LG 30R - Die Zukunft des Fernsehens

5 Technologien der Fernseh-Zukunft

Foto: lgdisplay.com

Das Fernsehen entwickelt sich technologisch ständig weiter. Hier sind 5 Varianten, wie wir in Zukunft TV-Inhalte konsumieren könnten.

Die Umstellung von Schwarz-Weiß- auf Farbfernsehen war eine Revolution, heute kostet uns dieser Quantensprung rückblickend nur noch ein müdes Lächeln. High Definition, Ultra High Definition, Super Hi-Vision 8k, etc. - bald werden wir nicht mehr untescheiden können, ob wir in den Fernseher oder aus dem Fenster sehen.

Aber vielleicht wird sich der technologische Fortschritt nicht nur in puncto Schärfe durchsetzen, sondern uns auch völlig neue Geräte bescheren.

Diese 5 Technologien versprechen ein neuartiges Fernseherlebnis:

  • Drohnen-TV
  • Fernsehfolie
  • Retinadisplay
  • Screenwand
  • Videolinsen
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1 Drohnen-TV

So fern war Fernsehen noch nie: Bei der diesjährigen Ars Electronica in Linz gab der kalifornische Prozessorhersteller Intel den Blick in eine mögliche Zukunft des gemeinsamen Film- und Serienschauens frei: Hundert Drohnen flogen über der Stadt eine LED-Lightshow und schrieben dabei Zeichen in den Nachthimmel. Konsequent weitergedacht, könnten in einigen Jahren statt hundert vielleicht eine Million Mini-Drohnen als fliegende Pixel einen Megascreen bilden. Traumhaft: nächtliches Binge-Watching, in der Wiese liegend.

Nächster Schritt Open-Air-Kino? Mit fliegenden Screens aus Millionen von Pixel-Drohnen könnte das Firmament zur „Leinwand“ werden. 

© Youtube // Ars Electronica

2 Fernsehfolie

Statt den Fernseher auszuschalten, rollst du ihn einfach platzsparend zusammen. Oder du nimmst ihn mit in die Küche und pappst ihn dort an den Kühlschrank. Noch vor zehn Jahren waren TV-Geräte schwere Kisten. Heute sind sie wenige Zentimeter flach. Und in zehn Jahren werden unsere Screens hauchdünne Folien mit einer speziell entwickelten Polymerschicht sein. LG hat zu Jahresbeginn auf der Elektronikfachmesse CES in Las Vegas einen beeindruckenden Prototyp vorgestellt. Und wann kommen die Dinger auf den Markt? LG sagt, man würde ja gern, aber die Nach­frage sei noch zu gering. Oh-kay.

Die Fernsehfolie LG 30R hat einen 18-Zoll-Screen, ist 0,15 mm dünn und lässt sich zusammenrollen. 

© Youtube // Mobilegeeks.de

3 Retinadisplay

Die Netzhaut als Leinwand: Wer sich den „Glyph“ des US-Startups Avegant aufsetzt, bekommt das Videobild direkt ins Auge projiziert. Das Hirn verarbeitet die Licht­information, die dabei auf die Netzhaut trifft, so als wäre es das reflektierte Licht der realen Umgebung. Noch nie hat uns eine Technologie so gut Realität vorgeschwindelt. Angeblich, so viele Tester, habe der Glyph das klarste Bild aller Virtual-Reality-Brillen, die derzeit am Markt eintrudeln. Aber dieser La-Forge-Balken vorm Gesicht, na ja.

Von hinten: Zwei Millionen Mini-Spiegel reflektieren die Videoquelle (Auflösung: 720p) in jedes Auge des Benutzers. Von oben: Mit Augenbalken und Kopfhörern macht der Avegant Glyph den Trip in die Parallelwelt perfekt.

4 Screenwand

Ein durchaus vorhersehbarer Zukunftstrend: Die Fernseher werden weiter wachsen. Sie werden nicht nur wandgroß sein, sie werden selbst Wände sein. Und Teil der Architektur unserer Wohnungen. Samsungs Videowand der Zukunft läuft unter dem Namen „Modular TV“: Einzelne Wandpaneele fügen sich je nach Programminhalt, Bildformat und gewünschter Auflösung zu verschieden großen Screens ­zusammen. Blofeld hätte seine Freude dran.

© Youtube // Gizmodo

5 Videolinsen 

Sie ist schon seit längerem der heilige Gral der Videotechnologie: die Kontaktlinse mit inte­griertem Fernseher. Tatsächlich hat Samsung schon mal das Patent für eine Kontaktlinse angemeldet, die ein Display, eine Kamera und einen Sender beherbergen soll. Und wie Forscher an der University of South Australia bewiesen haben, können schon jetzt Schaltkreise in eine dünne Polymerbeschichtung auf der Kontaktlinse eingearbeitet werden. Was dann als Nächstes kommen wird, wenn alle mit Kamera im Auge rumlaufen? Gesichtscreme mit Störsender-Partikeln.

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