So sinnvoll werden die Olympia-Stätten genutzt

So sinnvoll kann man ehemalige Oylmpiastätten nutzen

Foto: Pixabay/designerpoint

Nicht jedes Olympiagelände hat seine beste Zeit mit Ablauf des Sportspektakels hinter sich. So manche Wettkampfstätte wird auch sinnvoll genutzt.

Olympische Spiele und der Bau ihrer Sportstätten verschlingen Unsummen an Geld. Nach dem Ende des Events verwahrlosen etliche Arenen und verfallen zu Ruinen. Doch einige erstrahlen auch in neuem Glanz – und neuer Funktion.

So entschied sich Russlands Regierung etwa dazu, die Olympiastadt Sotchi in ein Casino-Paradies zu verwandeln. Doch das ist längst nicht die einzige Zweckentfremdung.

Wir zeigen euch wozu es Olympische Sportstätten rund um den Erdball nach ihrem großen Auftritt gebracht haben. Wir werfen einen Blick nach …

  • Barcelona
  • Peking
  • London
  • München
  • Rio de Janeiro
  • Montreal
  • Sarajevo
  • Berlin
Schwimmbäder

Bei Schwimmstätten liegt es nahe: einfach das Becken für die Bevölkerung zugängig machen. In Barcelona dürfen die Einheimischen im Sommer die Pools der Wasserballer und Turmspringer der Spiele von 1992 nutzen. Das Aquatic Center von Peking ist heute das größte Indoor-Spaßbad Asiens. Täglich strömen über 2.500 Besucher dorthin.

Öffentliche Parks

Ein Jahr nach der Eröffnung der Spiele von London fand 2013 in der englischen Hauptstadt das Open East Festival statt. Von diesem Tag an gab die Stadt den Olympiapark nach und nach für die Öffentlichkeit frei.

Eventstätten

Das Olympiagelände von München wurde nicht nur lange Zeit von den Fußballern des FC Bayern und 1860 genutzt. Besucher können entweder einfach so durch die Anlagen spazieren, eines der fast täglich stattfindenden Konzerte oder das Sea-Life-Zentrum besuchen. Festivals wie die X-Games oder Red Bull Crashed Ice fanden hier statt, das Tollwood kehrt jeden Sommer zurück. Im Eisstadion jagt der Deutsche Meister EHC Red Bull München dem Puck hinterher.

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Red Bull Crashed Ice in München

Action unter dem markanten Dach des Münchener Olympiageländes: Red Bull Crashed Ice

© Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

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Bildungsstätten

Die Sportstätten 2016 in Rio kosteten den brasilianischen Staat knapp zwei Milliarden Euro. Nun will man aus den Fehlern der Fußball-Weltmeisterschaft zwei Jahre zuvor lernen – denn etliche Stadien der WM stehen leer und werden nicht genutzt. Der Future Arena, Heimat der Handballer, dürfte ein solches Schicksal erspart bleiben. Sie soll in vier öffentliche Schulen umgewandelt werden.

Museum

Im Velodrome von Montreal duellierten sich einst die Radrennfahrer und Judoka der Spiele von 1976. Heute erlaubt der Biodome Besuchern, Nachbildungen von vier unterschiedlichen Ökosystemen der amerikanischen Kontinente zu erleben: den südamerikanischen Regenwald, die nordamerikanische Wildnis, den Golf von Saint Lawrence und die Polargebiete Arktis und Antarktis. Inklusive Flora und Fauna.

Friedhof

1984 fanden die Spiele in Sarajevo statt. Dort hat ein Großteil des Geländes eine ziemlich unerfreuliche Verwandlung erfahren. Aufgrund des verheerenden Balkankonfliktes finden dort – umgeben von Überresten der Sportstätten – auf einem gigantischen Friedhof tausende Menschen ihre letzte Ruhe.

Filmkulisse

Bei den Spielen 1936 in Berlin beherbergte das „Haus der Nationen“ zahlreiche Küchen und Speiseräume. In der fünften Staffel der erfolgreichen Thriller-Serie „Homeland“ fungiert das heruntergekommene Gebäude als Stützpunkt einer terroristischen Organisation.

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10 2016 THE RED BULLETIN

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