Faszinierende verlassene Orte

Verlassene Orte: So fühlt sich Postapokalypse an

Foto: Flickr/Shane Gorski

Atomkatastrophe, der dritte Weltkrieg oder ein globaler Virus? Nichts von dem – die folgenden Orte wurden einfach nur verlassen und wirken dadurch extrem krass.

Es gibt Plätze und Bauwerke auf der Welt, die ihre ganz eigene Geschichte des Verfalls erzählen. Die Folgenden Pics entführen dich zu eben diesen postapokalyptisch wirkenden Orten.

Eines lässt sich mit Gewissheit lernen: Die Natur bemächtigt sich nach wenigen Jahren jeder verlassenen Location. Dies kann gruselig, mystisch, gefährlich oder einfach wunderschön sein.

Komm mit auf eine leicht verstörende Reise zu diesen Zielen:

  • Hashima Island
  • New Bedford Orpheum Theater
  • Michigan Central Station
  • Nara Dreamland
  • Prypjat

Hashima Island – Japan

Vor der japanischen Küste schwimmt ein grauer Betonkoloss im Meer. Mächtige Mauern umgeben die zerfallenen Stahlbauten der Phantomstadt. Was einst einer der am dichtesten besiedelten Orte der Welt war, ist heute eine richtige Geisterinsel. Die von den Japanern „Schlachtschiff-Insel“ genannte Hashima Island war vor Jahrzehnten Wohn- und Lebensraum von Arbeitern, die in Kohleschächten unter dem Meer malochten. Seitdem das wie ein antikes Schiff wirkende Eiland 1974 verlassen wurde, vegetiert das heutige Fotografen-Paradies vor sich hin und wird immer gruseliger …

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Gunkanjima, una isla olvidada en Japón http://www.holanihon.com/gunkanjima-una-isla-olvidada-en-japon/ ... #Japón #Gunkanjima #Hashima #HolaNihon #Nagasakipic.twitter.com/4HX9vZ4vag

New Bedford Orpheum Theater – New Bedford, Massachusetts

Wo zu Beginn des 20. Jahrhunderts Opernsänger und Theaterschauspieler zahlreiche Menschen unterhielten, spuken heute nur noch Geister über die staubige Bühne des New Bedford Orpheum Theaters. Das eindrucksvolle Gebäude hatte von 1912 bis 1959 zur Unterhaltung geöffnet – danach diente das Orpheum Theater ein paar Jahre lang als Lager und hat heute noch einen Supermarkt in einem Teil untergebracht. Der Kontrast zwischen einstigem Entertainment und leeren Rängen ist hart. Eine Non-Profit-Organisation sammelt mehr oder wenige verzweifelt Spenden, um das Geistertheater wieder ins Leben zu rufen.

Michigan Central Station – Detroit, Michigan

Noch so ein monumentales Gebäude, das dem Verfall preisgegeben wurde – die Michigan Central Station war zu ihrer Bauzeit das höchste Bahnhofsgebäude der Welt. Mit dem Bau des unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofs wollte man die umliegenden Stadteile Detroits beleben – ein Aufschwung blieb allerdings aus und so steht das 1913 fertiggestellte Gebäude so einsam wie imposant am Roosevelt Park und geht vor die Hunde. Renovierungs- und Erhaltungsprojekte scheiterten allesamt.

Detroit's abandoned train station 🏛 🇺🇸

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Nara Dreamland – Nara, Japan

Es gibt nichts Gruseligeres als verlassene Freizeitparks! Wirklich! Das Nara Dreamland außerhalb der japanischen Stadt Nara ist so ein Ort. Die dem kalifornischem Disneyland nachempfundene Anlage wurde in den 1960ern eröffnet und 2006 aufgrund von sinkenden Besucherzahlen geschlossen. Seitdem verfällt der Spaßort zu einem von Pflanzen überwucherten Geisterpark. Bei Vollmond soll man noch immer die juchzenden Schreie von ehemaligen Besuchern in der Achterbahn hören…

Welcome to the DreamLand. #nara #naradreamland #abandonedpark #japan

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Prypjat – Ukraine

Prypjat erzählt die dramatische Geschichte einer der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte: dem Super-GAU im Kernkraftwerk Tschernobyl. Die heutige Geisterstadt ist die dem Reaktor nächstgelegene Siedlung und musste nach der Atomkatastrophe 1986 vollständig evakuiert werden. Besonders gruselig wirkt der Rummelplatz der Stadt, wo heute noch rostige Autoskooter, ein schauriges Riesenrad und sich im atomaren Wind knirschende Karussells herumgeistern. Sogenannte Katastrophentouristen besuchen die noch heute radioaktiv verseuchte Stadt mittlerweile im Rahmen von Führungen – ein ebenso seltsames wie lukratives Geschäft.

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Pripyat, Ukraine, 60,000 people were evacuated in a few days after the 1986 Chernoyl, disaster seen on the horizon...pic.twitter.com/LY0Hgx19g1

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08 2016 The Red Bulletin

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