Der Nike Mag aus ­„Zurück in die Zukunft II“

Nike Mag: 
Der 200.000-Dollar-Sneaker

Text: Andreas Tzortzis

In Sneaker zu investieren macht dich vielleicht nicht reich. Aber es macht ganz ­sicher eine Menge Spaß. Und bei diesem Exemplar macht es dich vielleicht doch reich.

Erinnerst du dich an den einen Kumpel, der dir seine schrankgroße Sneaker-Sammlung zeigte, aber du durftest um Himmels willen nur ja keinen Schuh anfassen? Der Typ dachte mit Sicherheit, er sitzt auf ­einer Goldmine. Womit er vielleicht sogar recht hatte.


Wie man Sneaker zu Barem macht, weiß niemand besser als Josh Luber, Daten- und Sneakerfana­tiker. Er betreibt StockX, eine Art Sneaker-­Börse. „Der Wiederverkaufsmarkt erinnert an das Nike-Symbol“, beschreibt Luber. „Vor dem Release schießt der Preis in die Höhe, dann stürzt er ab und klettert danach wieder nach oben.“

Nike-CEO Mark Parker erzählt die Geschichte hinter dem Nike Mag

© Youtube // Nike

Wie hoch, das bestimmt die Nachfrage. Ein Paar der Yeezy Boost 350 V2 Zebra, die adidas im Februar rausbrachte, kostete 250 ­Dollar. Gehandelt werden sie bereits um das Dreifache – weil das Gerücht umging, die Schuhe würden nur in einer Klein­auflage produziert. Gibt es eine Garantie, dass du mit deinen Schuhen Geld machst? „Nein. Aber behalte dein Paar zumindest zwei Jahre lang“, sagt Luber, „dann siehst du, was sich tut.“ 

Der ultimative Geheimtipp: Verschaffe dir ­Insiderwissen aus der Pro­duk­tion – ein streng gehütetes ­Geheimnis. Von den selbstschnürenden Nike Mags etwa kamen nur 89 Paar auf den Markt. Was erklärt, warum beim Release ein Einzelpaar um 200.000 Dollar im Zuge einer Charity versteigert wurde. Und nun auf StockX zuletzt um stattliche 28.000 Dollar gehandelt wurde. 

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05 2017 The Red Bulletin

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