Assassin’s Creed Film

Todesspringer  - Wie funktionieren die Stunts in Assassin’s Creed?

Foto: Kerry Brown, Twentieth Century Fox

„Assassin’s Creed“ bringt Kletterei und Häusersprünge der Games ins Kino. Michael Fassbenders Stuntdouble Damien Walters erzählt, wie man sich als Einspringer fühlt.

THE RED BULLETIN: Wie wird man Michael Fassbenders Stuntdouble?

DAMIEN WALTERS: Mein Freund hat die Stunts am Film koordiniert. Ich war schon immer ein Fan der „Assassin’s Creed“-Reihe, es hat mich extrem gefreut, dabei sein zu können. Ich verbrachte jeden Tag mit Michael, wir machten Kampftraining, übten an den Drahtseilen. Wir kamen super miteinander aus. Ein toller Typ!

Wie fühlt es sich an, eine Figur aus einem Computerspiel ganz ohne Computergrafik in die reale Welt zu holen?

Justin Kurzel, der Regisseur, wollte möglichst echt und natürlich anmutende Bewegungen, also arbeiteten wir nur selten mit Drahtseilen – die Sprünge waren real. Seine Idee war, dass ich mich ein wenig fürchten solle, damit es noch echter wirkt. Es ging alles gut, aber von Dach zu Dach sprangen wir in 20 Meter Höhe. Am Boden lag zwar ein großes Luftkissen, aber runterstürzen muss dennoch nicht sein.

© youtube // KinoCheck 

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Erzähl vom Signature-Sprung des Games, dem Leap of Faith, dem Todessprung. Bei der Landung hast du fast 100 km/h drauf!

Es gibt nicht viele Leute, die sich das antun. Wegen meiner großen Erfahrung entschieden wir uns, den Sprung in echt zu drehen. Ich probte aus 30 Metern. Ging okay. Dann erfuhr ich, dass wir für den Dreh noch weiter raufgehen. Die Sache hätte leicht schiefgehen können. Der tiefe Fall ist gar nicht das Problem, aber man muss flach auf dem Rücken landen – unbedingt. Denn nach 40 Metern freiem Fall wirst du in drei Metern auf null gebremst. Wer da sein Gewicht nicht gleichmäßig auf den Rücken verteilt, hat ein Problem. Allein die Tatsache, dass man auf dem Rücken landet, ist heftig genug. Mann, was für ein Wumms. 

“Nach 40 Metern freiem Fall wirst du in drei Metern auf null gebremst. Wer da sein Gewicht nicht gleichmäßig auf den Rücken verteilt, hat ein Problem“

Was spielt sich kurz vor so einem Sprung im Kopf ab?

„Triff mal lieber das Landekissen, Alter, sonst ist es aus …“

HALTUNGSNOTE 1
Drei Signature-Stunts, die dem Leap of Faith das Wasser reichen.

Bruce Lee’s One-Inch Punch

Der Fauststoß aus nächster Nähe – 1964 von Bruce Lee erstmals präsentiert – wurde Teil der Legende um die Martial-Arts-Ikone. Vierzig Jahre später belebte ihn Uma Thurman bei ihrer Sargflucht in „Kill Bill – Volume 2“ wieder.

Jean-Claude Van Damme’s Helicopter Kick

Der 360-Grad-Tritt gehört in jedes gute Prügelspiel, in echt zelebriert ihn aber niemand wie der ehemalige Karate-Champion Van Damme – etwa in „Bloodsport“. (Aber leider nicht zuletzt in seiner Bier-Werbung.)

© youtube // VanDammeFanz

Tom Cruise hängt rum

Wo Tom Cruise draufsteht, ist Tom Cruise drin. Der kleine große Star hat keinen Bock auf Vertretung durch Stuntmänner, ganz besonders in seinem Hit-Franchise „Mission: Impossible“. Ob an Züge, Wolkenkratzer oder abhebende Flugzeuge: Für eine gute Action-Szene wird Tom richtig anhänglich.

“Schau hinter die Kulissen und erfahre wie es Tom Cruise geschaft hat den A400m Airbus-Stunt selbst zu machen“

© youtube // diefilmfabrik 

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12 2016 The Red Bulletin

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