Richard M. Browning ist der echte Iron Man

Richard M. Browning - der echte Iron Man

Text: JJ Dunning
Foto: Anthony Rubinstien/Red Bull Content Pool

Wie fühlt es sich an, in einem realen Iron-Man-Anzug zu stecken? Laut Richard M. Browning, dem Erfinder eines solchen Prototypen, ist es, „als würde man ein Fahrrad in drei Dimensionen fahren.“

Richard M. Browning ist Ex-Soldat und „inspiriert von Dingen, die zuvor noch nicht gemacht wurden.“ Der 38-Jährige hat seinen Jet-Anzug über zehn Monate in seiner Garage im englischen Salisbury gebaut. Benannt hat er ihn nach einer Figur der griechischen Mythologie: Daidalos, der Vater des Ikarus

Für genügend Antrieb sorgen Mini-Jet-Motoren, ähnlich jenen, die für Modelflugzeuge verwendet werden. Sechs Stück davon sind an Armen und dem unteren Rücken befestigt. Obwohl der Anzug beachtliche Geschwindigkeiten und Höhen erreichen könnte, übt sich Browing derzeit noch in Zurückhaltung.

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„Mit dem Anzug könnte ich theoretisch an die meisten Orte fliegen“, erzählt er. „Aber auch wenn es möglich wäre, einige hundert Meilen pro Stunde und tausende Fuß hoch zu fliegen, bewege ich mich meist nur ein paar Meter über dem Boden.“

Vermutlich stimmt es, was man sagt: Aus großer Macht folgt große Verantwortung. (Auch wenn das Zitat aus „Spider-Man“ stammt.) Denn eine Eroberung des Luftraumes ist einerseits eine rechtliche Frage und andererseits verdammt gefährlich.

Richard M. Brownings funktionstüchtiger Iron-Man-Anzug

„Dieses Projekt begann mit der Frage, was du erreichen kannst, wenn du den menschlichen Körper, den menschlichen Geist und die beste Technologie kombinierst“, Richard M. Browning.

© Anthony Rubinstien/Red Bull Content Pool

Hartes Training für die Freiheit des Fliegens

Wer fliegen will wie Tony Stark, sollte sich vorab körperlich in Schuss bringen, denn um den Anzug zu kontrollieren, benötigt es enormen physischen Aufwand.

Selbst Browning – einen passionierten Triathleten, Ultramarathon-Läufer und Extrem-Kanuten – bringt der Anzug ans Limit seiner körperlichen Leistungsfähigkeit. Er beschreibt die Kräfte, die beim Lenken der Düsen auf ihn wirken, als „heftig“.

Um das Ding überhaupt fliegen zu können, folgt er einem strikten Workout-Plan. In einer gewöhnlichen Trainingswoche spult er 150 km auf dem Rad ab und absolviert drei intensive Calisthenics-Einheiten. Und jeden Samstag steht ein 40-km-Lauf auf dem Programm. Startzeit: 2 Uhr morgens.

Ob es das alles wert ist? Nun ja, urteilt selbst …

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04 2017 RED BULL.COM

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