Robo-Jurassic Park

Jurassic Park wird Wirklichkeit

Foto: Facebook/JurassicPark.de

Ein schwerreicher japanischer Unternehmer bringt zwei der besten Dinge überhaupt zusammen: Dinosaurier und Roboter. In den nächsten fünf Jahren soll der Robo-Jurassic-Park eröffnen.

Was würdest du machen, wenn du unendlich viel Geld zur Verfügung hättest? Richtig, du würdest alles daran setzen, einen echten Jurassic Park zu bauen. Die Idee mit dem Bernstein und der Mücke voll Dino-DNA aus dem Originalfilm von 1993 klingt zwar plausibel, lässt sich aber doch nicht so leicht umsetzen. Kazuya Kanemaru, CEO der Firma ON-ART Corp, hat sich jetzt das Nächstbeste ausgedacht: Wenn sich die echten Dinos nicht züchten lassen, baut er sie halt als Roboter nach.

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Der geplante Freizeitpark mit dem etwas ungelenken Namen Dino-A-Park soll von lebensgroßen Roboter-Echsen bevölkert werden. Damit diese auch tatsächlich wie echte Dinosaurier und nicht nach billigen Plastikmonstern aussehen, werden die menschengesteuerten Maschinen auf Grundlage echter Fossilien entworfen. Sie bestehen aus komplett bemalter Carbonfaser – ein Gebiet, auf dem sich die ON-ART Corp zumindest in Teilen auskennt. Bislang hat die Firma bemalte, lebensgroße Ballon-Replikate von Dinosauriern und Comicbuchhelden vertrieben. 

Kanemarus Plan ist, die Finanzierung für seinen Park bis 2017 in trockenen Tüchern zu haben, innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre soll seine Vision dann Wirklichkeit werden.

Angriff der Robo-Dinos

Einen Vorgeschmack auf den Park gab es im November bei einem Event in Tokio: Zur Präsentation seiner Pläne ließ der Unternehmer die ersten Prototypen los. In einem Hotel wüteten laut „Daily Mail“ ein rund acht Meter hoher T-Rex, ein Allosaurus und Raptoren. Mit dabei waren Schauspieler, die als Dino-Hüter agierten und nicht gut aus der ganzen Sache rauskamen.

Und wann kommt der echte T-Rex?

Dass auch ein echter Dino-Park eines Tages Wirklichkeit wird, ist derweil nicht ausgeschlossen. Wenn es jemanden gibt, der Ahnung von den Urzeitmonstern hat, ist es der renommierte Paläontologe Jack Horner, der bei den „Jurassic Park“-Filmen als wissenschaftlicher Berater fungierte.

In seinem Labor an der Montana State University experimentiert er seit Jahren mit Vogel-DNA und versucht, einen eigenen Dinosaurier zu erschaffen. Der wird zwar vorerst nicht viel mit den gigantischen Echsen aus dem Hollywood-Blockbuster zu tun haben – ihm reicht vorerst aber auch eine Mini-Ausgabe. „Es geht um die Form. Die Größe ist etwas, an der wir später arbeiten können“, erklärte er „Live Science“ zum Start des Dino-Sequels im Jahr 2015. „Wir bekommen Zähne in einen Vogel und erst kürzlich hat es ein Team aus Yale und Harvard geschafft, den Schnabel zurück zu einem dinosaurierartig aussehenden Maul zu entwickeln. Wir müssen also noch den Schwanz zurückbringen und die Flügel in Arme und Hände zurücktransformieren.“

Wie lange es noch dauert, bis wir uns einen Mini-T-Rex als Haustier zulegen können, ist schwer zu sagen: „Wir könnten einige dieser Gene morgen finden oder es könnte zehn Jahre dauern.“

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Bis dahin ist der japanische Roboter-Park zumindest keine schlechte Alternative.

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11 2016 The Red Bulletin

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