für den XKSS: Nur Materialien und Techniken, die schon 1957 verwendet wurden, kommen dabei zum Einsatz. Die Auslieferung beginnt im kommenden Jahr. 

DER JAGUAR XKSS IN ZAHLEN:

  • Sechszylinder, 3,4 Liter Hubraum
  • 236 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
  • Preis: 1 Million Pfund

jaguar.co.uk

Klicken zum Weiterlesen
07 2016 The Red Bulletin

Nächste Story