Adam West as Batman

Was wurde aus diesen Batman-Darstellern und welcher von ihnen war wirklich der beste?

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Kein Superheld wurde von so vielen verschiedenen Schauspielern verkörpert wie Batman - aber welcher von ihnen war der beste? - Teil 1

Ben Affleck streift in Batman V Superman, einem der größten Filme des Jahres, den Batsuit über und avanciert damit zum bereits neunten Star, dem die Rolle des maskierten Rächers zuteil wird. Aber wer waren seine acht Vorgänger und wie haben sich ihre Interpretationen des dunklen Ritters über die Jahre unterschieden? Und am wichtigsten: Wer war der beste Batman?

1. Lewis G. Wilson (1943)

Der erste Batman sorgte für gleich mehrere Premieren: Es war Wilsons Schauspieldebüt (im Alter von 23 Jahren), er war der Erste, der jemals das Cape trug und es war das erste Mal, dass ein DC-Comics-Charakter verfilmt wurde, nur vier Jahre nach Erscheinen der Erstausgabe des Batman-Comics. Der Film scheute sich nicht, auf den fahrenden Zug der Kriegspropaganda aufzuspringen; Bösewicht Dr. Daka verkörperte das Mastermind einer japanischen Spionage- und Sabotagegruppe.

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Kostüm und Figur: Er sah eher wie dein Onkel auf einer Kostümparty denn ein furchteinflößender Bekämpfer des Verbrechens aus. Freunden der britischen Komik kommt da unweigerlich Only Fools and Horses in den Sinn. 
Das kam danach: Wilsons Hollywood-Karriere hielt nicht lange an, wie er es 1950 selbst formulierte. 
Fun Fact: Er war mit Dana Natol verheiratet, die später den durch James Bond bekannten Albert R. Broccoli ehelichte. Zudem ist Wilson Vater von Bond-Executive Producer Michael G. Wilson.

Rating: 4/10 Batarangs

2. Robert Lowrey (1949)

Mit 36 Jahren war Lowrey deutlich älter als sein Vorgänger, als er 1949 in Batman und Robin die Strumpfhosen überzog, um gegen das Verbrechen in den Kampf zu ziehen. Diesmal bekam er es mit dem hinter einer schwarzen Kapuze vesteckten Wizard und seiner Gang zu tun.

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Kostüm und Figur: Lowrey füllte den Suit besser aus als Wilson, von dem viele meinten, er sei um die Taille ein wenig zu schwach gewesen. Das Outfit wurde zudem dunkler und angsteinflößender.
Das kam danach: Es war Lowreys einziger Film in der Rolle des Batman, er blieb in Hollywood aber bis in die späten 60er Jahre sehr aktiv. 
Fun Fact: Lowrey gab 1956 in Adventures of Superman einen Gastauftritt, was ihn zum ersten Batman machte, der an der Seite von Superman auftauchte.

Rating: 6/10 Batarangs

3. Adam West (1966)

Wahrscheinlich DER Batman, den viele Menschen als erstes im Hinterkopf haben. Die kitschigen, übertriebenen, bunten Abenteuer von Batman dominierten gleichermaßen in TV und Film einen Großteil der 60er Jahre und machten Adam West zum längstdienenden Darsteller des maskierten Rächers. Der Overkill der Version aus den Swinging Sixties sollte noch für mehr als eine weitere Dekade ausreichen … 

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Kostüm und Figur: Von den hochgezogenen Augenbrauen über das blaue Cape bis hin zu Gadgets wie dem Hai-abwehrenden Batspray - alles an diesem Batman war aus heutiger Sicht irgendwie schräg.

Was kam danach: Gefangen in einer Schublade. West verbrachte den Großteil der folgenden Jahrzehnte mit verschiedenen Batman-Projekten und Cameoauftritten, der bekannteste darunter als Mayor Adam West in Family Guy.

Fun Fact: West lehnte in den frühen 70er Jahren die Rolle des James Bond ab, als man über einen amerikanischen Bond nachdachte. West meinte aber, dieser Charakter sollte nur von einem Briten gespielt werden. Da dürfte er wohl die Chance seines Lebens ausgelassen haben.

Rating: 6/10 Batarangs

4. Michael Keaton (1989)

Nach den heiteren Tagen der 60er ging Batman mit der Zeit und wurde zur dunkleren, düsteren Version der späten 80er. Die Entscheidung von Regisseur Tim Burton, Komiker Keaton für die Rolle zu besetzen, wurde kontroversiell diskutiert, entpuppte sich aber als goldrichtig. Ebenso wie die Auswahl von Jack Nicholson als Joker - er gab einen der grandiosesten Bösewichte der Filmgeschichte ab.

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Kostüm und Figur: Viel Gummi kam ins Spiel, als Batman anfing, auf mehr Schutzausrüstung zu setzen und dafür sogar die Bewegungsfreiheit seines Kopfes opferte.

Das kam danach: Keaton brillierte auch im ebenso starken Batman Returns und war in den 90ern enorm gefragt. Nach einigen ruhigeren Jahren gewann er 2015 einen Golden Globe und wurde für seine Rolle als abgehalfterter Superhelden-Darsteller in Birdman für einen Oscar nominiert. 

Fun Fact: Eigentlich heißt Keaton Michael Douglas. Nur um ständige Verwechslungen mit seinem gleichnamigen Schauspielerkollegen zu vermeiden, benannte er sich schließlich um. 

Rating: 8/10 Batarangs

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03 2016 redbulletin.com

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