Die gefährlichsten Vulkane der Welt

Ein Trip zu den gefährlichsten Vulkanen der Welt

Foto: Getty Images

Sie können Tsunamis auslösen, Dörfer in Schutt und Asche legen und mit ihrer heißen Lava einfach alles in ihrem Weg vernichten. Vulkane sind eine Manifestation des Chaos – und dennoch (oder gerade deswegen) faszinierende Reiseziele.

Vulkane sind eine unberechenbare Gefahr für den Menschen. Obwohl sie seit Jahren, Jahrtausenden oder gar Millionen von Jahren schlummern, können sie jederzeit ganze Landstriche verwüsten und Städte auslöschen. Doch sie sind auch ein spektakuläres Reiseziel. Einen besonderen Nervenkitzel bietet ein Besuch bei den gefährlichsten Vulkanen der Welt:

  • Vesuv, Italien
  • Merapi, Indonesien
  • Mauna Loa, Hawaii
  • Yellowstone, USA

Vesuv, Italien

Solltest du einmal nach Italien reisen, dann blicke vor allem in Neapel immer mit einem Auge Richtung Südosten. Neun Kilometer von der italienischen Metropole entfernt steht der Vesuv, der einzig aktive Vulkan auf dem europäischen Festland. Drei Millionen Menschen leben in seiner Nähe. Im Jahr 79 n. Chr. zerstörte er die antike Stadt Pompeji. Zuletzt brach er 1944 aus, seitdem ruht der Berg.

Doch statt Angst zu verbreiten, scheint der Vesuv die Menschen anzuziehen: In den vergangenen 20 Jahren entstanden in der sogenannten Roten Zone – einem 200 Quadratkilometer großen Gebiet der höchsten Gefährdungsstufe – 50.000 illegal errichtete Häuser. Der Blick vom Rand des Vulkans über den Golf von Neapel kann dich die Gefahr aber auch schnell vergessen lassen.

Merapi, Indonesien

Indonesien, ein Land mit wunderschönen Inseln und langen Sandstränden. Doch Obacht auf der beliebten Insel Java. Mittendrin befindet sich der Merapi – der „Feuerberg“. Er liegt 35 Kilometer nördlich der Großstadt Yogyakarta, in seiner Nähe wurden die hinduistische Tempelanlage von Prambanan und die buddhistische Tempelanlage Borobudur errichtet. Beide gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Direkt am Berg befindet sich das Dorf Kaliurang, ein beliebtes Ziel für Abenteurer. Der Merapi bricht ungefähr alle fünf bis zehn Jahre aus. Zuletzt spuckte er 2010 Asche und Rauch.

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Mauna Loa, Hawaii

Der Mauna Loa ist der Superlativ unter den feuerspeienden Bergen. Mit einer Oberfläche von 5270 Quadratmetern und einem Volumen von 80.000 Kubikmetern ist er der größte Vulkan der Erde. Der „lange Berg“ ragt 4170 Meter in die Höhe. Zählst du die 5000 Meter dazu, die er ins Meer hinunter reicht, überholt er sogar den Mount Everest als höchsten Berg des Planeten.

Zuletzt brach der Mauna Loa 1984 aus. Bis das erneut passiert, kannst du eine Straße mit malerischem Ausblick bis fast auf den Gipfel hochfahren. Den Rest wanderst du. Aber schön langsam, denn je weiter du nach oben kommst, desto dünner wird die Luft.

Yellowstone, USA

Der Yellowstone Nationalpark ist bei einem USA-Trip fast Pflicht. Seine heißen Quellen, Geysire und auch der Boiling River, der ebenfalls mit heißem Wasser versorgt wird, sind begeisternde Naturschauspiele. Doch diese gäbe es gar nicht, würde unter Großteilen des Parks nicht ein riesiger Supervulkan schlummern.

Bereits dreimal ist dieser ausgebrochen: vor 2,1 Millionen Jahren, 1,3 Millionen Jahren und 640.000 Jahren. Sollte das ein weiteres Mal passieren, könnte er den kompletten Westen der Vereinigten Staaten ausradieren.

Sunset dip in the boiling hot springs #yellowstone #wyoming

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Einen typischen, kegelförmigen Berg suchst du im Nationalpark allerdings vergeblich. Supervulkane haben eine „Caldera“, eine eher kesselförmige Struktur. Auch im Yellowstone liegen solche Magmakammern unter der Erde. Ein Ausbruch kann allerdings noch ein paar Millionen Jahre dauern. Bis dahin kannst du im Boiling River noch ein bisschen baden.

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10 2016 The Red Bulletin

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