Fit wie Michel Bourez

Starke Zahlen: Fit wie Profi-Surfer Michel Bourez

Foto: Trevor Moran/Red Bull Content Pool

Der Surf-Pro aus Tahiti wird von seinen Kollegen „Spartaner“ genannt. ­Wegen seines auch unter Surfern phänomenalen ­Körpers. Was es dafür braucht? Bloss Wasser, Strand und regionale Küche.

 

Leistungsdaten Michel Bourez

  • Disziplin: Surfer  
  • Alter: 30  
  • Größe: 1.75m  
  • Gewicht: 75kg
  • Erfolge: WSL (formerly ASP) World Championship Tour seit 2009 - beste Platzierung: Fünfter, 2014; 2 Siege: Margaret River (Australien) und Rio (Brasilien); ASP European Champion, 2006

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Mal täglich nimmt er Nahrung zu sich: drei Hauptmahlzeiten, dazu zwei Frucht-Smoothies

„In Tahiti essen wir viel Gemüse, Reis und Früchte. Wir ernähren uns von Haus aus gesund“, erklärt Bourez. „Um besser zu werden, musst du auf deinen Körper ­hören.“ In seinem Fall sagt der: ein leichtes Frühstück, ein üppiges Mittagessen und ein leichtes Abendessen – zwischendurch zweimal ein Smoothie, „so kriegt mein ­Körper den ganzen Tag über auf direktem Weg wertvolle Nährstoffe serviert“.

6.1

Höhe (in Metern) der höchsten Welle, die er jemals surfte - Meterhohe Wasserwände sind Bourez’ Alltag. 

Doch die Größe allein sagt wenig darüber aus, wie anspruchsvoll eine Welle ist. Die gefährlichsten gibt es in Teahupoo, Tahiti, seiner Heimat. „Eine 2-Meter-Welle hier hat dieselbe Kraft wie eine 4-Meter-Welle anderswo“, sagt er. Für den Dreißigjährigen sind solche Herausforderungen einfach Hürden, die er nehmen muss. Sein Sport ist ein Langzeitprojekt. „Man muss nicht schnell lernen, aber man muss immer lernen.“

© YouTube // KMH PROD

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So viele Turns auf einer Welle schafft er im Wettkampf

„Bei Surfwettbewerben geht es nicht darum, wer am längsten auf dem Brett steht“, sagt Bourez, „sondern wie viele Turns du auf einer Welle schaffst.“ Beim Rip Curl Pro in Australien schaffte er bis zu acht auf einer langen, niedrigen Welle – üblich sind gerade mal drei. Die dafür nötige Beweglichkeit trainiert Bourez mit Sprints im Sand und mit Stretching-Workouts. „Wendig­keit und Balance brauchst du nicht nur beim Surfen, sondern in jeder physisch fordernden Sportart.“

Surferin Rosy Hodge: Kommentatorin auf Wellenlänge

Wenige würden widersprechen. Als Teil des offiziellen Kommentatoren-Teams der World Surf League (WSL) wird Hodge dafür ­bezahlt, die exotischsten und renommiertesten Spots der Surfwelt zu besuchen und sich - frei vom Wettkampfdruck - dort auch in den Wellen auszutoben. „Ich glaube, ich ­surfe mehr denn je."

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Jiu-Jitsu-Stunden nimmt er im Februar zur Vorbereitung

Für Bourez gibt es keine Auszeiten: „Ich surfe ­mindestens zwei Stunden täglich.“ Jeden Februar, also vor Beginn der WSL World Championship Tour, packt er drei Wochen lang jeden Abend zusätzlich zwei Stunden Jiu-Jitsu drauf. „Es hat viel mit dem Surfen gemein“, sagt Bourez. „Wenn du in Schwierigkeiten steckst, musst du ruhig nach einem Ausweg suchen.“

 

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09 2016 The Red Bulletin

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