James Hetfield

Metallica: Der lange Weg zum Erfolg

Foto: Getty Images

Drei Jahrzehnte lang Hit um Hit produzieren. Wie geht das? Metallica-Frontmann James Hetfield weiss es: weil die Metal-­Legenden einfach mögen, was sie tun.

1963

Am 3. August wird James Alan Hetfield in Kalifornien als Sohn von Christian-Science-Anhängern geboren. Als er 16 ist, stirbt seine Mutter an Krebs – sie verweigerte medizinische Behandlung. Er widmet ihr später den Song „The God That Failed“ und sagt: „Ich weiß über ­höhere Mächte Bescheid.“

1981

„Drummer sucht Metal-­Musiker für Jamsessions zu Tygers of Pan Tang, Diamond Head und Iron Maiden“, liest Hetfield in „The Recycler“, einem L.-A.-Kleinanzeigenblatt. Als Kind lernte er ­Klavier, Gitarre und Schlagzeug. Nun kann er gar nicht anders, als Drummer Lars Ulrich zu antworten: die Geburtsstunde von Metallica.

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1983

Metallica machen durch ­Demo-Tapes und kleine Gigs auf sich aufmerksam, aber keine Plattenfirma finanziert ein Album. Ihr Promoter leiht sich Geld und gründet eine eigene Plattenfirma – im Mai beginnen die Auf­nahmen. Dave Mustaine übertreibt es mit den Drogen und wird durch Kirk Hammett ersetzt. Aus dem Albumtitel „Metal Up Your Ass“ wird „Kill ’Em All“.

Metallica: Kill em all

1986

Mit Hetfield an der Rhythmusgitarre, Hammett an der Leadgitarre und Cliff Burton am E-Bass schärfen Metallica ihr Profil. Sie machen auch Thrash ­Metal immer populärer, besonders mit dem Album „Master of Puppets“. In Schweden stirbt Burton bei einem Tourbus-Unfall. „Ich sah ihn unterm Bus liegen“, sagte Hetfield später, „und wollte den Fahrer umbringen.“ Der wird aber freigesprochen.

© Youtube // TheMetallicaFreaks

1992

Im August erleidet Hetfield bei einem Gig in Montreal Verbrennungen dritten Grades, als er nach einem Missverständnis mit dem Pyrotechniker auf der Bühne in eine sechs Meter hohe Flammensäule gerät. Metallica sind damals auf Tour, um ihr 1991 erschienenes fünftes Album „Metallica“ zu promoten (auch als „The Black Album“ bekannt), die Nummer 16 im Ranking der meist­verkauften Alben der US-Geschichte.

1999

Hetfield ist verheiratet und Vater, seine Band gehört zu den beliebtesten und erfolgreichsten der Welt. Metallica nehmen mit dem San Fran­cis­co Symphony Orchestra das Live-Album „S&M“ auf, das später auch auf DVD und VHS veröffentlicht wird. Es wird trotz nicht allzu wohlwollender Kritik über acht Millionen Mal verkauft.

© Youtube // CaptainPorky Gonka

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2004

Die Doku „Metallica: Some Kind of Monster“ zeigt die Band in den Jahren 2001 bis 2003. Nicht ihre beste Zeit: Burton-Ersatz Jason Newsted verlässt die Band, Hetfield verbringt wegen seiner Alkoholsucht sieben Monate in einer Entzugsklinik und liefert sich zermürbende Machtkämpfe mit Ulrich.

2009

„Can i get a hell yeah!?!“ So beginnt Hetfields Dankes­rede anlässlich von Metallicas Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame (ein verdienter Erfolg). Eigens für diesen Anlass tritt Newsted wieder mit der Band und ihrem neuen Bassisten Robert Trujillo auf. Hetfield dankt seiner Frau, weil sie „mein Leben oft gerettet hat“, und dem Schicksal „für das Geschenk der Musik“. Denn: „Musik ist meine Therapie, ich brauche sie.“

© Youtube // Rock & Roll Hall of Fame

2016

Acht Jahre nach „Death ­Magnetic“ bringen Metallica am 18. November ihr zehntes Studioalbum „Hardwired … to Self-Destruct“. Hetfield und Ulrich schreiben die Songs, Hammett verliert sein iPhone mit hunderten Riff-Ideen für das Album (nein, die Daten waren nicht gesichert). Zum 35-jährigen Bestehen der Band sagt Hetfield: „Wir schreiben Songs, die wir selbst gerne hören … und aus irgend­einem Grund gibt es viele Leute, denen genau diese Songs auch gefallen.“

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01 2017 The Red Bulletin

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