Felicity Jones

Felicity Jones: „Sei immer am Grübeln“  

Text: Rüdiger Sturm
Foto: Getty Images

Felicity Jones rettet ihren Patienten Tom Hanks im neuen Dan-Brown-Film „Inferno“. Wie boxt sich die 32-jährige Britin im realen Leben durch?

Die britische Schauspielerin Felicity Jones gelang der Durchbruch in Hollywood im Jahr 2011 mit dem romantischen Drama Like Crazy, vier Jahre später wurde sie als beste Hauptdarstellerin für den Academy Award nominiert. Dies gelang ihr für die Performance in der Rolle von Professor Stephen Hawking’s Frau, Jane, in The Theory Of Everything.

In den nächsten Monaten werden wir sie in der neuen Dan-Brown-Verfilmung Inferno, und in Rogue One: A Star Wars Story sehen.

Im Interview mit „The Red Bulletin“ spricht Felicity Jones über

  • ausgelotete Grenzen und neue Herausforderungen
  • ihre abenteuerliche Jugend
  • „wichtige“ Dinge, die sie bei den letzten Dreharbeiten gelernt hat

Schau dir den Trailer zu Inferno an. Filmstart ist am 14. Oktober!

© youtube // diefilmfabrik   

THE RED BULLETIN: Sie haben für Ihre Filme schwierige Dinge gelernt – wie Skateboarden und Snowboarden. Ihr Rezept dabei?

FELICITY JONES: Zeit und Anstrengung investieren. Und davon ganz schön viel.

Klingt unspektakulär.

Was soll ich sagen? Es ist eine mühselige Angelegenheit. Wann immer ich mir was Neues aneigne, muss ich das wieder und wieder tun. Große Golfer sagen: „Du brauchst Übung, um diesen Moment von Leichtigkeit und Spontaneität zu erreichen.“ Was auch bedeutet, dass du nach diesem Moment weitermachen musst. Ich war schon sechs Jahre lang nicht mehr snowboarden. Höchste Zeit also, auf der Piste zu checken, ob ich’s noch kann. 

Da sind auch jede Menge Ängste zu überwinden …

Ich fürchte mich nicht vor Herausforderungen. Ich genieße jede Chance, zu experimentieren und etwas auszuprobieren, was ich noch nie zuvor getan habe. Ich wuchs in einer ziemlich abenteuerlustigen Familie auf: Wir ­waren viel an der frischen Luft, ritten, radelten, surften und fuhren Ski

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Normalerweise rebellieren ja Kinder gegen die Lebensweise ihrer Eltern. 

Nicht in unserem Fall. Mein Bruder und ich trieben unsere Eltern extra an, unsere Devise war immer „Schneller und weiter“. Als mein Bruder ziemlich gut im Rollerbladen wurde, habe ich ihm sofort nachgeeifert. Wir versuchten ständig, unsere Grenzen auszuloten. 

„Mein Bruder und ich trieben unsere Eltern extra an, unsere Devise war immer Schneller und weiter“

Würden Sie als Mutter Ihre eigenen Kinder auch so ­unterstützen?

Kinder brauchen Grenzen. Es ist natürlich furchtbar, die ­faden Eltern zu spielen. Aber mein Instinkt sagt mir, dass du aus Sicht deiner Kinder langweilig sein musst. Sonst lernen sie nie Disziplin. 

Loten Sie als Erwachsene noch Ihre Grenzen aus?

In meiner Arbeit schon. Ich kann nicht schlafen, weil ich immer am Grübeln bin: ­Kriegen wir’s noch besser hin? Als kreativer Mensch hast du gar keine andere Option, als so zu denken.

Haben Sie bei der Dan-Brown-Verfilmung „Inferno“ was Nützliches gelernt?

Wie man am Markusplatz durch Massen von Touristen manövriert. Und ein paar Brocken Italienisch.

Wie war’s beim „Star Wars“-Prequel „Rogue One“? Ist da was hängengeblieben?

Nahkampftechniken, die mir die Stuntleute beigebracht haben. Das habe ich geliebt.

Schau dir den Trailer zu  Rogue One: A Star Wars Story an. Filmstart ist am 16. Dezember!

© Youtube // vipmagazin 

Sie können es also jetzt mit mir aufnehmen?

Dazu haben Sie nicht die richtige Größe. Momentan könnte ich mich bloß gegen einen Zwerg behaupten. Wie ich schon sagte: Ich brauche Übung.

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11 2016 The Red Bulletin

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