Geheimtipps der Sehenswürdigkeiten in Berlin

Geheimtipps für Berlin: Kennst du schon diese Sehenswürdigkeiten?

Foto: Pixabay

Berlin ist nach wie vor eine der vibrierendsten Metropolen Europas. Neben all den bekannten Highlights der Hauptstadt gibt es jede Menge zu entdecken. Das hier sind die nicht ganz so bekannten Reißer der Stadt.

In Berlin ist es nicht nur die schiere Größe, die für eine Vielfalt sondergleichen sorgt. Neben der Weitläufigkeit hat sich die City an der Spree eine Form von Flüster-Charme erhalten, der in Europa seinesgleichen sucht. Da braucht es keine große Geste, keine ausgefuchste Marketingstrategie und keine Leuchtreklame, um der jeweiligen Location gerecht zu werden.

An diesen Spots ergibt sich die Faszination und Wirkung von ganz allein – du musst eben nur wissen, wohin du deine Schritte zu lenken hast. Vier gute Beispiele:

  • Teufelsberg
  • Alte Börse Marzahn
  • Britzer Garten
  • Grabstätte Heinrich von Kleist & Henriette Vogel

Teufelsberg: Die chillende Macht der Höhe

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© Flickr/Phillip

Ein Spot zum Verlieben mit einem Ausblick, der dich seufzen lässt. Lass deine Augen über den Grunewald, über Berlin und bis zur Havel schweifen – unbezahlbar. Vielleicht macht dich der Fernsehturm in Richtung Osten wehmütig, vielleicht ist es der Berliner Dom, der dir Ehrfurcht einhaucht. Oder der Westen schenkt dir eine Art der Ruhe, die du lange nicht erlebt hast: weiße Segelboote, glitzerndes Wasser – sind wir hier am Mittelmeer oder was? Eingerahmt wird das alles von saftigem, grünen Wald, der Blick von hier oben ist schlichtweg fantastisch. Der Trümmerberg ist aus den Resten des Rohbaus der Wehrtechnischen Fakultät entstanden, der nach dem Krieg gesprengt wurde. Außerdem türmte die Stadt hier Abermillionen Kubikmeter des Berliner Trümmerschutts an, die über Jahre hierher gebracht wurden. Heute ist der Teufelsberg nach den Arkenbergen die zweithöchste Erhebung des Stadtgebiets – und die ehemaligen US-Abhörgebäude geben dem Ganzen auch noch einen spacigen Touch.

Alte Börse Marzahn: Naturnaher Kreativpol mitten aus dem Leben

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Alte Börse Marzahn, Berlin-Marzahn, Berlin, Germany. 1,994 likes · 91 talking about this · 2,108 were here. Ein Ort für Kunst und Kultur: Raum für...

Marzahn wurde in Ost-Berlin erst 1979 gegründet und bietet seit 2013 mit der alten Börse Marzahn ein weitläufiges Gebiet, das mit seinen Backsteingebäuden und alten Bäumen künstlerischen Geist atmet. Hier sind heute Kreative unterwegs, die sich immer wieder neu erfinden und ihre gestalterische Power ins Areal stecken. So auch die Metallkünstler aus dem berühmten, 1990 gegründeten Kunsthaus Tacheles, das 2012 unter symbolisch-künstlerischem Protest geräumt wurde. Inzwischen finden sich hier die Schrottskulpturen, die deine Phantasie garantiert auf Touren bringen.

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Ansonsten ist es die fast schon unheimliche Ruhe, die fasziniert. Die Weitläufigkeit des 30.000 Quadratmeter großen Geländes macht den Atem ruhig und tief, Hektik hat hier keine Chance. Ob der Club „Czar Hagestolz“, eine Cembalowerkstatt, eine Yogaschule oder eine Filmproduktion – alle strahlen genau diesen Spirit aus. Kino, Livemusik, Events, Tagungen, Workshops, Lesungen oder ein „Marzahner“-Bier aus der hauseigenen Brauerei: Die historischen Gebäude wie Börsensaal, alte Güterstation oder Eisenbahnerhaus finden in der hiesigen Veranstaltungskultur ein ausbalanciertes Gegenüber.

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Britzer Garten: Blütenlichter, die jede Sonnenbrille alt aussehen lassen

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Britzer Garten, Berlin, Germany. 862 likes · 4 talking about this · 5,209 were here. Impressum: http://www.gruen-berlin.de/impressum/

Der Britzer Garten ist mit Sicherheit eine der schönsten Parkanlagen Berlins. 1985 angelegt als Landschaftspark für die Bundesgartenschau wurde bereits damals darauf geachtet, dass bestehende Naturfleckchen wie Kleingartenkolonien und Gärtnereien mit einbezogen und erhalten wurden. Auch heute fügen sich Sonderschauen, Themengärten, Spiellandschaften und Veranstaltungen nahtlos ein in eine Landschaft, die überwältigt. Im Frühjahr sind es die Tulpenmeere, im Sommer sorgen Rosen für magische Momente, im Herbst erwärmen Dahlien das Herz: 90 Hektar im Berliner Süden fügen sich zu einem der schönsten Gärten Deutschlands. Auch wer Wasser braucht, kommt auf seine Kosten: 10 Hektar Seenlandschaft, Bachläufe und Quellen, dazu weitläufigen Wiesen, Baumhaine und bunten Blumenbeete – Natur in Vollendung. 

© Flickr/Manu

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Festen, Workshops und Konzerten sowie Gastronomie-Angebote für jeden Geschmack runden das Natur-Arche-Feeling ab. Wer mag, kann das Gelände in der historischen Britzer Parkbahn auf einem Rundkurs durchfahren, einfach zurücklehnen und relaxen.

Grabstätte Heinrich von Kleist & Henriette Vogel: Erinnerung im Grünen

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Heinrich von Kleist gilt nicht wenigen noch heute als einer der größten Stilisten, die die deutsche Sprache je hervorgebracht hat. Gerade mal 33 Jahre alt wurde der vielseitige Dichter: Am 21. November 1811 wählte Kleist gemeinsam mit seiner Freundin Henriette Vogel den Freitod. Am historischen Ort am Kleinen Wannsee dient heute die Grabstätte der beiden zur Erinnerung.

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2011 wurde das Grabmal anlässlich des 200. Todestages aufwändig restauriert. Dazu gehört auch das Gebiet um die Grabstätte herum, das behutsam weiter bepflanzt und in die bestehende Natur integriert wurde. Ein barrierefreier Uferweg führt von den Anlegestellen am Großen Wannsee unter der Wannseebrücke hierher. Ein akustisches Kleist-Denkmal mit einem Hörspiel von Regisseur Paul Plamper zeichnet nach, was damals am 21. November 1811 am Kleinen Wannsee geschah. Mit Audio-Playern können Besucher am Ufer spazieren und sich über Kopfhörer in die Hintergründe des Freitods von Heinrich von Kleist und Henriette Vogel versenken. Der Souvenir- und Geschenke-Laden am S-Bahnhof Wannsee verleiht für drei Euro die Audio-Guides von März bis Oktober zwischen 10:00 und 14.30 Uhr. Ebenso lohnenswerte Alternative: Eins der Werke des Schwergewichts deutscher Literatur lesen inmitten dieser Natur – großartig.

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07 2016 The Red Bulletin

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