Die schlimmsten Wetterkapriolen der Sportgeschichte

Die schlimmsten Wetterkapriolen der Sportgeschichte

Foto: getty images

Freiluftsport findet nun mal im Freien statt. Und da zeigte sich Mutter Natur im Laufe der Jahre schon mal von ihrer wildesten Seite. 

Schnee, Eis oder sengende Hitze: Sport im Freien ist nichts für Weicheier. Manchmal übertreibt es aber selbst Mutter Natur. Bist du ein Schönwetterathlet oder pflügst du gerne durch den Matsch? Wenn du meinst, die Elemente hätten dich schon gebeutelt, dann schau dir lieber zuerst die extremsten Wetterkapriolen der Sporthistorie an:

  • Schnee-Chaos von Colorado
  • Wasserschlacht von Frankfurt
  • Ukrainisches Unwetter
  • „Ice Bowl“
  • „Fog Bowl“
  • (Sonderfall: Die San Antonio-Sauna)

Schnee-Chaos von Colorado

Geschickter Schachzug der USA: Zum WM-Quali-Spiel 2013 gegen Costa Rica schickten die US-Boys ihre wärmeverwöhnten Gäste in die eisige Kälte von Colorado. Doch damit nicht genug: Massiver Schneefall hatte den Platz in eine Winterwelt verwandelt. Das Spiel fand trotzdem statt. Die kampfstarken „Yankees“ gewannen knapp 1:0, Costa Rica fühlte sich verschaukelt. 

© youtube // U.S. Soccer

Wasserschlacht von Frankfurt

Auf ihrem Weg zum WM-Titel 1974 musste die DFB-Elf im entscheidenden Gruppenspiel gegen Polen mindestens ein Unentschieden holen. Zum Glück für den späteren Weltmeister war Petrus auf deutscher Seite. Ein Wolkenbruch kurz vor Beginn hatte den Platz eigentlich unbespielbar gemacht, das Match wurde trotzdem angepfiffen. Für die technisch starken Polen ein enormer Nachteil! Gerd Müller schoss das einzige Tor, während Sepp Maier und etliche Pfützen einen Treffer der Polen verhinderten.

© youtube // Willi Williams

Ukrainisches Unwetter

Ähnliche Regenmassen wie 1974 ergossen sich bei der Europameisterschaft 2012 über den Köpfen der ukrainischen und französischen Spieler. Bereits nach fünf Minuten unterbrach der Schiedsrichter die Partie. Die Zuschauer flüchteten vor dem Gewitter in die Katakomben. Erst nach einer Stunde setzten beide Mannschaften das Spiel fort. Frankreich gewann das Match 2:0 gegen den Gastgeber.

© youtube // TVJ

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Der „Ice Bowl“

Eisige Temperaturen ungewohnten Ausmaßes prägten den „Ice Bowl“ am 31. Dezember 1967. Im NFL Championship Game, dem Halbfinale zwischen den Dallas Cowboys und den Green Bay Packers, zeigte das Thermometer im Lambeau Field minus 25 Grad an. Gefrorenes Tauwasser hatte das Feld in eine einzige Eisfläche verwandelt, die Rasenheizung hatte ihren Geist aufgegeben. Auch der Hauptschiedsrichter bekam die Kälte zu spüren: Ihm fror die Pfeife an den Lippen fest.

© youtube // Packer Fan

Der „Fog Bowl”

Genau 21 Jahre später schlug Mutter Natur in Philadelphia zu. Fand die erste Hälfte des Halbfinals zwischen den Eagles und den Chicago Bears noch bei helllichtem Sonnenschein statt, legte sich im zweiten Durchgang eine fette Wolkenschicht ins Stadion. Die Sicht für Spieler und Offizielle war gleich Null. Die Fernsehreporter konnten überhaupt nichts mehr erkennen: „Irgendwo da unten ist ein Ball“. Die New York Times sprach später vom „besten Spiel, das keiner gesehen hat“.

© youtube // Kosich’s Korner 

Sonderfall: Die San Antonio-Sauna

Im Gegensatz zur NHL spielt die NBA noch immer all ihre Spiele in geschlossenen Hallen. Selbst dort kann das Wetter allerdings enormen Einfluss nehmen. Vor Spiel eins der NBA-Finalserie 2014 in San Antonio fiel die Klimaanlage des AT&T-Centers aus. Die texanische Hitze kroch auf das Parkett, die Temperaturen stiegen auf über 32 Grad Celsius. „Die wollen uns ausräuchern“, kommentierte ein von Krämpfen geplagter LeBron James. Die Spurs behielten einen kühlen Kopf, gewannen Spiel eins und schließlich auch die Finalserie.

© youtube // Gmo’s Highlights

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09 2016 The Red Bulletin

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