Charli XCX

„Popmusik vom Mars“

Bilder: Warner Music

Playlist Rockende Roboter, Playboy-Pop und anonyme Beat-Bastler: die fünf Lieblingssongs der neuen Pop-Prinzessin Charli XCX.

Charli XCX: "Sucker"

Sucker, das dritte Album von Charli, wurde Dezember 2014 veröffentlicht. 

 

Die Karriere von Charli XCX begann vor zwei Jahren: Die damals Zwanzigjährige schrieb dem schwedischen Duo Icona Pop den Mega-Hit “I Don’t Care” auf den Leib und veröffentlichte ihr Debütalbum True Romance. Im Sommer 2014 stürmte sie selbst die Charts: mit ihrem Ohrwurm “Boom Clap”, der ­allein in den USA eine Million Stück verkaufte.

Charlis ­Hitformel: elektronische Songs zwischen Punk und Pop, Texte, die vor jugendlichem Übermut strotzen. Ein Mix, der selbst Disco-Pionier Giorgio Moroder begeistert: Der Südtiroler engagierte Charli als Sängerin für seine Comeback-Platte.

Dieser Tage ­erscheint außerdem ihr eigenes neues Album. Welche Songs sie dazu inspirierten, verrät sie hier.

 

Britney Spears: “…Baby One More Time”

Ich war sieben, als ich dieses Musikvideo zum ersten Mal sah. Und es war eine Offenbarung. Britneys Gesang, ihr Outfit, der Song selbst – ich wusste sofort, ich will sein wie sie. Es war der Moment, an dem ich beschloss, Musikerin zu werden. Als ich wenig später dann noch die Spice Girls entdeckte, war die Sache für mich endgültig beschlossen. 

2 Weezer: “Beverly Hills”

Bei dem Stück stimmt einfach alles: die krachigen Gitarren, das Kopfnicker-Tempo, der feuchtfröh­liche Text im Rap-Stil und das Video, gedreht in der Playboy-Mansion. Weil ich etwas von dieser Lässigkeit für mein Album wollte, holte ich mir Weezer-Sänger Rivers ­Cuomo ins Studio. Auf unseren Song „Hanging Around“ bin ich sehr stolz.

3 The Flying Lizards: “Money” 

Der Song ist seit Jahren Teil meines Live-Repertoires. Im Original ist „Money“ ein alter Blues-Song. 1979 wurde er von der Kunst-Band The Flying Lizards auf elektronisch getrimmt – und klingt, als würden Roboter versuchen, Rock ’n’ Roll zu spielen. Das Stück klingt alt und futuristisch zugleich. Genau diesen Sound wollte ich auch für meine Platte.

 

4 Sophie: “Hard” 

Sophie ist der spannendste Produzent der Gegenwart. Seine Tracks, allen voran ­dieser, klingen visionär, wie Popmusik vom Mars. Der Witz dabei: Kaum jemand weiß, wer sich hinter dem Pseudonym Sophie versteckt. Er lässt sich nicht ­fotografieren, er gibt keine Interviews. Ein spannendes Konzept! Ich würde ­liebend gern mit ihm arbeiten.

5 Dizzee Rascal: “I Luv U”

Der britische Rap-Klassiker erschien vor zwölf Jahren – und klingt heute noch so frisch wie am ersten Tag. Ich war 2003 ein großer Fan von Dizzee Rascals erstem Album „Boy in da Corner“, vergaß es dann aber ganz. Bis es kürzlich im Tourbus jemand auflegte und ich wieder total darauf reinkippte. Dizzees Rap-Stil ist genial: räudig, schnell, schlau.

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03 2015 THE RED BULLETIN

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