Backpacker in Osteuropa

Go East: Geheimtipps für Backpacker in Osteuropa

Foto: Unsplash/Joshua Earle  

Über 25 Jahre ist der Fall des Eisernen Vorhangs her – und noch immer bietet Osteuropa einige Perlen, die kaum eine Traveller auf dem Zettel hat. Diese Spots kannst du dir für den nächsten Trip notieren.

Osteuropa steht bei Backpackern derzeit hoch im Kurs: Während ein Großteil der Urlauber sich im Sommer an der spanischen Küste die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, wollen sie unbekanntes Territorium erkunden.

Doch denkste, denn auch im Osten ist der Mainstream-Tourismus angekommen, Dubrovnik, der Balaton und Co. sind längst keine Geheimtipps mehr. Aber es gibt sie noch – die Insidertipps für Urlaubsfeeling ohne Selfiestick-Verkäufer.

Und das Beste: Diese Reiseziele kannst du auch mit kleinem Budget ansteuern. 

  • Sighisoara
  • Plovdiv
  • Ljubljana
  • Kravica Wasserfälle/Mostar

1. Sighisoara – Drakulas Heimat

Dass diese Stadt kaum ein Westeuropäer kennt, liegt vielleicht auch an ihrem unaussprechlichen Namen: Sighisoara. Anders lässt sich kaum erklären, dass es bislang so wenige Reisende in das im 12. Jahrhundert gegründete Städtchen in Rumänien zieht. Seine historische Altstadt trägt seit 1999 den Titel „Unesco-Weltkulturerbe“

Außerdem lockt das kleine Örtchen Literaturliebhaber ebenso wie Gothic- und Horrorfans mit dem wohl berühmtesten Vampir-Mythos: Fürst Vlad III., der Bram Stoker zu seinem Roman „Drakula“ inspiriert haben soll, kam wahrscheinlich in Sighisoara zur Welt und lebte mehrere Jahre dort.

2. Troja des Balkans: Plovdiv

Weiter geht es nach Bulgarien, und zwar nach Plovdiv: Schon die Römer schlugen hier ihre Zelte auf, woran noch heute ein nahezu komplett erhaltenes Amphitheater erinnert.

Die malerische Innenstadt dieses Geheimtipps versprüht aber noch mehr Geschichte. Thraker, Byzantiner, Osmanen – sie aller hinterließen ihre Spuren in Plovdiv. 

Das klingt dir zu angestaubt? Na gut, dann kann dich die zweitgrößte Stadt Bulgariens vielleicht mit ihrer lebendigen Kunst- und Streetart-Szene überzeugen.

Wenn dein Interesse geweckt ist, solltest du dich allerdings beeilen. Denn Plovdiv darf sich 2019 Kulturhauptstadt Europas nennen – und kann dann womöglich den längst verdienten Touristenansturm verbuchen.

3. Ljubljana: Österreichs südlichster Zipfel?

Während sich in Prag und Budapest die Touristen übereinanderstapeln, haben Entdecker in Ljubljana freie Bahn. Die slowenische Hauptstadt überrascht mit einem Antlitz im Habsburger-Style: Hier kommen schon seit Jahrhunderten alpine und slawische Einflüsse zusammen, das spiegelt sich auch in der Architektur wider.

Flaniere an der malerischen Flusspromenade der Ljubeljanica entlang oder misch dich in den Lokalen unter die Studenten.

Genug vom urbanen Flair? Dann unternimm einen Ausflug nach Bled: Bergpanorama und ein türkisblauer See laden dort zu Wanderungen ein. Und damit ist Sloweniens Vielfalt noch längst nicht ausgeschöpft, denn südlich von Ljubljana befindet sich am Golf von Triest das kleine Örtchen Piran.

Früher gehörte Piran zu Venedig – kein Wunder also, dass der venezianische Löwe sich an vielen Häusern in den historischen Gassen finden lässt.

4. Kravica Wasserfälle und Mostar

Ein echtes Naturspektakel erleben Backpacker in Bosnien und Herzegowina: Versteckt in der Nähe des Dorfes Studenci liegen die Kravica Wasserfälle. Von bis zu 28 Metern Höhe prasselt hier kristallklares Wasser hinunter in einen kleinen See. Umrahmt wird das Ganze auch noch von einer grünen Oase, also auf gar keinen Fall Kamera und Badesachen vergessen. 

Den Trip zu den Mini-Niagarafällen kannst du mit einem Besuch des Städtchens Mostar verbinden, das unter anderem für seine berühmte Brücke bekannt ist und neben einer Übernachtungsmöglichkeit auch einige weitere Sightseeing-Spots zu bieten hat.

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08 2016 The Red Bulletin

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