Iggy Pop und seine besten Kooperationen

Iggy Pops wichtigste Kollaborationen

Foto: RAINER HOSCH
Text: Florian Obkircher 

Für Iggy Pop gilt seit jeher: Jede neue Zusammenarbeit ist eine willkommene Herausforderung. Hier fünf seiner wichtigsten Kollaborationen – und ebenso viele Erkenntnisse des Godfather of Punk.
Selbstfindung
= Iggy Pop + David Bowie

1976. Pop zieht mit Bowie nach West-Berlin, um gemeinsam von den Drogen loszukommen. Der Plan scheitert zwar, doch die zweijährige Phase ist fruchtbar: Mit Bowie produziert Pop seine besten Soloalben („The Idiot“, „Lust for Life“). Bowie hilft Pop, seine Neurosen zu thematisieren und sie positiv zu nutzen.

Dazu hören: „The Passenger“

Iggy Pop im Berkeley Theatre in San Francisco mit David Bowie am Keyboard

© Getty Images 

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Krisenbewältigung
= Iggy Pop + Sex Pistols + Blondie

1984. Pops Erfolg nimmt in gleichem Ausmaß ab, wie der Drogenkonsum zunimmt. Regisseur Alex Cox bittet Iggy um den Titelsong für seinen FilmRepo Man“. Der holt Steve Jones (Sex ­Pistols) und Nigel Harrison (Blondie) ins Studio. Der Song ist in 30 Minuten geschrieben und aufgenommen. Und bis heute einer seiner besten. 

Dazu hören: „Repo Man“

Hör dir den “Repo Man“-Soundtrack an!

© youtube // Rubber Soul

Punk-Rock-Legende Iggy Pop im Interview

Meine besten Partner traf ich durch Zufall. Vor ein paar Jahren landete ich am Weg zu einer Award-Show in einem Bus voller Journalisten. Eine Erfahrung, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche. Wie charmant! Hahaha. Es wurde aber eine lohnende Fahrt. Denn einer empfahl mir, diese neue ­Sängerin namens Peaches auszuchecken.

Authentizität
= Iggy Pop + The B-52s

1990. Er ist in den USA eine Legende, dennoch hat Pop nur zwei Top-30-Hits in den dortigen Charts. Einer davon: das Duett „Candy“. Lange sucht er eine passende Gesangspartnerin, niemand passt, bis er in der B-52’s-Sängerin Kate Pierson fündig wird – weil ihr Kleinstadtakzent der besungenen Dame sehr nahe kommt. 

Dazu hören: „Candy“

© youtube // emimusic

Offenheit
= Iggy Pop + Donatella Versace

2001. Wegen seiner Bedenken, einen Verrat am Punk zu begehen, lehnt Pop Angebote aus der Modebranche lange Zeit ab. 2001 dann das Umdenken: „Wie viele Jahre habe ich diese Idioten bei Fashion Awards rum­hampeln sehen. Als ob man das nicht besser machen könnte!“ Er spielt bei Donatella Versaces Modeschau, was letztlich seinen zweiten Karrierefrühling einläutet. 

Dazu hören: „V.I.P.“

© youtube // Lucio P. Fantini

Vorbereitung
= Iggy Pop + Josh Homme

2016. Auf seinem aktuellen Album holte sich Pop die Hilfe des Queens-of-the-Stone-Age-Frontmanns. Weil die beiden sich vor ihrer Kollaboration kaum kannten, schickt Pop dem Kalifornier zur Einstimmung eine Sammlung seiner Zeichnungen, Tagebucheinträge und Kurzgeschichten über sein Sexualleben. Mit Erfolg: „Aus fast allem, was er mir schickte, wurden schnell Songzeilen“, sagt Josh Homme. 

Dazu hören: „Gardenia“

Iggy Pop + Josh Homme = preparation

Iggy Pop @ Heineken Music Hall in Amsterdam, im Jahr 2016

© Getty Images

Die ultimative Iggy-Pop-Playlist

Iggy Pop I Confront life!, a playlist by Red Bull Playlists on Spotify

From having pennies thrown at in his early days to being labelled godfather of punk at age 60: Iggy Pop talks with The Red Bulletin about lust for life, artistic doubt, collaboration with the likes of David Bowie and Kesha, and feeling naked in front of humans. Enjoy a selection of his hits.

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02 2017 The Red Bulletin

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