Ungelöste Naturphänomene wie das leuchtende Meer

Rätselhafte Natur: Gelöste und ungelöste Phänomene

Foto: Getty Images

Hat der Planet Erde noch Geheimnisse vor uns? Seltsame Naturschauspiele stellen Forscher immer wieder vor Rätsel.

Die Wissenschaft schreitet mit immer schnellerem Tempo stetig weiter voran. Dadurch gelingt es auch immer häufiger, Jahrtausende alten Rätseln auf die Spur zu kommen, die schon ausgestorbene Völker beschäftigten. Während einige erstaunliche Phänomene kürzlich aufgelöst wurden, grübeln Forscher bei anderen noch immer über ihren Ursprung.

  • Feenkreise
  • Wandernde Felsen
  • Hessdalen-Lichter
  • Leuchtendes Meerwasser
  • Das Brummen
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Feenkreise

Würdest du neben ihnen stehen, fallen sie dir nicht unbedingt auf. Doch aus der Luft kannst du sie sehen: Feenkreise. Jahrelang haben die merkwürdigen Kreise auf dem Erdboden unter anderem in Namibia Wissenschaftler ins Grübeln gebracht. Die zwei bis dato gängigsten Theorien: Unterirdisch lebende Termiten sind verantwortlich oder die Wüstengräser kämpfen um Ressourcen wie Wasser und Platz.

Nun ist es Forschern gelungen, das Geheimnis zu lösen. Dank Computersimulationen an der Princeton-Universität wollen die Wissenschaftler erkannt haben, warum das Gras in diesen Kreisen mit einer Größe von 3 bis 25 Metern Durchmesser nicht wächst. Im Magazin „Nature“ machten sie eine Kombination aus Termiten und der sogenannten Selbstorganisation des Grases als Grund aus. Hätte man auch gleich drauf kommen können.

Wandernde Felsen

Im glühend heißen Death Valley Nationalpark findet in der „Racetrack Playa“ ein aberwitziges Schauspiel statt. Dort wandern bis zu 350 Kilogramm schwere Steine über die flache Ebene und hinterlassen dabei Spuren. Doch wer bewegt die Steine? Wind alleine kann es nicht sein, dafür müssten Stürme mit bis zu 800 Stundenkilometern wüten.

I am a rock. I am an island. #racetrackplaya #walkingrocks #deathvalleynationalpark

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2014 wurde endlich aufgeklärt, wie sich die Steine fortbewegen: Im Winter entstehen millimeterdicke Eisschichten unter den Steinen. Wenn diese zu schmelzen beginnen, genügen leichte Windstöße, um die Steine mit den Eisschollen auf einem dünnen Wasserfilm rutschen zu lassen.

Hessdalen-Lichter

Erstmals in den 1940ern im Hessdalen-Hochtal in Norwegen gesichtet, trat das Phänomen Anfang der 80er Jahre häufiger auf: In der Nacht erscheinen mehrere runde, eckige oder unförmige Lichter, die sich über den Himmel bewegen. Manchmal verharren sie auch länger an einer Stelle. Zwar gibt es einige Theorien, wie die Lichter entstehen, mehrere Forschungsprojekte brachten aber noch kein endgültiges Licht ins Dunkel.

© Youtube // Stein Arne Johannessen

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Leuchtendes Meerwasser

Am Strand blickst du tagsüber auf ein Meer, das irgendeine Form von Blau angenommen hat. Nachts ist dieses Wasser ebenso finster wie der Himmel. An manchen Orten jedoch leuchtet das Wasser auch nachts blau. Wie kann das sein?

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Dieses Meeresleuchten wird von Mikroorganismen erzeugt. Die kleinen Algen haben die Fähigkeit zu leuchten, Biolumineszenz heißt dieses Phänomen. Das Leuchten tritt bei Berührungsreizen auf, zu sehen ist es aber nur an bestimmten Stränden, wie auf den Malediven-Inseln Mudhoo, Vaadhoo und Rangali. Welche Umstände vorherrschen müssen, damit die Einzeller leuchten, ist nicht restlos geklärt.

Der Brummton

Einige Menschen in bestimmten Gebieten von Großbritannien, den USA oder Neuseeland sind in der Lage, ein stetiges Brummgeräusch zu hören. Sein Ursprung? Bisher unbekannt. Es soll meist nachts und in Gebäuden auftreten, betroffen sind Städte wie Bristol, Taos oder Wellington.

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Folgen des Summens sind unter anderem Kopfschmerz, Schwindel oder Schlaflosigkeit. Der Niederfrequenzton tritt seit den 1950er Jahren auf. Generelle Lärmverschmutzung könnte ein Grund sein, Verschwörungstheoretiker vermuten indes geheime Experimente.

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02 2017 The Red Bulletin

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