Sternen-Safari an den dunkelsten Orten der Welt

Auf Sternen-Safari: Lerne die dunkelsten Orte der Welt kennen

Foto: Pixabay

Zu fernen Planeten reisen können wir noch nicht. Doch in den finstersten Winkeln der Erde siehst du den Sternenhimmel immerhin aus einer einzigartigen Perspektive.

Etliche Milliarden Sterne leuchten nachts am Himmelszelt. Aufgrund der vielen künstlichen Lichtquellen siehst du vor allem in Städten aber nur einen klitzekleinen Bruchteil davon. In „Dark Sky Reserves“ genannten Lichtschutzgebieten hingegen kannst du die Himmelskörper in ihrer ganzen Pracht beobachten – mit bloßem Auge. 

Den besten Blick auf die Sterne erhältst du an den dunkelsten Orten der Welt:

  • Iveragh-Halbinsel, Irland
  • Mackenzie-Becken, Neuseeland
  • NamibRand Naturreservat, Namibia
  • Death Valley, USA
  • Rhön, Deutschland
  • Kerry International Dark Sky Reserve, Irland

 

Iveragh-Halbinsel, Irland

Die International Dark-Sky Association (IDA) in Arizona legt fest, welche Standorte zum Lichtschutzgebiet auserkoren werden. In den Kernzonen dieser Gebiete gibt es wenig oder keine Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen, hier kannst du den kompletten Nachthimmel in all seiner Pracht sehen. Auch in der Pufferzone, die den Kern umschließt, gelten strikte Regeln zum Lichtschutz.

Das „Kerry International Dark Sky Reserve“ ist ein solches Reservat. Es liegt auf der Iveragh-Halbinsel im Südwesten Irlands. Das Reservat ist einzigartig, da es bewohnt ist. Im Kern findest du nicht nur Häuser oder Hostels, dort gibt es sogar eine Schokoladenfabrik.

Aoraki Mackenzie Dark Sky Reserve, Neuseeland

Dieses Dark Sky-Reservat befindet sich im Mackenzie-Becken auf der südlichen Insel Neuseelands. Der Mount Cook Nationalpark ist dort beheimatet. Beliebtestes Ziel für Sternengucker ist der Lake Tekapo, an dem sich auch das Mount John University Observatory befindet.

Das berühmteste Gebäude hier ist aber das Gotteshaus zum guten Hirten, die meist fotografierte Kirche Neuseelands. Den Titel kann sich das eigentlich eher schlichte Bauwerk vor allem dank des atemberaubenden Sternenhimmels darüber auf die Fahnen schreiben. Von hier aus kannst du die Magellanschen Wolken, zwei Satellitengalaxien der Milchstraße, die nur aus der südlichen Hemisphäre zu sehen sind, das ganze Jahr lang betrachten.

 

NamibRand Naturreservat, Namibia

Das NamibRand Dark Sky-Reservat bekam – ebenso wie das irische und neuseeländische – von der IDA den Gold-Status verliehen, bietet also höchste Dunkelheit und dementsprechend bestmögliche Sicht auf die Sterne. Das Naturreservat ist eines der größten privaten Naturschutzgebiete Afrikas, neben den Gestirnen kannst du hier auch Zebras, Leoparden und Giraffen bewundern.

Namibia ist mit zwei Millionen Einwohnern im Verhältnis zu seiner Größe eines der am wenigsten besiedelten Länder der Welt. Wegen des geringen Lichtsmogs, des guten Wetters und der sehr trockenen Atmosphäre erlebst du hier besonders klare Nächte.

Death Valley Nationalpark, USA

Im Tal des Todes wurde nicht nur mit 56,7 Grad die bisher höchste Temperatur auf der Erde gemessen. Der Death Valley Nationalpark ist auch das weltweit größte Lichtschutzgebiet.

Die hellen Lichter des nahe gelegenen Las Vegas stellen allerdings eine wachsende Bedrohung für den Park dar.

 

Biosphärenreservat Rhön, Deutschland

Auch in Deutschland gibt es drei von der IDA ausgewiesene Lichtschutzgebiete. Der Nationalpark in der Eifel und der Naturpark Westhavelland gehören ebenso zu den offiziellen Dark Sky Locations wie das Biosphärenreservat in der Rhön.

In der Rhön besteht die Kernzone aus drei verschiedenen Gebieten: Hohe Geba im Nordosten, Lange Rhön im Zentrum und Schwarze Berge im Süden. An sechs Plätzen kannst du den Nachthimmel hier in seiner natürlichen Schönheit am besten beobachten. Die genauen Koordinaten dafür findest du auf der Seite des Sternenpark Rhön.

Also Fernglas und Decke einpacken und ab zur Sternen-Safari.

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10 2016 The Red Bulletin

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