Myanmar

Abseits des Massentourismus: Vier gute Gründe jetzt nach Myanmar zu reisen

Foto: Getty Images

Nach langer Militärdiktatur hat sich Myanmar in den letzten Jahren dem Tourismus geöffnet. Noch gilt das atemberaubend schöne Fleckchen Erde in Südostasien als echter Geheimtipp, dabei hat es alles zu bieten, was wir uns von einem Reiseziel wünschen.

Myanmar oder auch Burma hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Seit 1962 stand die Republik unter Herrschaft des Militärs. Erst 2011 wurde mit Thein Sein erstmals ein Zivilist als Staatspräsident eingesetzt. Seither hat sich viel getan. Wo ein Backpacking-Abenteuer früher unmöglich gewesen wäre, gibt es heute viele Möglichkeiten, das Land unabhängig zu bereisen.

Die verbliebenen Risikogebiete sind sehr überschaubar und lassen sich bei entsprechender Routenplanung leicht meiden. Eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes besteht nicht. 

Anders als im Nachbarland Thailand gibt es in Myanmar noch haufenweise Perlen zu entdecken, die vom Massentourismus verschont geblieben sind.

Diese 4 außergewöhnlichen Ziele sind Grund genug für eine Reise nach Südostasien:

  1. Sagar am Inle-See
  2. Der wilde Süden
  3. Monywa
  4. Bagan

Sagar am Inle-See

Der Inle-See zählt mit seinen schwimmenden Dörfern und Gärten zu den beliebtesten Touristen Spots von Myanmar. Kaum bekannt ist allerdings das abgelegene antike Dorf Sagar, das mit dem Boot erreicht werden kann. An Markttagen kommen die Bergvölker aus der Region in Sagar zusammen, an diesen Tagen ist es besonders interessant, sich unter die Leute zu mischen.

Tipp: Der Reiswein des Pa-O-Stamms gilt in der Region als Spezialität.

Inle Lake. Magical @spiceroads

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Der wilde Süden

Die Tanintharyi-Region, ganz im Süden von Myanmar, ist genau das, wovon Backpacker träumen. Feste Straßen sind hier eine Seltenheit. Kaum ein ausländischer Tourist verirrt sich in die Region, dabei gibt es unendlich viel zu sehen. 
Das Mergui-Archipel besteht aus über 800 Inseln mit sattgrünen Mangrovenwäldern und weißen Sandstränden inmitten des türkisblauen Meers. Wer die absolute Ruhe sucht, ist hier goldrichtig. Viele der Inseln sind weder bewohnt, noch erforscht, bis 1997 war das Betreten völlig untersagt. 

Tauchgänge oder Entdeckertouren in absoluter Einsamkeit sind hier tatsächlich noch möglich. Besonders interessant macht die Inseln außerdem ihre reiche Tierwelt: Auf dem Mergui-Archipel leben Tiger, Elefanten, Affen und gerüchteweise sogar Sumatra-Nashörner.

Mergui-Archipel

© Flickr/LuxTonnerre

Monywa

Mitten in Myanmar, gut 130 Kilometer von Mandalay entfernt, liegt die Stadt Monywa. Sie ist bekannt für den Thanboddhay Phaya, einen buddhistischen Tempel, gespickt mit über 500.000 knallbunten Buddhaskulpturen. Mit einer Höhe von 127 Metern befindet sich der größte Buddha von Myanmar in unmittelbarer Nähe des Tempels. 

Von der Pagode aus ist der Blick über den Tempel und die Wälder rund um die Stadt einfach atemberaubend. 

Boditahtaung Myanmar

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Bagan

Die historische Tempelstadt Bagan ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten Südostasiens. Auf dem riesigen Gelände südlich von Mandalay sind über zweitausend Sakralgebäude aus dem 9. Jahrhundert erhalten. 

Zwar gehört die historische Stätte zu den wichtigsten Touristenattraktionen des Landes – sobald du dein Eintrittsgeld gezahlt hast, obliegt dir aber die Freiheit, das Gelände auf eigene Faust zu erkunden. Am besten funktioniert das mit einem Fahrrad. Fast alle Hotels und Gasthäuser vermieten sowohl die Standardausführung als auch E-Bikes. Zum Laufen ist die Tempelanlage zu weitläufig. Wer nicht Rad fahren will, kann eine Expedition per Taxi unternehmen oder eine geführte Tour auf dem Pferdewagen buchen. Die wohl spektakulärste Möglichkeit, Bagan zu erleben, ist allerdings aus der Luft - In der Gegend werden regelmäßig Ballonfahrten angeboten.

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08 2016 The Red Bulletin

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