Nick Steinberg: Nebel-Fotografie

Nebel des Staunens:
Die unglaublichen Fotos von Nicholas Steinberg

Foto: Facebook/nicolassteinbergphoto

Die nassen, grauen Dunstwölkchen haben auch eine faszinierende Seite – dieser Fotograf zeigt sie dir. 

Nicholas Steinberg hat eine ganz besondere Vorliebe: Der Fotograf jagt Nebel. Nick nennt sich selbst einen Nebelsüchtigen. Doch diese Sucht können wir ihm liebend gerne verzeihen, denn seine Aufnahmen der feinen Wassertröpfchen sind wahre Kunstwerke.

Jimmy Chin: Smarter fotografieren

Action-Fotograf Jimmy Chin verrät, wie dir die besten Bilder gelingen und du deine Instagram-Freunde so zum Staunen bringst.

Klicken zum Weiterlesen

In den vergangenen acht Jahren machte sich Nick in der Gegend um San Francisco immer wieder auf die Suche nach neuen Motiven. Dabei entwickelte er eine Obsession für Nebel, für den er Tag und Nacht lebe, wie er in einem Gastbeitrag für „Bored Panda“ schreibt.

Um möglichst gut vorbereitet zu sein, hat er jederzeit Kameras, Satelliten und Vorhersagen im Auge, um die nächste Nebelphase bloß nicht zu verpassen. Dabei hilft ihm auch ein kleines Netzwerk aus 20 Leuten, dessen Mitglieder sich als „Fogaholics“ bezeichnen. Taucht irgendwo Nebel auf, weiß die Gruppe sofort Bescheid.

Bei seiner Jagd nach dem perfekten Foto stellte Nick fest, dass der Nebel im Sommer in der Bay Area auf rund 300 Meter steigt – die Golden Gate Bridge liegt auf 227 Meter. Also benötigte er einen wesentlich höheren Aussichtspunkt.

Beautiful low fog the other day shooting with my buddy @theinkedshooter who came all the way from Australia and scored the elusive low fog event at the Golden Gate!

A post shared by San Francisco | Nick Steinberg (@nicholassteinbergphotography) on

Klicken zum Weiterlesen

So fand er den Mount Tamalpais. Der 784 Meter hohe Berg – im Übrigen der Geburtsort des Mountainbikes – ist Nicks absoluter Lieblingsplatz. Von diesem „Himmel auf Erden“, wie er den Berg bezeichnet, hat er den perfekten Ausblick auf die Nebelwolken unter ihm.

Hunderte Male war er schon dort oben. Hier fiel ihm erstmals auf, dass der Nebel bei perfekter Höhe und Dichte eine besondere Schönheit offenbart: Dann zieht er mit wellenartigen Bewegungen die Konturen der Landschaft nach. „Nebelwellen“ nennt er dieses Phänomen.

"The Place We Call Home" Great times shooting sunset with friends @theinkedshooter and @gettyphotography

A post shared by San Francisco | Nick Steinberg (@nicholassteinbergphotography) on

Diese bannt er in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen ausschließlich dank verschiedener Belichtungszeiten in seiner Kamera und auf dem Rechner – auf seinen Fotos ist nicht ein Pixel mit Photoshop bearbeitet.

Sein spezieller Trick: Er benutzt Graufilter, welche der Kamera vorspielen, es sei Nacht. Dadurch erzwingt er eine längere Belichtungszeit. Und erschafft so atemberaubende Nebel-Aufnahmen.

Klicken zum Weiterlesen
12 2016 The Red Bulletin

Nächste Story