Mahershala Ali

Steckbrief: 
Das ist Mahershala Ali

Foto: Getty Images

Wenn Musik auf Schauspiel trifft: Alles, was du über den „Moonlight“-Star und Oscargewinner Mahershala Ali wissen musst

Nach einer langen Reise ist er angekommen. Ganz oben. Am 26. Februar, dem Abend der Oscarverleihung, reckte Mahershala Ali einen Academy Award in die Höhe. Es war die letzte Station einer langen Award Season und krönte den Triumphzug von „Moonlight“, der an diesem Abend nicht nur zum besten Film gewählt wurde, sondern eben mit Ali auch den „Besten männlichen Nebendarsteller“ stellte.

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43 Jahre alt ist Ali schon, auch wenn man ihm das nicht unbedingt ansieht. Geboren wurde er am 16. Februar 1974 in Oakland, Kalifornien. Sein christlicher Geburtsname lautet Mahershalalhashbaz Gilmore. Der Vorname stammt aus der Bibel, seine Mutter wählte ihn, nachdem sie davon geträumt hatte. 1999 konvertierte er zum Islam und änderte seinen Nachnamen in Ali. Seinen Vornamen kürzte er 2010 zu Mahershala.

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Zur Schauspielerei brachte ihn der Sport. Ali erhielt für das St. Mary’s College ein Basketballstipendium. Doch wirklich angetan hatte es ihm die Bühne: Nach seinem Abschluss in Schauspielerei an der New York University im Jahr 2000 folgten erste Serienrollen, längere Auftritte auf dem TV-Schirm boten ihm „Crossing Jordan“, „Threat Matrix – Alarmstufe Rot“ und „4400 – Die Rückkehrer“. Seine Karriere plätscherte aber eher dahin.

Alis Talente liegen nicht nur in der Schauspielerei. Rapmusik prägte seine Jugend, sein Leben. 2007 nahm er unter dem Pseudonym Prince Ali ein eigenes Album auf, „The Curb Side Service“. Seine Katze hat er nach der Hip-Hop-Legende Nas benannt. Selbst in der Vorbereitung auf seine Rollen spielt Musik eine entscheidende Rolle. Dazu später mehr.

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Alis Fokus lag trotzdem weiterhin vor der Kamera. 2008 ergatterte er seine erste größere Filmrolle als Tizzy Weathers in „Der seltsame Fall des Benjamin Button“. Doch die Tür nach Hollywood stieß er als Remy Danton auf, der ständig mit sich hadernde, strippenziehende Lobbyist aus der Netflix-Hitserie „House of Cards“.

Es folgten größere Filmrollen, unter anderem in „Die Tribute von Panem – Mockingjay“. Fast wäre Ali auch in „Game of Thrones“ zu sehen gewesen, doch er versemmelte das Vorsprechen. „Das war eine der schlimmsten Auditions in meinem Leben“, verriet er bei „Jimmy Kimmel Live“.

© Youtube // Jimmy Kimmel Live

In der Marvel-Serie „Luke Cage“ von 2016 überzeugte Ali als Verbrecherboss Cornell „Cottonmouth“ Stokes. Dieser verehrt den Rapper Notorious B.I.G und steht in einer prägenden Szene vor einem Bild der Hip-Hop-Ikone.

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Als Eigentümer von Harlems angesagtestem Nachtclub ist die Musik ein fester Bestandteil von Stokes‘ Leben. Wie eben auch bei Ali, der für seine Vorbereitung auf die Figur des Oberschurken eine eigene Playlist zusammengestellt hat. Jedem Charakter, den er spielt, verpasst er einen eigenen Soundtrack. „Musik, welche die Figur anspricht, welche die Welt widerspiegelt, in der sie lebt, Songs, die sie hörte, während sie aufwuchs“, erklärte Ali dem „Guardian“ seine Songauswahl. Er hört sie in seinem Trailer oder auf der Fahrt zum Set, es helfe ihm, sich zu fokussieren.

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Seine Soundtracks und seine immer größer werdenden Rollenangebote haben den ersten muslimischen Oscargewinner also dahin gebracht, wo er heute ist: in die erste Garde Hollywoods. Neben „Moonlight“ spielt Ali nämlich auch in „Hidden Figures“ mit, ebenfalls bei den Academy Awards nominiert.

Zu keinem glücklicheren Zeitpunkt hätte seine Frau Amatus das erste Kind der beiden bekommen können. Vier Tage vor seinem Oscartriumph erblickte Tochter Bari Najma das Licht der Welt.

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Es läuft für Ali. Doch auch wenn er aktuell auf einem vorläufigen Höhepunkt angekommen ist, geht seine Reise jetzt erst los. Hoffentlich hat er noch einige Playlists im Gepäck.

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03 2017 The Red Bulletin

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