Buddhistische Übungen

Crashkurs: Buddhistische Übungen für Entspannung im Alltag

Foto: Getty Images

Auch mal wieder voll unter Stress und keine Ahnung, wie du wieder zu Atem kommst? Der Buddhismus lehrt unter anderem die Praxis der Achtsamkeit – die kann im Alltag Gold wert sein.

Wer würde nicht gern ein ganzes Stück entspannter durchs Leben gehen. Ob Privatleben oder Job, immer wieder kommt es zu Erfahrungen, die an unseren Nerven zerren und den Puls nach oben treiben. 

Das buddhistische Konzept der Achtsamkeit bietet ein Gegengewicht, das den Anspannungslevel gehörig senken kann.

Hier sind ein paar Übungen, die sich locker in die alltäglichen Abläufe integrieren lassen und dem Hamsterrad den Kampf ansagen:

Was bringt Achtsamkeit?

Auch wenn Achtsamkeit insbesondere beim Buddhismus eine große Rolle spielt: Als Geisteshaltung muss sie nicht zwingend mit dieser Tradition verknüpft werden. Ob nun buddhistisch geprägt, in der westlichen Psychologie oder als individueller Ansatz: Es geht stets darum, sich von „Leiden“ zu befreien, dem Stress entgegenzuwirken, sich etwas Gutes zu tun. Klingt ganz nach etwas, das wir alle hin und wieder ganz gut gebrauchen können.

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Training ist alles

Jeder Sportler weiß: Ohne Training geht wenig. Das gilt auch in diesem Fall, wenn die Übungen zur Achtsamkeit den Stresslevel möglichst spürbar senken sollen. Gerade zu Beginn heißt es, die Erwartungshaltung zu dämpfen. Erst durch das Wiederholen schleift sich der Ablauf ein und es kommt zu „Trainingseffekten“. Das Gute in diesem Fall: Die Übungen können überall und jederzeit praktiziert werden.

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Vier Positionen des Körpers, vier Übungen

Unser Körper befindet sich stets in einem von vier Positionen: Wir gehen, liegen, stehen oder sitzen. Führe die nachstehende Übung auf allen vier Positionen durch. Das muss nicht direkt hintereinander sein, auch über den Tag verstreut entfalten die Maßnahmen zu den einzelnen Positionen ihre Wirkung. Der größte Effekt stellt sich bei regelmäßiger Ausführung ein.

Übungsausführung:

  • Atme in der jeweiligen Körperposition ganz bewusst 
  • Fokussiere dich ganz auf die aktuelle Haltung deines Körpers
  • Sage dir dafür zum Beispiel innerlich: „Jetzt sitze ich.“
  • Nimm wahr, wozu und wie du etwas tust
  • Frage dich, wie du sitzt/liegst/stehst/gehst und was du wahrnimmst  

Wichtig: Lasse deinen Geist während der Übungen immer ganz bei deinem Körper. Schweife innerlich nicht ab. Mache zum Beispiel nicht innerlich Pläne, wie du das nächste Meeting angehen willst. In diesem Fall gelingen die Achtsamkeits-Übungen nicht und verpuffen wirkungslos.

Halte dich an den einzelnen Wahrnehmungen zu den Körperpositionen nicht zu sehr fest. Nehme sie möglichst nur zur Kenntnis, bewerte sie nicht, lasse sie vor deinem inneren Auge wie Wolken an dir vorüberziehen.

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Das Ziel

Gelingt es vermehrt, bei den einzelnen Übungen und Positionen ganz bei sich und seinem Körper zu bleiben, dürften im restlichen Alltag positive Effekte spürbar werden. Vielleicht gelingt es dir plötzlich besser, Überflüssiges von Wichtigem zu unterscheiden? Vielleicht kannst du dich gezielter auf deine Aufgaben vorbereiten und konzentrieren? Vielleicht lässt dein innerer Stresslevel spürbar nach? Was auch immer – die Folgen regelmäßiger Achtsamkeits-Übungen sollten positiv für dich sein. 

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08 2016 The Red Bulletin

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