Keffer

Paris bei Nacht

Fotos: Keffer

Aufgedonnert, abgefuckt, kitschig, künstlerisch: Niemand fängt Pariser Party-Nächte besser ein als Keffer mit seinen unverwechselbar harten, impulsiven Schwarzweißbildern. Der Dreißigjährige gilt als spannendster Partyfotograf der Welt. Im Red Bulletin präsentiert er seine besten Bilder.

Keffer,30, hat unter anderem für Magazine wie GQ und für Firmen wie: Sony, Apple und Ubisoft, gearbeitet.

Mit dem Projekt „The Night Day“ setzt Fabien „Keffer“ Hebert dem Pariser Nachtleben ein Online-Denkmal.

„Beim Fotografieren schaue ich nie durch den Sucher. Ich knipse instinktiv drauflos.“
Keffer

THE RED BULLETIN: Seit wann hast du deine Kamera beim Feiern mit?

Keffer

Gesichter der Nacht

Mit dem Projekt „The Night Day“ setzt Fabien „Keffer“ Hebert dem Pariser Nachtleben ein Online-Denkmal.

Keffer: Es begann Mitte der nuller Jahre. House-Musik war gerade am Ende, und alle wollten den frischen Electro-Sound der Pariser Ed-Banger-DJs hören.

Ich arbeitete damals als Fotograf und hatte meine Kamera ­eigentlich nur zufällig auf einer ­Party dabei. Ich fing an, die Tänzer zu ­fotografieren. Instinktiv, ohne ­dabei durch den Sucher zu blicken.

Ließ sich die Partyfotografie ­anfangs mit deinem Tagesjob vereinbaren?

Ich hatte gerade meinen Job als Art Director aufgegeben, um mich aufs Fotografieren zu konzentrieren. So hatte ich viel Zeit, die DJs und Club-Chefs der Stadt kennenzulernen.

Wird dir das ständige Feiern nicht irgendwann zu viel?

In erster Linie gehe ich aus, weil mich elektronische Musik begeistert. Die ­Kamera habe ich dabei. Aber ich ­zücke sie nur, wenn sich ein Moment, eine Situation speziell anfühlt.

Wie bekommst du junge Frauen im Club dazu, sich spontan für dich in Pose zu werfen?

Ich startete eine Mini-Fotoserie über das Feiern im Backstage-Bereich von Clubs. Die wurde in der Szene schnell bekannt. Deshalb waren die Frauen immer sehr locker, wenn ich sie um Fotos bat.

Warum sind deine Fotos sämtlich schwarzweiß?

Weil ich meine Nächte genau so sehe: ­verwaschen, rau, kontrastreich.

„Meine Fotos sind schwarzweiß, weil sich meine Nächte genau so anfühlen: verwaschen, rau, kontrastreich.“
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10 2014 The red bulletin

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