Cocktails und die Bedeutung ihres Namens

5 kultige Cocktails und die Geschichte hinter ihrem Namen

Foto: Cocktailmarier/Wikimedia Commons

Long Island Ice Tea, Daiquiri und Co. Jeder kennt die Namen, aber kaum einer weiß um ihre Herkunft. Der Drink-Duden von Red Bulletin schafft Klarheit. Und dir die Möglichkeit, an der nächsten Bar mit deinem Wissen zu prahlen.

Alle kennen Cocktails. Fast jeder trinkt sie gerne. Aber niemand weiß, wieso Cocktails eigentlich so heißen, wie sie heißen. „Cock“ heißt Hahn und „Tail“ heißt Schwanz - warum aber gerade das scheinbar aus diesen beiden Begriffen zusammengesetzte Wort die schmackhaften Getränke bezeichnet, darum ranken sich die Mythen.

Ähnlich unklar wird es, wenn wir ins Detail gehen. Denn um den Urheber eines Cocktails und dessen Namen wird oft erbittert gestritten. Damit du beim nächsten Ausflug ins Nachtleben ein bisschen klugscheißen kannst, haben wir dennoch einen kleinen Drink-Duden zusammegestellt. Lerne die Geschichte hinter:

  • Daiquiri
  • Cuba Libre
  • Bellini
  • Long Island Ice Tea
  • Bloody Mary
Daiquiri

Daiquiri

Nach Feierabend mischte US-Minenarbeiter Jennings Cox Drinks für Kollegen. Seinen Mix aus Rum, Limette und Zucker benannte er 1905 nach seinem Arbeitsort: Daiquirí auf Kuba.

© Getty Images

Cuba Libre

Cuba Libre

Achtung, jetzt wird’s politisch! Infolge des spanisch-amerikanischen Krieges von 1898, durch den unter anderem Kuba von der damaligen Kolonialmacht Spanien befreit wurde, bekam der Drink einen Namen, der an den Jubelschrei „Viva Cuba Libre!“ (Es lebe das freie Kuba) erinnert. Der Inhalt: Rum und Limetten - gibt es auf der Karibikinsel zuhauf - sowie Cola - frisch importiert von der „Schutzmacht“ USA.

© Wikimedia Commons/Bacardi

Bellini

Bellini

Die Farbe seines Cocktails aus Champagner mit Pfirsichpüree erinnerte Barkeeper Giuseppe Cipriani an ein Bild des Renaissance-Malers Bellini, den er deshalb zum Namenspatron machte.

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Long Island Iced Tea

Long Island Ice(d) Tea

Die Erfindung wird großteils einem gewissen Robert C. Butt zugeschrieben, der als Barkeeper in Long Island arbeitete und dem Drink aufgrund seiner optischen Ähnlichkeit mit deutlich harmloseren Eistee den irreführenden Namen gab. Schöner ist aber die Legende über eine Hausfrau aus Long Island. Die entnahm aus jeder Flasche der Hausbar ihres Mannes nur ein bisschen Alkohol, um keine Spuren zu hinterlassen und schüttete über den so gemixten Drink zur finalen Tarnung ein bisschen Cola - „Schatzi, ich trinke nur Eistee!“

© Facebook/Two40Three

Bloody Mary

Bloody Mary

Ein Bartender in Paris erfand den Kater-Cocktail 1920 für Wodka-Magnat Wladimir Smirnow. In Amerika wurde der Name des Drinks falsch ausgesprochen. So wurde „Wladimir“ zu „Bloody Mary“.

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10 2016 THE RED BULLETIN

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