Deutschland Städte Schwimmen

In diesen deutschen Großstädten steht dem Badevergnügen nichts im Wege

Bild: Flickr/Alexandra Barao

München, Berlin und Köln haben keinen Strand? Von wegen. Hier kannst du herrlich schwimmen und baden.

Wenn der Sommer das Thermometer auf Rekordwerte und dir den Schweiß auf die Stirn treibt, ist eine Erfrischung natürlich Gold wert. Ausgestattet mit kühlen Getränken, tragbaren Kühlboxen, Badehose und Handtuch ist der nächste See oder im besten Fall vielleicht sogar die Küste „the place to be“ an besonders heißen Tagen.

Darüber hinaus laden aber auch die Flüsse in manchen deutschen Metropolen wieder zum Baden ein. Denn die sind dank umfassender Sanierungsmaßnahmen und einer dadurch verbesserten Wasserqualität inzwischen besser als ihr Ruf. Abkühlung gefällig? Dann pack die Badehose ein, und ab zu den Schwimm-Hotspots in

  • München
  • Düsseldorf
  • Köln
  • Leipzig
  • Berlin

Die Isar in München

Kein Meer weit und breit und trotzdem ein Mekka für Wassersportfreunde: München ist in der ganzen Welt für die stehende Welle im Eisbach bekannt, der von Surfern wie Schaulustigen gleichermaßen angesteuert wird.

Neben diesem gut besuchten Hotspot liegt mit der Isar ein weiteres Naherholungsgebiet direkt vor der Tür der bayerischen Landeshauptstadt. In umfassenden Maßnahmen zur Renaturierung wurde der Fluss aus seinem Betonkorsett befreit und präsentiert sich von seiner natürlichen Seite.

Kiesbänke und Wiesen statt grauen Asphalts schmeicheln dem Auge und laden zum Chillen ein. Und dank umfangreicher Sanierungsmaßnahmen ist seit dem Sommer 2006 auch das Baden ganz offiziell wieder erlaubt.

Der Unterbacher See bei Düsseldorf

Nur knappe zehn Kilometer vom Düsseldorfer Hauptbahnhof entfernt befindet sich der Unterbacher See, der bei sommerlichen Temperaturen zur Stadtflucht einlädt. Das für seine ausgezeichnete Wasserqualität bekannte Gewässer lässt sich somit auch aus dem Stadtkern auf dem Rücken deines Bikes locker erreichen.

Auf einem 15 Kilometer langen Netz von Wander- und Radwegen erkundest du das Naherholungsgebiet locker strampelnd oder entspannt spazierend. Neben dem Sprung ins kühle Nass lockt die Möglichkeit zum Surfen, Segeln, Floßfahren oder auch Klettern im angrenzenden Hochseilgarten.

© Unterbacher See // Youtube

Der Rodenkirchener Strand von Köln

Reger Schiffsverkehr und starke Strömungen – grundsätzlich ist das Baden im Rhein bei Köln keine so gute Idee. Im Süden der Domstadt zeigt sich der wilde Fluss allerdings von seiner ruhigeren, beschaulichen Seite.

An dem als Rodenkirchener Riviera bezeichneten Abschnitt des Gewässers findet sich ein Badestrand, der an heißen Tagen südländisches Flair aufkommen lässt.

Unter den Trauerweiden am Rheinufer kannst du einen lauen Sommerabend mit einem guten Glas Wein genießen oder bei knackigen Temperaturen die Abkühlung im Rhein suchen. Allerdings ist auch hier Vorsicht angeraten, denn immerhin sind in der beschaulichen Kulisse Schiffe und Strömungen am Start.

Leipzig

Mit dem Neuseenland bei Leipzig stehen Wasserratten gleich zahlreiche Möglichkeiten nahe der größten Stadt Sachsens zur Verfügung. Als einer der beliebtesten Spots hat sich der Cospudener See entwickelt, der jährlich von mehr als 600.000 Gästen besucht wird.

Der aus einem Braunkohletagebau entstandene See ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach und bequem zu erreichen.

Als Kapitän eines Paddelboots oder einer anderen Nussschale kommst du mittlerweile auch über eine Kanalverbindung vom nur sechs Kilometer entfernten Stadtzentrum auf das Gewässer. Stilvoller lässt sich ein Badeausflug wohl nicht beginnen.

Berlin

Ob in der Spree baden zu gehen eine gute Idee ist? Geschmackssache. Die nicht ganz so pralle Wasserqualität spricht auf jeden Fall dagegen. Auf der Spree zu schwimmen, können wir dir hingegen wärmstens empfehlen. Ähh, auf der Spree? Ganz genau: Seit einigen Jahren liegt in der Nähe der East Side Gallery am Ostufer das sogenannte Badeschiff vor Anker.

Von Mai bis September lädt der zu einem Pool umfunktionierte alte Kahn zum Planschvergnügen und bietet auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern bis zu 1.500 Besuchern Platz. Wenn du schon immer einmal im kühlen Nass bei einem Cocktail den Blick auf die Oberbaumbrücke und den Fernsehturm genießen wolltest, bist du hier an genau der richtigen Adresse.
 

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06 2016 THE RED BULLETIN

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