Gute Schauspieler in schlechten Filmen

Star-Schauspieler in Trash-Filmen

Foto: Getty Images

Geld stinkt nicht: Wenn hochkarätige Schauspieler in Trash-Filmen landen.

Sie waren jung und brauchten das Geld – das trifft hier leider nicht zu, denn alle genannten Schauspieler waren bereits gestandene Leinwandgrößen, als sie ihre Unterschriften unter die Verträge für diese Lowlights der Filmgeschichte setzten. Doch was hat sie bloß dabei geritten? Wir stellen die fragwürdigsten Auftritte von tollen Schauspielern in wirklich sehr schlechten Filmen vor. Folgende Stars haben sich blamiert:

●    Robert Downey Jr.
●    Marlon Brando
●    Cate Blanchett 
●    Michael Caine
●    Julianne Moore

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Robert Downey Jr. in „Shaggy Dog – Hör mal, wer da bellt“  

© Youtube // Wane Thyrel

Wann: 2006

Der Trash-Film: Blödel-Experte Tim Allen spielt in dieser drittklassigen Komödie einen Mann, der sich gelegentlich in einen zotteligen Hund verwandelt. Robert Downey Jr. mimt den Bösewicht. Zahlreiche Fremdschäm-Momente garantiert!

Der tolle Schauspieler: Nur zwei Jahre nach „Shaggy Dog“ machte RDJ mit „Iron Man“ fast alle Sünden vergessen und wurde zum bestbezahlten Schauspieler in Hollywood. Marvel graut es vor dem Tag, an dem er endgültig die Eisenrüstung an den Nagel hängt.

Marlon Brando in „D.N.A. - Experiment des Wahnsinns“

© Youtube // Kilkenny1978

Wann: 1996

Der Trash-Film: Als Titelfigur in „The Island of Dr. Moreau“, so der Originaltitel der Buchverfilmung, gibt Marlon Brando mit Sonnenbrille, Hut und weiß geschminktem Gesicht ein äußerst skurriles Bild ab. Doch das ist nicht das Schlimmste, was auf der mit Mensch-Monster-Hybriden besiedelten Insel vor sich geht. Der ganze Film ist ein einziges Desaster.

Der tolle Schauspieler: Zugegeben, seine beste Zeiten waren 1996 vorbei. Nichtsdestotrotz ist Marlon Brando mit seiner sehr physischen und dynamischen Spielweise eine Legende. Warum er sich wohl dennoch auf das fragwürdige Abenteuer einließ? Noch kurioser als das Endergebnis soll sein Verhalten am Set gewesen sein. So ließ er sich angeblich die Dialogzeilen via Ohrkopfhörer vorsprechen.

Cate Blanchett in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“

© Youtube // Movieclips

Wann: 2008

Der Trash-Film: Ja, Steven Spielberg führte Regie, das könnte man „Indiana Jones 4“ zugutehalten. Ansonsten ist es leider eine eher unrühmliche – und unnötige – Fortsetzung der Indy-Reihe, in der sich Shia LaBeouf an Lianen schwingend vor dem sicheren Tod rettet. Schade.

Die tolle Schauspielerin: Diesen Ausrutscher – und den grauenhaften Akzent – müssen wir Cate Blanchett verzeihen, denn davon abgesehen kann sie kaum etwas falsch machen. Zwei Oscars, großartige Independent-Filme und eine unvergleichliche Hollywood-Glamour-Aura machen sie zur Vorzeige-Leinwandgröße

Michael Caine in „Der weiße Hai 4 - Die Abrechnung“

© Youtube /// Movies

Wann: 1987

Der Trash-Film: Während „Der weiße Hai“ 1975 noch Maßstäbe in Sachen Suspense und subtiler Horror setzen konnte, wurden die drei Fortsetzungen immer trashiger. Auf Rotten Tomatoes hat der letzte Aufguss, der an vielen Stellen unfreiwillig komisch geraten ist, ungewöhnliche 0 % Zustimmung.

Der tolle Schauspieler: In Michael Caines Filmografie wechseln sich hervorragende Filme mit durchschnittlichen ab – wie er bei der Filmauswahl vorgeht, weiß also niemand so genau. Seiner Reputation bei Fans und Kritikern konnten glücklicherweise auch Tiefpunkte wie „Der weiße Hai 4 - Die Abrechnung“ nichts anhaben. Fun Fact: Caine hat zugegeben, den Film nie gesehen zu haben. Stattdessen habe er das Haus vor Augen gehabt, dass er durch den Dreh finanzieren konnte.

Julianne Moore in „Seventh Son“

© Youtube // Movieclips Trailers

Wann: 2014

Der Trash-Film: Seit „Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ haben Fantasyfilme es schwer in Hollywood. „Seventh Son“ konnte das Genre ebenfalls nicht aus dem Tief holen, dank seines uninspirierten Drehbuchs und schlechter CGI-Kreaturen. Da konnten auch Jeff Bridges und Julianne Moore nicht helfen.

Die tolle Schauspielerin: Ob Julianne Moore unbedingt einmal in einem Fantasyfilm mitmischen wollte? Oder lockte doch ein satter Gehaltsscheck? In ihre Filmografie passt der Streifen nur bedingt, denn gewöhnlich ist die Oscargewinnerin in ernsthaften und anspruchsvollen Hollywood-Produktionen zu sehen.

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04 2017 The Red Bulletin

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