50 Cent

„Justin Bieber wird der neue King of Pop“

Bilder: Katherine Hawthorne

Playlist: Kiffer-Hymne, kritischer Soul und der Klassiker schlechthin: Rap-Gigant 50 Cent gewährt Einblick in seinen Musikkosmos.

Animal Ambition 50 Cent


Curtis Jackson ist ein 24-jähriger Drogendealer, als er im Mai 2000 bei einer Straßenschießerei in New York beinah ums Leben kommt. Der Zwischenfall verändert alles: Jackson konzentriert sich fortan unter dem Namen 50 Cent auf seine Rap-Karriere, nimmt 2003 mit Dr. Dre sein Debütalbum auf. „Get Rich or Die Tryin’“ wird zum vierterfolgreichsten aller Hip-Hop-Alben und zum Beginn einer Ausnahme-Karriere.

Mittlerweile dreht 50 Cent Filme, schreibt ­Bücher, entwirft Turnschuhe und Kopfhörer. Bleibt da noch Zeit für Musik? „Klar. Aber gut Ding braucht Weile“, sagt er selbst­bewusst über sein erstes Album seit fünf Jahren, „Animal Ambi­tion“. Welche fünf Songs ihn ­dazu inspirierten, erzählt er hier.
 

Marvin Gaye - Inner City Blues

Um 1970 handelten Soul-Songs meist von der Liebe. Bis Marvin Gaye mit dieser Tradition brach. Er schrieb Stücke über soziale Ungerechtigkeiten. So wie „Inner City Blues“. Trotzdem klingt der Song so geschmeidig, dass man ihn ­unter der Dusche singen kann. Gaye ist kein Prediger, er ist ein Beobachter. Und deshalb verehre ich ihn.

Rick James - Mary Jane

Die beste ­Kiffer-Hymne vom coolsten Typen der Welt. Rick James war der Stammvater aller bösen Jungs. Obwohl er Strumpfhosen trug und Rasta-Stirnfransen hatte. Über seine egomanischen Rockstar-Exzesse sprach er kurz vor seinem Tod 2004 in einem genialen Sketch mit Comedian Dave Chappelle. Gibt’s auf YouTube, unbedingt anschauen!

Michael Jackson - Remember the Time

Das „Thriller“-Album machte ihn zum Helden meiner Jugend. Im Rückblick ­halte ich aber diesen Song von 1992 für seinen besten. Vor allem wegen des ­Musikvideos, einer neunminütigen Reise ins alte Ägypten. Bis heute unübertroffen. Der einzige lebende Künstler, der in Michaels Fußstapfen treten könnte, ist Justin Bieber. Ich meine das ernst!

Curtis Mayfield - Pusherman

Ein Song vom besten Soundtrack aller ­Zeiten. Wenn du „Pusherman“ hörst, bekommst du sofort ein ­Gefühl für die Atmosphäre des Films „Super Fly“: coole Gangster in den 1970ern. Mayfields ­Musik ist im Streifen quasi der Hauptdarsteller. Ein dichtes, stimmiges ­Konzeptalbum. Genau das wollte auch ich mit „Animal Ambition“ schaffen.

Prince - Purple Rain

Mit dieser Platte hat sich Prince selbst übertroffen. Der Titeltrack ist zeitlos – für mich das beste Kompliment für einen Song. Wie man einen zeitlosen Song schreibt? Ich weiß es nicht. Ein Künstler versucht (bzw. hofft), mit jedem Stück einen Klas­siker zu schreiben, ein Rezept dafür gibt es nicht. Und wenn doch, dann ist „Purple Rain“ das Vorbild dafür.

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08 2014 THE RED BULLETIN

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