Club Rhonda

Party-Fabelwesen Rhonda

Text: Ann Donahue 
Bilder: lastnightsParty  

Wo steigen die besten Partys von Los Angeles? Mal im Luxushotel, mal in der Mafiabar. Aber immer steht ein Fabelwesen im Mittelpunkt.

THE RED BULLETIN: Also wer zum Teufel ist diese Rhonda nun eigentlich? Ich glaube, eine Menge Leute würden sie gerne kennenlernen. 

GREGORY ALEXANDER, MITBEGRÜNDER VON RHONDA INTERNATIONAL: Wenn uns Leute im Club nach ihr fragen, dann tun wir so, als ob es sie wirklich gäbe – aber in Interviews verraten wir, dass Rhonda nur in unseren Köpfen existiert. Wir haben Rhonda als geheimnisumwittertes Wesen erschaffen, das ein Gefühl von der Stimmung im Club vermittelt.  

LOREN GRANIC, MITBEGRÜNDER VON RHONDA INTERNATIONAL: Rhonda ist mehr als ein DJ und ein Soundsystem. Rhonda ist eine Idee, die auf magische Weise Menschen bewegt, ganz unabhängig vom Ort.

„Hier kannst du einfach alles tun, wonach dir gerade ist.“   
Merlin Bronques, Fotograf bei LastNightsParty.com
Rhonda

Rhonda Pop-up Events bringen aufreizende House- und Disco-Beats an viele Locations in Los Angeles, darunter das Roosevelt Hotel und der Los Globos Nightclub.

„Es gab keinen verdammten Ort, an dem wir zu unserer Musik abgehen konnten.“
Loren Granic
„Musik ist die Naturgewalt, die uns alle vereint.
Merlin Bronques
Rhonda, LA

Expansiv feiern: Neben L. A. rockt Rhonda mittlerweile auch Miami, New York und Toronto.   

„An Freaks gibt’s hier wahrlich keinen Mangel.“
Merlin Bronques

Wie kam Rhonda zur Welt?

Rhonda

Rhonda steht für, wie es heißt, „polysexuelle Party-Orgien“: Homo? Hetero? Völlig egal. 

GRANIC: Gregory und ich sind schon lange Freunde. Er ist schwul, ich bin hetero. Das hieß für uns: Die Clubs, in die wir gingen, passten entweder zu seinen oder zu meinen Freunden. Das haben wir einfach nicht gerafft. Es gab keinen verdammten Ort, an dem wir gemeinsam zu unserer Musik abgehen konnten.

Ihr hättet ja auch einen Club gründen können. Doch ihr habt Rhonda erschaffen, als humanoides Partywesen, das durch Raum und Zeit reisen kann und die Leute zum Tanzen bringt.

GRANIC: 
Eine schräge Idee war das damals schon. Aber mit der Stimme einer Person für eine Organisation zu sprechen ergab einfach Sinn. Auch wenn das damals noch völlig unüblich war.

Wie sahen eure ersten Events aus? 

GRANIC: Wir wollten an abgefahrene Locations rankommen. Es begann mit „Guatelinda“ in East Hollywood, einer Bar der guatemaltekischen Mafia in pseudochinesischem Look. Wir gingen einfach rein, sprachen mit den Typen dort. Sie meinten zunächst: „Wir kennen euch nicht.“ Aber sie hörten sich an, was wir zu sagen hatten. 

Und jetzt, sieben Jahre später?

ALEXANDER: 
Wir sind dafür bekannt, ganze Hotels zu kapern – das Mondrian am Sunset Boulevard rocken wir zum Beispiel mitsamt seinem berühmten Herringbone-Restaurant am 24. Mai zum ersten Mal, mit Pool-Party und allem Drum und Dran.

Rhonda, LA
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06 2015 the red bulletin

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