Apokalypse

So überstehst du die Apokalypse

Illustration: Mark Thomas

Spätestens nach einer Episode „The Walking Dead“ haben wir alle schon an einen Überlebensplan gedacht. Aber sind wir bereit?

„Im Schnitt hat eine Familie Essen für drei Tage im Haus“, sagt Jim Rawles, ein ehemaliger US-Geheimdienstoffizier. „Ich habe Vorräte für drei Jahre.“

Der Autor lebt auf einer Selbstversorger-Ranch an einem geheim gehaltenen Ort. „Ich bin bekannt dafür, gut für die Apokalypse gerüstet zu sein“, sagt er. „Wenn also der Tag kommt, möchte ich nicht tausend Leute vor der Tür haben.“ Danke für die Tipps, jedenfalls!

1 AUFRÜSTEN
„Lern eine Kampfsportart, etwa Krav Maga, und mach dich mit Waffen vertraut. Hier in den Staaten habe ich einen Lebensvorrat an Munition. Zur Not tun’s Luftgewehr, Recurvebogen, Leuchtfackeln oder Feldmesser auch – ich würde übrigens ein Tanto wählen, ein japanisches Kampfmesser.“

„Wenn also der Tag kommt, möchte ich nicht tausend Leute vor der Tür haben.“
Jim Rawles

2 BEREIT SEIN
„Halte einen farblich neutralen Rucksack mit Outdoor-tauglicher Kleidung in ähnlicher Farbe bereit. Er sollte leicht genug sein, um ihn tagelang zu tragen. Schlafausrüstung und grundlegende Überlebenstools sind Pflicht – vom Anzünder über eine LED-Taschenlampe bis hin zu Angelausrüstung und Erste-Hilfe-Kit. Und ein Wasserfilter, logisch.“

3 RAUS AUS DER STADT
„Wenn es zur Katastrophe kommt, ist die Stadt der letzte Ort, an dem du sein willst. Weil ein Jahresvorrat an Essen aber Platz braucht, zählt Vorausplanung: Bleib bei Verwandten am Land oder miete Lagerraum. Besitzt du ein Ferienhaus, musst du deine Vorräte verstecken, damit sie nicht geplündert werden. Im sozialen Kollaps ist ein gut bestückter Rückzugsort am Land die einzig vernünftige Option.“

Ein Geschäft in Großbritannien verkauft die wichtigsten Dinge, um eine Apokalypse zu überleben.

© RT // YouTube

4 HALTE KONTAKT
„Am wichtigsten ist ein vertrauenswürdiger Freund – wähle einen Macher, keinen Schwätzer. Besorgt euch Amateurfunk-Lizenzen, um über große Distanzen zu kommunizieren. Kauft günstige Multi-Band-Sendeempfänger in der Größe eines Walkie-Talkies. Amateurfunk-Relaisstationen sollten funktionieren, viele sind ja bereits solarbetrieben.“

5 MACH ESSEN HALTBAR
„Essen ohne Elektrizität zu lagern kann schwierig sein. In heißeren Gegenden kann man es einfach trocknen, sonst braucht man alternative Techniken. Leg Essen ein, mach Sauerkraut oder verwende – wie die Norweger – Lauge, um Fisch zu ­pökeln. Dass dieser ‚Lutefisk‘ gewöhnungs­bedürftig schmeckt, ist jetzt egal.“

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04 2016 The Red Bulletin

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