GoPro-Gründer Nick Woodman

Nick Woodman veränderte mit GoPro unsere Perspektive

Foto: Screenshot/Red Bull TV

Heute kannst du in den Fokus deiner eigenen Actionfilme treten. Weil Nick Woodman kein Teamsportler war und sich irgendwann eine Kamera auf das Handgelenk schnallte.

Eigentlich ging es Nick Woodman nur darum, seine eigenen Surferlebnisse aufzuzeichnen, als er die GoPro erfand. Mittlerweile ist die kleine, superrobuste Action-Kamera unverzichtbarer Begleiter der großartigsten Sportler, Fotografen und Traveller. Mit ihr hat Woodman nicht nur den Prototypen einer Kamera-Kategorie geschaffen, sondern ein ganzes Lifestyle-Netzwerk aufgebaut, in dem Amateure sich gegenseitig mit professionellen Aufnahmen ihrer Stunts, Downhill-Actions & Co inspirieren.

„Meine ursprüngliche Idee von GoPro war es, ein eigenes kleines Surfunternehmen zu haben, in dem ich mit fünf oder sechs Freunden und Familienmitgliedern zusammenarbeiten kann“, erinnert sich Woodman.

Nun ja, GoPro wurde etwas größer.

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Auf die Entrepreneur-Laufbahn führte Woodman der Sport, den er am malerischen Ocean Beach von San Francisco lieben lernte: Surfen.

„Ich hatte immer das Gefühl, ein bisschen in meiner eigenen Welt zu sein, während alle anderen sich anpassten und getan haben, was ihnen der Coach gesagt hat“, erinnert er sich an seine Zeit an der Highschool. „Mich vom Teamsport zu entfernen war ein sehr prägender Entschluss, das hat mir ein  Gefühl dafür gegeben, auf meinem eigenen Weg zu sein.“

Nick Woodman haben wir Bilder wie diese zu verdanken.

© Youtube // GoPro

Auf einem Weg, der sich für den Unternehmer Woodman als äußerst steinig erwies. Er gründete zwei Startups - ohne Erfolg. Vor allem mit „Funbug“, einer Gaming-Plattform, auf der User die Chance auf Geldpreise hatten, fiel Woodman gehörig auf die Nase und durfte sich als Teil der geplatzten Dotcom-Blase betrachten. Er verlor vier Millionen Dollar. Geld, das Leute in ihn investiert hatten, weil sie an Woodman und seine Idee geglaubt hatten.

Sein Tiefpunkt sollte sich aber als entscheidender Wendepunkt in Woodmans Biographie entpuppen. Er ließ das Web-Business hinter sich und orientierte sich vollkommen neu. Um die Erlebnisse eines fünfmonatigen Trips durch Australien und Indonesien festzuhalten, baute er aus einer kaputten Boardleash, ein paar elastischen Bändern und einer billigen, wasserdichten Kamera den ersten GoPro-Prototyp, den er sich auf sein Handgelenk schnallte. 

Zurück in den Staaten und um viele Erfahrungen reicher arbeitet Woodman akribisch an der Perfektionierung seiner Konstruktion und brachte sie unter die Menschen. Aus einem alten VW-Bus – dem Traum eines jeden Surfers – heraus verkauften er und sein kleines Team die Kameras an Kaliforniens Stränden.

18-Stunden-Tage waren keine Seltenheit, denn „ich wollte meinen kreativen Prozess nicht unterbrechen und das Geschäft unbedingt zum Laufen bringen.“ Dieser Arbeitseifer führte phasenweise dazu, dass Woodman sich auch hier in seiner eigenen Welt befand, erinnert sich Chris Clark, Woodmans bester Freund und PR-Verantwortlicher bei GoPro. „Ich glaube, der längste Zeitraum, den wir durchgehend gearbeitet haben, waren drei Tage. Einmal stand Nick oben in der Küche und wollte ein Ei kochen. Als ich dazu kam, sah ich das verbrannte Ei im Topf – auf das Wasser hatte er vergessen.“

Woodmans Tüftlerei und Beharrlichkeit machten sich bezahlt. Durch Bewegtbild, Weitwinkel und HD hob er die GoPro immer wieder auf neue Levels. Er tapte sie auf alles, was sich bewegte, von der Spitze seines Surfboards bis zur Radaufhängung eines Rennwagens. Woodman eröffnete der Welt neue Perspektiven.

Aus seiner Vision einer Surf-Kamera für das Handgelenk wurde die Möglichkeit, sich selbst in den Fokus zu rücken. Plötzlich war es jedem möglich, zum Regisseur, Darsteller und Vertreiber seiner eigenen Actionfilme zu werden. Oder wie es Brad Schmidt, GoPros Creative Director ausdrückt: „Es startete als kleines Unternehmen für Surfer und explodierte zu einer Kamera für alles. Das hat niemand von uns erwartet.“

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