Was Profi-Sportler wirklich essen

Vom Jockey zum Sumoringer: Was Profisportler wirklich essen

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Sportlernahrung ist nicht gleich Sportlernahrung. Was für die einen ein Fluch ist, kann für die anderen ein Segen sein. Unsere kleine Übersicht über die Essgewohnheiten der Profis.

Das Thema „Richtige Ernährung” war für Profisportler vor 20 Jahren noch eine unbekannte Welt. Mittlerweile hat sich bei vielen die Erkenntnis durchgesetzt, dass sie mit gesundem Essen einige Prozente mehr an Leistung aus sich herauskitzeln können. Was heutzutage auf den Speiseplänen der Athleten steht, ist von Sportart zu Sportart allerdings ganz unterschiedlich.

Wir blicken zum Vergleich auf …

  • Fußballer
  • Sumoringer
  • Jockeys
  • Bodybuilder

Profifußballer

Was Sportler wirklich essen

© Flickr/superscheeli

Fußballer, die sich hauptsächlich von Fast Food ernähren, werden immer seltener. Die Kicker haben erkannt, dass sie mehr Power haben und sich seltener verletzen, wenn sie auf einen vernünftigen Speiseplan setzen. Dabei gehen die wissenschaftlichen Ansätze, was vernünftig ist, im Detail durchaus auseinander. Einig sind sich aber fast alle, dass Kohlenhydrate nur eine Randerscheinung sein sollten. So hat Borussia Dortmunds Coach Thomas Tuchel den Koch der Profis beauftragt, möglichst ganz auf diese Stoffklasse zu verzichten.

Beim Hamburger SV wird eiweißreiche Ernährung und die Zufuhr von Aminosäuren zwar auch immer wichtiger, doch ist der Ernährungsplan ausgewogener: Geflügel oder Fisch mit Salat, Gemüse, Nudeln, Reis und Süßkartoffeln. Und zum Nachtisch hat sich beim HSV Milchreis mit Mandelmilch etabliert.

Sumoringer

© Youtube // Munchies

Ganz anders essen Sumoringer, die in Japan ebenso große Stars sind wie hierzulande die Fußballer. Rund 10.000 Kalorien pro Tag sollten diese Kolosse zu sich nehmen, um die nötige Körperfülle in den Ring schmeißen zu können.

Das Idealgewicht kann nicht hoch genug sein, denn: Wenn viel Masse auf den Oberschenkeln und den Hüften liegt, lässt sich ein so geformter Ringer schwer aus der Kampfzone drängen.

Für die Ernährung heißt das: so viele Kohlenhydrate wie möglich. Äußerst beliebt ist Chankonabe, ein japanischer Eintopf. Nudeln, Brot, Müsli und Reis stehen zudem auf jedem Speiseplan. Sumoringer trinken dazu auch Limonaden und Fruchtsäfte.

8 Lebensmittel für Sportler

Wer Sport treibt, verbraucht Energie. Um den Energiehaushalt wieder aufzufüllen und die Muskeln nach dem Training zu unterstützen, musst du deinem Körper die richtigen Nährstoffe zuführen.

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Jockey

Schon mal einen Sumoringer auf einem Pferd gesehen? Eben. Erfolgreiche Jockeys sind federleicht und halten sich dafür an eine strenge Diät. Mehr als ein Salat am Abend vor einem Wettkampf ist nicht drin, auf das Frühstück wird gänzlich verzichtet – denn je höher das Gewicht, desto langsamer das Rennpferd. Mehr als 55 Kilo darf ein Jockey nicht wiegen. Fitnessstudios sind zudem tabu, denn Muskeln sind schwerer als Fett. „Ich esse oft Gemüse, Salate, Hähnchen, Rind, Fisch und Reis. Süßgetränke trinke ich nicht, außer Red Bull, das dafür oft. Schokolade genieße ich nur morgens, damit sie während der Arbeit gleich wieder verbrannt wird“, sagte Rennreiter Miguel Lopez der „galoppszene.ch“.

Bodybuilder

© Youtube // Munchies

In fast keiner Sportart ist die richtige Ernährung so wichtig wie im Bodybuilding. Da der Muskelaufbau an erster Stelle steht, benötigt der Körper hauptsächlich Eiweiß. Pommes und Burger haben im Ernährungsplan für Kraftsportler nichts zu suchen. 

Schon eher: Eier zum Frühstück, dazu ein Protein-Shake, Fisch zu Mittag und noch ein Protein-Shake, Hühnchen am Abend – und wieder ein Shake. Dazu viel Wasser trinken. Grundsätzlich solltest du deinem Körper mehr Kalorien zuführen, als er verbraucht. Rene Campbell, eine der besten Bodybuilderinnen Europas, schwört auf eine Kalorienbombe aus Hühnchen, Reis und Eiern, die sie alle drei Stunden, sieben Tage die Woche, zu sich nimmt – und zwar in der wettkampffreien Zeit. Vor einem Wettkampf empfiehlt sich eine Diät, die das überschüssige Fett verschwinden und die Muskeln ausdefiniert hervorstechen lässt.

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10 2016 The Red Bulletin

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