La Santanera Playa del Carmen

Die besten Clubs der Welt: La Santanera

Foto: Bennett Sell-Kline for TheBPMFestival.com

Playa del Carmen: Heiligenschreine und House-Beats – im kitschig-coolen Club La Santanera fühlt man sich wie am Filmset von Robert Rodriguez.

Früher war die Strandpromenade von Playa del Carmen, einer 100.000-Einwohner-Stadt auf Yucatán in Mexiko, eine No-go-Area für nachtaktive Musikliebhaber wie Alejandro Gámez. „In den Clubs lief Mainstream-Pop“, erinnert er sich. „Und auf den Strandpartys wurde Psy-Trance gespielt. Fürchterlich.“ Vor zehn Jahren nahm sich Gámez des Problems an – und eröffnete mit „La Santanera“ den besten Underground-Club der Stadt und einen der besten des Landes.

Die Discokugel dreht sich im La Santanera täglich von 22 bis 6 Uhr.

Mit angesagten House- und Techno-DJs aus aller Welt, zwei Floors, einer großen Dachterrasse und extravagantem Dekor: trashigen Neonröhren-Schildern, Retro-Discokugeln, einem kitschig-coolen Schrein für Jesús Malverde, Schutzpatron der lokalen Drogendealer, Palmen, Flohmarktlustern. Das Club-Interieur erinnert an die Titty-Twister-Bar in Robert Rodri­guez’ „From Dusk Till Dawn“. Das sei ­gewollt, meint Gámez. „Wir wollen anders sein als die Nachbarn am Strand“, sagt er. „Und gerade das kommt an!“

© Foto: Bennett Sell-Kline for TheBPMFestival.com

Der Chef empfiehlt

Alejandro Gámez gibt drei Tipps für die ­Tanzfläche:

TRINKEN

Statt Cocktails empfiehlt Gámez einen Shot puren ­mexikanischen Schnaps: „Unbedingt Mezcal Papa­diablo probieren. Und ein Glas Bier hinterher trinken.“

KLEIDEN

„Einige Besucher putzen sich besonders heraus. Aber das zieht bei uns nicht.“ Was dann? Gámez meint: „Sei ganz du selbst. So ziehst du die meisten Blicke auf dich.“

FLIRTEN

Die Frage „Wo kommst du her?“ sei im Santanera der beste Anmachspruch, sagt der Chef. „Das Publikum ist international, Playa del Carmen ist ein kultureller Schmelztiegel.“

KATERFRÜHSTÜCK

Flauer Magen nach der langen Nacht? Drei ­Klassiker aus Mexikos Küche, die den Morgen danach beleben.

Menudo

MENUDO

Die traditionelle Kuttelsuppe ist nicht jedermanns Sache. Aber die schwere, würzige Brühe mit Kalbs­innereien und ­Tortillas soll am Morgen danach Wunder wirken.

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Pozole

POZOLE

Der Paprika-Eintopf mit Mais, Schweinerückenfleisch, Oregano und Rettich galt den Mayas als Festgericht. Heute wird er als Katerkiller vor allem am Tag nach dem Fest serviert.

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Chilaquiles

CHILAQUILES

Fettig, salzig, gut: Gebratene Tortillas mit Käse, scharfer Sauce und Proteinen – Spiegelei oder Hühnerfleisch – versorgen den Körper mit vielen Mineralstoffen.

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08 2014 THE RED BULLETIN

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