Yaki-Da: Club in Göteborg

Die besten Clubs der Welt: Yaki-da, Göteborg

Fotos: yaki-da.se, Anders_Nydam

Göteborg: Abtanzen zwischen ­Antiquitäten, Headbangen unterm Kristallluster: Yaki-da ist Salon und Club in einem.

Um 1900 bewohnte eine Adelsfamilie das fünfstöckige Gebäude an Göteborgs Prunkstraße Avenyn. Heute beherbergt es den besten Club der Stadt. Der feinen Vergangenheit ist Yaki-da aber immer noch verbunden: DJs legen in Räumen mit antiken Polstermöbeln auf, Bands spielen vor Samtvorhängen. Die Idee dazu kam Betreiber Sebastian Kapocs 2010. „Es gab in Göteborg zwei Arten von Partys: die mit toller Underground-Musik und warmem Bier. Und die mit gutem Service und schnöseligem Sound“, sagt er.

Bis zu 750 Tänzer vergnügen sich auf den fünf Floors.

„Wir wollen beide Welten zusammenbringen.“ Das heißt: Auf der Terrasse finden Live-Konzerte statt. Im „Wohnzimmer“ legen junge House-DJs wie John Talabot auf. In der Kaffee-Bar läuft Hip-Hop und Soul. Und im Restaurant werden um zwei Uhr früh noch Steaks serviert. Ganz dem Clubnamen gemäß. Der ist walisisch und bedeutet: Wohl bekomm’s!

Feiern mit der grünen Fee

Die Absinth-Bar im Yaki-da ist für ihre grünen Kreationen bekannt. Die zwei beliebtesten Cocktails zum Selbermachen.

Strindberg Margarita
3 cl Absinth 
(bevorzugt: La Fée)
1 cl Cointreau
Limettensaft
1 TL Zucker
Sodawasser

Dario Espiga
2,5 cl Absinth
1,5 cl Apfelkorn
Limettensaft
1 TL Zucker
Apfelsaft
1 EL Ingwer, frisch gerieben

Ladies first
 

Drei junge Musikerinnen, die den Sound ihrer Heimatstadt Göteborg prägen.

little dragon

Yukimi Nagano

Die Sängerin der Synthie-Soul-Band Little Dragon zählt Damon Albarn von Blur zu ihren Verehrern. Ihr viertes und bislang letztes Album, „Nabuma Rubberband“, erschien 2014.

Anna 
von Hausswolff

Anna 
von Hausswolff

Die Konzerte der 29-jährigen Göteborgerin muten an wie Mitternachtsmessen. Ihr Hauptinstrument ist die Kirchen­orgel, ihre Musik nennt sie Funeral-Pop. Nachzuhören auf „The Miraculous“ (2015).

© Photo: Anders_Nydam

Scout Klas

Inspiriert von ita­lienischen Horrorfilmen, zimmert die Red Bull Music Academy-Absolventin gespenstische Klangräume zwischen verstolperten Hip-Hop-Beats und feiner Elektronik.

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05 2014 The Red Bulletin

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