Der ultimative Triathlon - Von der Arktis zum Bosporus

Following the Line: Abenteuer-Trip von der Arktis bis zum Bosporus

Foto: Facebook / Charlie Walker Explore

Der Brite Charlie Walker will 9.000 Kilometer per Ski, Rad und Kanu absolvieren. Und beweisen, was wirklich zwischen Europa und Asien liegt.

Charlie Walker ist kein Mann, der gerne still steht. Deshalb begeht er den Valentinstag auch nicht wie jeder andere. Während du also am 14. Februar dabei bist, Blumen für deine Angetraute zu besorgen, bricht der Extrem-Abenteurer in der russischen Arktis zusammen mit Gletscherführerin Callie Morgigno zu einem bisher nie gewesenen Trip auf. Ihr Ziel liegt rund neun Monate und 9.000 Kilometer entfernt: Istanbul am Bosporus.

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Wer sind die zwei „Verrückten“, die diese Reise starten?

Wenn der Brite Charlie Walker nicht in London als Autor und Motivationscoach arbeitet, tingelt er durch die ganze Welt. Seine längste Expedition bisher: eine Solo-Fahrradtour über 43.000 Meilen durch 60 Länder – inklusive Ritt durch den tibetischen Winter, den Sahara-Sommer, diverse Verhaftungen und Malaria.

Callie Morgigno stammt aus Alaska, wo sie an der Uni auch Vorlesungen in Philosophie hält. Als Gletscherguide hat sie schon Gruppen auf den Denali (6.190 Meter) in Alaska und den Aconcagua (6.971 Meter) in Argentinien geführt. Morgigno arbeitete in einer Forschungsstation in der Antarktis und bereiste auf dem Rücken ihres Bikes Zentralasien, China, Kaschmir und die Mongolei. Sie ist der Schnee-Experte auf der Reise.

Projektname: „Following the Line“

Bei dem Projekt handelt es sich nicht nur um eine schlichte Abenteuerreise. Die beiden wollen auch herausfinden, ob ihre Route wirklich Europa und Asien trennt; was die Menschen auf beiden Seiten verbindet oder unterscheidet und wie sich Landschaft, Umgebung, Religion und Kultur an dieser Grenze unterscheiden. Zudem soll „Following the Line” Spenden in Höhe von 35.000 Euro für „Ärzte ohne Grenzen“ einbringen.

Der ultimative Triathlon

Walker und Morgnino absolvieren eine Art Triathlon und legen die Strecke auf Skiern, Fahrrädern und in einem Kanu zurück. Die letzten Meter werden die beiden aller Voraussicht nach sogar schwimmen.

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Filming an #expedition is quite a commitment...so much kit to carry! #ftl2017 #adventure https://t.co/X5iZXDis2K

Wo führt die Reise entlang?

Auf Skiern durch den Ural: Zur Wintersonnenwende starten die beiden bei Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius an der arktischen Küste Russlands. Mit 2.735 Kilometern vor sich wandert das Duo auf Brettern und mit Schlitten im Schlepptau den von Braunbären und Wölfen bewohnten Ural entlang. Dabei überqueren sie auch den Narodnaja, mit 1.895 Metern der höchste Berg des Gebirges. Sobald der Schnee zurückgeht, bewegen sie sich zu Fuß weiter.

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With expected temperatures as low as -40°C...layers are key! @ashmei #FTL2017 #adventure #expedition https://t.co/lGNNw5nhD1

Paddeln auf dem Ural: Am Ende der Wanderung erreichen Walker und Morgigno die südlichen Ausläufer des Uralgebirges. Dort steigen sie in ein Kanu um und legen 2.428 Kilometer von der Quelle des Urals (diesmal der Fluss) bis zur Mündung am Kaspischen Meer zurück. Der Fluss führt zunächst durch das russische Flachland und Industriestädte, der letzte Teil durch Kasachstan.

Mit dem Fahrrad nach Istanbul: Zum Abschluss schwingen sich die beiden aufs Fahrrad. Auf einer Strecke von etwas mehr als 4.000 Kilometern überqueren sie den Kaukasus und umfahren die Küste des Schwarzen Meeres bis zum Bosporus in Istanbul. Sofern das Wetter mitspielt, durchschwimmen Walker und Morgigno dort die Meerenge und gelangen so von einem Kontinent auf den anderen.

Die Reise der beiden Extrem-Abenteurer kannst du auf ihrem Blog „Following the Line“ verfolgen.

Following the Line

A 5,000-mile triathlon expedition spanning the length of the perceived border between Europe and Asia, from the Arctic Ocean to the Bosporus.

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02 2017 The Red Bulletin

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